Spanier steuern wichtige Punkte zum 7:2-Sieg bei – SVA verliert 3:6 in Brackwede Doppel-Triumph der GTC-Toreros

Gütersloh (WB). Noch im April dieses Jahres kommt er in seinem Haus im spanischen Alicante nur mühsam die Treppen hinauf. Doch bei seinem Comeback präsentiert sich Isidro Llyedo Boyer am Sonntag in Topform: Der bereits 49-jährige Oldie des Tennis-Verbandsligisten Gütersloher TC Rot-Weiß hämmert in seinem ersten Match seit März 2017 den 27 Jahre jüngeren Jannik Röttlingsberger mit 7:6, 6:3 weg.

Von Uwe Caspar
Plauderei der Glatzköpfe: Isidro Llyedo Boyer (rechts) unterhält sich mit seinem Gütersloher Kumpel Valter Hrelja. GTC-Chef Jochen Brinkmann hört aufmerksam zu. Starkes Boyer-Comeback: Der Spanier (49) besiegt seinen 27 Jahre jüngeren Konkurrenten.
Plauderei der Glatzköpfe: Isidro Llyedo Boyer (rechts) unterhält sich mit seinem Gütersloher Kumpel Valter Hrelja. GTC-Chef Jochen Brinkmann hört aufmerksam zu. Starkes Boyer-Comeback: Der Spanier (49) besiegt seinen 27 Jahre jüngeren Konkurrenten. Foto: Uwe Caspar

Damit legt der sehr gut Deutsch sprechende Spanier (»Ich war vier Jahre Trainer in Heidelberg«), der wegen eines Kreuzbandrisses die längere Zwangspause einlegen musste, den Grundstein für den so wichtigen 7:2-Sieg der Rot-Weißen über TV Feldmark Dorsten. Boyer ist voll konzentriert: Kindergeschrei und ihre sich zu laut unterhaltenden Mütter stören ihn vor einem Aufschlag – der Filzball-Veteran bittet höflich um Ruhe.

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Noch sind wir nicht aus dem Schneider. Bei gleich drei Absteigern brauchen wir noch mindestens einen Sieg.

Jochen Brinkmann

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Es wird ein spanischer Jubeltag auf der Anlage an der Fröbelstraße, denn mit dem 7:6, 6:3 gegen den Holländer Tim Blaauboer macht Boyers Landsmann Ivan Esquerdo (36) den Erfolg der Gastgeber schon nach den Einzelpartien perfekt. Doppel-Triumph der Tennis-Toreros! »Aber noch sind wir nicht aus dem Schneider. Bei gleich drei Absteigern brauchen wir noch mindestens einen Sieg«, meint ein weiterhin bangender Jochen Brinkmann, der Klubchef.

Jungspunde am Schläger: »Maxi« (18) schlägt 14-jährigen Gegner

Auf dem Court neben dem Hauptplatz, wo die Routiniers Esquerdo und Llyedo Boyer ihrem Team die zwei Punkte sichern, geht das Duell der Jungspunde über die Bühne: Der für den GTC schmetternde Iserlohner Maximilian Grundmann (18) gewinnt gegen den 14-jährigen (!) Lambert Ruland mit 7:6, 6:7, 6:3 und bleibt weiter ungeschlagen in dieser Saison. »Maxi« maximal! »Heute habe ich in den drei Sätzen auch ein paar Kalorien verbrannt«, schmunzelt der leicht übergewichtige Nachwuchsmann, der Erziehungswissenschaften studieren möchte.

Weitere Zähler fahren Maik Marnet (6:2, 6:2) und Sören Gnida (6:2, 6:4) ein. Letzterer steigert sich, als Gnida die von ihm geforderte Banane bekommt. Jochen Brinkmanns Frau Sarah bringt ihm die krumme Frucht.

Die einzige Niederlage kassiert Tim Austermann (3:6, 4:6), der den zweiten Satz trotz 4:0-Führung vergeigt. »Ich mache mir einfach zu viel Druck«, kann Tim seine starken Trainings- und Turnierleistungen bei der Mannschaftsspielen (noch) nicht umsetzen. Die Doppel werden nicht mehr ausgetragen. Sehr zur Freude von Isidro Llyedo Boyer. Der Spanier, der von Alicante aus Tennisartikel vertreibt: »Ich war schon nach meinem Einzel ziemlich platt.«

SV Arminia: Schlappe beim TC Brackwede ohne den Slowaken Kleman

Während der GTC im Abstiegskampf einen weiteren Schritt nach vorn gemacht hat, geht es für die SV Arminia Gütersloh wieder rückwärts – allerdings kommt die 3:6-Schlappe beim TC Brackwede keinesfalls überraschend. »Die mit zahlreichen Ausländern verstärkten Bielefelder traten mit vier Akteuren an, die in der ATP-Weltrangliste stehen«, relativiert Jannik Sorge, der SVA-Mannschaftsführer, die klare Niederlage. In den Einzeln punkten nur Bart van den Berg (6:3, 6:1) und Alexander Zastrow (6:4, 6:3). »Selbst ein 3:3-hätte für uns kaum gereicht, weil Brackwede in den Doppeln viel zu stark ist«, sagt Sorge.

Zudem fehlt der Arminia diesmal Miroslav Kleman, zweifelsohne eine Schwächung. Der Slowake war in seinem Heimatland in einen Autounfall involviert, musste daheim bleiben. Zum Glück wurde Kleman nicht ernsthaft verletzt. Was den Klassenerhalt betrifft, da gibt sich Sorge nach wie vor optimistisch: »Dafür aber sind Siege gegen TC Brackel und Grün-Weiß Paderborn Pflicht!«

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