Handball-Oberliga: Loxten feiert 29:23-Sieg bei harmlosen Jöllenbeckern – Schiedsrichter Antal als »Solist« Weihnachtspause mit gutem Gefühl

Versmold-Loxten (WB). Frohes Fest! SF Loxten hat sich mit einem 29:23 (15:12)-Auswärtssieg bei TuS 97 Jöllenbeck und einem guten Gefühl in die Weihnachtsferien der Handball-Oberliga verabschiedet.

Von Sören Voss
Wieder kommt Heiner Steinkühler aus der Distanz zum Abschluss. Der Loxtener Rückraum musste fast komplett durchspielen, zeigte sich beim 29:23 in Jöllenbeck aber trotz fehlender personeller Alternativen treffsicher.
Wieder kommt Heiner Steinkühler aus der Distanz zum Abschluss. Der Loxtener Rückraum musste fast komplett durchspielen, zeigte sich beim 29:23 in Jöllenbeck aber trotz fehlender personeller Alternativen treffsicher. Foto: Sören Voss

SFL-Trainer Thomas Lay durfte bilanzieren, dass der Matchplan aufgegangen war. »Die Abwehr war heute sehr gut. Wir haben attackiert und die Passwege zugestellt, was beim Gegner auch schnell zu Frust geführt hat«, analysierte der Coach, der sich nun zum Jahresausklang auf einen entspannenden Sauna-Besuch freut.

Das OWL-Duell war hingegen weit entfernt davon, eine heiße oder hitzige Angelegenheit zu sein. Vor 400 Zuschauern in der Jöllenbecker Realschul-Halle zeigten sich die Sportfreunde von den drei zuletzt kassierten Pleiten unbeeindruckt und hatten gegen die 3-2-1-Deckung der Gastgeber die passenden Lösungen parat. Das sollte auch TuS-Trainer Walter Schubert schnell erkennen, der sogleich den Rückzug in eine 6:0-Abwehr anordnete. Den »Fröschen« war das egal, denn gegen den defensiven Verbund konnten Elvir Selmanovic, Heiner Steinkühler und Sebastian Hölmer aus der Distanz ihre präzisen Schlagwürfe auspacken. 3:0, 6:2, 11:5 – bis zur 17. Minute lief alles nach dem Geschmack des vielköpfigen Gäste-Anhangs, der sich auf die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison gemacht hatte.

Auf dem Feld waren die personellen Möglichkeiten ohne die beiden Schulterpatienten Christian Kalms und Kevin Dieckmann sowie mit einem angeschlagenen Kim Harting hingegen stark begrenzt. Loxten versuchte das Tempo zu verschleppen, denn es stand fest, dass speziell das Rückraum-Trio praktisch nicht entlastet werden konnte. Und so kam der kleine Einbruch in der zweiten Halbzeit nicht überraschend: Jöllenbeck präsentierte sich nach 12:15-Rückstand mit neuem Mut und war beim 16:16 (36.) drauf und dran, die mit neun sieglosen Spielen lange Durststrecke zu beenden.

Erstaunlich souverän schafften es die Sportfreunde dann aber, sich aus der Umklammerung zu befreien. Marco Possehl zeigte zwei ganz wichtige Paraden und verhinderte beim 19:20 den möglichen Ausgleich. Vorne war es Sebastian Hölmer, der am Tag nach seiner Hochzeit aus spitzem Winkel von Rechtsaußen das 23:19 besorgte (23.) – ein Tor, das den »Jürmkern« die Vorfreude auf die Weihnachtsfeiertage endgültig vermieste.

Jöllenbecks Sportlicher Leiter Thorsten Lehmeier sprach nach dem blutleeren Auftritt von einer »absoluten Frechheit« und einer »katastrophalen Leistung«, Coach Walter Schubert gab zu: »Das war viel zu wenig.«

Allergrößtes Lob und Anerkennung verdiente sich dafür Schiedsrichter Alexander Antal (Minden), der Dreiviertel der Partie alleine pfeifen musste, weil Kollege Jan-Frederic Krutschek von einem Magen-Darm-Virus befallen wurde und von Übelkeit geplagt das »stille Örtlein« aufsuchen musste. Antal hatte mit der Leitung des fairen OWL-Derbys (nur jeweils eine Zeitstrafe) aber keinerlei Probleme.

Kovacs, Weinholz – Grothaus (2), Zöllner (6), Heins, Niehaus (1), Hofemeier, Poppe, Schulte, Ludwigs (2), Hippe (3), Meyer (4/3), Schneider (2), Kiel (3).

Peters, Possehl, Blank (n.e.); Selmanovic (6/2), Menger (6), Hölmer (5), J. Patzelt (3), N. Patzelt (4), Steinkühler (4), Harnacke (1), Harting, Stinhans, Kalter.

0:3, 2:6, 4:9 (12.), 5:11, 8:11, 12:15 (HZ), 16:16 (36.), 18:19, 19:23 (52.), 21:29, 23:20.

1:1

9.1., 19 Uhr, Menden-Lendringsen (A).

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