29. Haller Berg- und Talfahrt: 400 Starter trotzen dem Unwetter Klitschnass zum letzten Hammer

Halle (WB). Schon am Start der 29. Haller Berg- und Talfahrt hatten es die Radsportler eilig. »Vielleicht schaffen wir es ja noch, dem Regen davonzufahren.« Spätestens auf den letzten Kilometern erwischte dann aber alle das Unwetter - die gute Laune war dennoch spätestens im Ziel wieder da.

Von Sebastian Hahn
Auch der strömende Regen am letzten Anstieg Hapkenberg hat diesem  Teilnehmer nicht die gute Laune verdorben
Auch der strömende Regen am letzten Anstieg Hapkenberg hat diesem Teilnehmer nicht die gute Laune verdorben Foto: Sebastian Hahn

Denn am alten Haller Busbahnhof, wo die Fahrer in die vier unterschiedlichen Schleifen gestartet waren, gab es nicht nur eine Pause nach dem anstrengenden Rennen, sondern auch ein Dach über dem Kopf, was bei den unwetterartigen Bedingungen sicherlich nicht schlecht war. »Zwischendurch war es echt heftig. Ich bin froh, dass ich mich jetzt erstmal aufwärmen kann«, erklärte ein Fahrer, der extra aus Herne nach Halle gekommen war.

Damit dürfte er allerdings auch eine der weitesten Anreisen gehabt haben. »Vor allem wegen der Wettervorhersage sind natürlich viele Starter aus dem Ruhrgebiet oder aus den Niederlanden in diesem Jahr nicht gekommen«, erklärte Organisator Frank Müller vom RC Teuto. Bereits in den frühen Morgenstunden hatte es geblitzt und gedonnert.

Abgesehen von den schwierigen Witterungsbedingungen ließ die Strecke keine Wünsche offen. Insgesamt vier Schleifen hatten die Veranstalter vom RC Teuto für die Teilnehmer vorbereitet. Beginnend mit einer ausschließlich flachen Route über 40 Kilometer, konnten die Fahrer auch anspruchsvollere Varianten über etwa 80, 120 oder sogar 150 Kilometer wählen. »Viele Fahrer sind aufgrund des Wetters noch kurzfristig von der 120 - auf die 80-Kilometer-Strecke gewechselt«, ergänzte Müller.

An einem Hindernis kamen sie aber trotzdem nicht herum. Rund drei Kilometer vor dem Ziel wartete auf die Fahrer noch der Hapkenberg in der Nähe des Haller Golfplatzes. »Der tut vor allem im Regen nochmal richtig weh. Die letzten Meter bis zur Spitze waren wirklich die Hölle«, meinte ein Fahrer aus Lübbecke. Die Steigung kurz vor dem Ziel wird von vielen auch als »letzter Hammer« bezeichnet. »Wir haben ihn vor ein paar Jahren aus Versehen mal weggelassen und haben dafür Kritik einstecken müssen. Jeder Fahrer wollte nochmal so eine Herausforderung vor dem Ziel«, sagte Müller.

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