Neuer Coach des FSV Gütersloh stellt sich lieber drinnen vor, bevor es auf den Rasen geht Stricker-Ansprache im stickigen Raum

Gütersloh (WB). Am Samstagmorgen strahlt die Sonne, als Mark Oliver Stricker zum ersten Training bittet. Vorher gibt’s noch eine Besprechung mit dem neuen Coach des Frauen-Zweitligisten FSV Gütersloh. »Können wir die nicht draußen machen?«, betteln die Fußballerinnen.

Von Uwe Caspar
Ansprache beendet: Mark Oliver Stricker (links), neuer Trainer des Frauen-Zweitligisten FSV Gütersloh, und sein Assistent Markus Pilot verlassen den stickigen Aufenthaltsraum im SZ Ost.
Ansprache beendet: Mark Oliver Stricker (links), neuer Trainer des Frauen-Zweitligisten FSV Gütersloh, und sein Assistent Markus Pilot verlassen den stickigen Aufenthaltsraum im SZ Ost. Foto: Uwe Caspar

Antrittsrede im Sportzentrum Ost dauert eine knappe halbe Stunde

Doch Stricker möchte sich trotz schönstem Sommerwetter lieber hinter verschlossenen Türen vorstellen und sein Konzept schildern. Nach knapp einer halben Stunde verlassen Trainer und Spielerinnen den stickigen Aufenthaltsraum im Sportzentrum Ost. Die vielen Hütchen und andere Übungs-Utensilien hat Mark Oliver Stricker schon vorher aufgestellt. Seine Assistenten Markus Pilot (mit Schubkarre unterwegs, um Löcher im Rasen auszubessern) und Johannes Fritsch haben ihn dabei tatkräftig unterstützt.

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Mir geht es erst einmal darum, dass sich alle fußballerisch weiterentwickeln, bevor ich Saisonziele formuliere

Mark Oliver Stricker

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Und los geht’s. »Jeder sein eigenes Tempo«, ruft der 46-Jährige seinen Schützlingen zu, als sie mit Ball um die Hütchen dribbeln. Das Kennenlerntraining – offiziell beginnt erst Anfang Juli die Vorbereitung– verläuft noch in ruhigen Bahnen. »Mir geht es erst einmal darum, dass sich alle fußballerisch weiterentwickeln, bevor ich Saisonziele formuliere«, sagt »Mo« der mit vier Einheiten pro Woche sein Team zweitligatauglich machen will.

Der frühere »Co« des Frauen-Bundesligisten VfL Wolfsburg ist froh, wieder in Gütersloh zu sein. »Jetzt habe ich endlich Zeit für meine Familie«, kann sich Stricker seinen Kindern im Alter von acht, neun und 13 Jahren mehr widmen. Derzeit macht er eine Umschulung bei Miele.

Großvater von Gentiana Fetaj hat ein Bild für Klaus Fischer gemalt

Zum inoffiziellen Auftakt ist auch U 16-Nationalspielerin Gentiana Fetaj erschienen. Ihr Großvater hat sie von Petershagen nach Gütersloh gefahren. Takir Fetaj (66) war vorübergehend mit dem legendären Klaus Fischer befreundet. Der Kontakt zu ihm kam durch ein Bild zustande. »Ich habe eine Spielszene mit Klaus nachgezeichnet. Frank Benatelli, den ich als Krankenpfleger in der Bochumer Klinik kennenlernte, hat dann für Fischer das Bild mitgenommen. Er soll sich sehr gefreut haben«, berichtet der Hobbymaler. Fetaj und seine Enkelin wissen aber nicht, ob Klaus Fischer das kleine Kunstwerk noch besitzt.

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