Bekenntnis zum FSV Gütersloh: »Fleisch-Riese« verlängert um zwei Jahre Tönnies bis 2020 auf der Brust

Gütersloh (WB). Am 19. August startet für die Fußballerinnen des FSV Gütersloh die Premieren-Saison der eingleisigen 2. Bundesliga. Auch schon im DFB-Pokal am 11./12. August wird weiterhin der Schriftzug Tönnies das Trikot zieren. Der »Fleisch-Riese« von Schalke-Boss Clemens Tönnies hat am Freitag sein Engagement als Hauptsponsor um zwei weitere Jahre bis 2020 verlängert.

Von Christian Bröder
Bündnis besiegelt: Tönnies-Projektleiter Daniel Nottbrock (von links) sorgt am Freitag mit der Vertragsverlängerung des Fleisch-Konzerns als Sponsor beim FSV Gütersloh für Freude bei Geschäftsführer Michael Horstkötter und »Finanzboss« Rüdiger Happe.
Bündnis besiegelt: Tönnies-Projektleiter Daniel Nottbrock (von links) sorgt am Freitag mit der Vertragsverlängerung des Fleisch-Konzerns als Sponsor beim FSV Gütersloh für Freude bei Geschäftsführer Michael Horstkötter und »Finanzboss« Rüdiger Happe. Foto: Uwe Caspar

Der aktuelle Vertrag des Großkonzerns aus Rheda-Wiedenbrück war bis zum 30. Juni 2018 datiert. Das Unternehmen hat im Jahr 2012 mit dem Sponsoring begonnen und nun sein Bekenntnis ein weiteres Mal untermauert. Tönnies-Projektleiter Daniel Nottbrock (41) und FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter (54) unterzeichneten den nächsten Zwei-Jahres-Vertrag über eine Summe, die im hohen fünfstelligen Bereich liegen soll.

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Natürlich wünschen wir uns mal wieder Erstliga-Fußball in unserer Arena. Aber es gibt keinen Druck, denn dafür bedarf es vieler unterschiedlicher Faktoren.

Daniel Nottbrock

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»Dass wir verlängern, ist für uns ein Selbstverständnis. Der Verein ist im Frauenfußball das Aushängeschild in Ostwestfalen und ein wichtiger strategischer Partner«, sagt Nottbrock. Für ihn ist die Unterstützung keinesfalls mit übersteigerter Erwartungshaltung verbunden: »Natürlich wünschen wir uns mal wieder Erstliga-Fußball in unserer Arena. Aber es gibt keinen Druck, denn dafür bedarf es vieler unterschiedlicher Faktoren. Sollte jedoch ein Aufstieg gelingen, würden wir noch mal in die Bütt gehen«, räumt Nottbrock ein, dass es dann finanziell eine Summe »on top« geben könnte.

Auch bei einem Abstieg hätte Tönnies verlängert

Der Schwager von Clemens Tönnies betrachtet den Vertrag, der weiter das Trikotsponsoring der Zweitliga-Frauen, der Bundesliga-B-Juniorinnen sowie die Nutzung der Arena und des Fitnessbereichs umfasst, vor allem »als Basis« für eine Zukunft, die in sportlicher wie wirtschaftlicher Hinsicht eine gute Perspektive haben soll. Dafür seien aber »viele weitere Sponsoren« unverzichtbar. Zur Unterzeichnung sei es übrigens unabhängig von der Spielklasse gekommen. »Ich würde hier heute auch sitzen, wenn ihr als Achter in die Regionalliga abgestiegen wäret«, erklärte Daniel Nottbrock.

Mittwoch Gespräch mit Polens Nationalspielerin Pozerska

Für die eingleisige 2. Liga stellt sich der FSV Gütersloh nun weiter neu auf: »Das Ziel ist erst mal klar der Klassenerhalt«, sagt Michael Horstkötter. Dafür soll ein 23- bis 24-köpfiger Kader sorgen, von dem ein Gros bereits am Samstag (10 Uhr) im SZ Ost zum Kennenlerntraining mit Mark Oliver Stricker erwartet wird. Verlängert hat zuletzt Lena Lückel. Ein potenzieller Neuzugang ist (wie berichtet) Polens Nationalspielerin Patrycja Pozerska (33), mit der es am Mittwoch ein Treffen geben soll.

20.000 Euro an Verbindlichkeiten abgebaut

Weitere Verstärkungen sind auch für FSV-Finanzboss Rüdiger Happe (63) unerlässlich, um nicht die nächste Zittersaison hinzulegen: »Da müssen wir etwas tun.« Finanziell betrachtet geht der FSV Gütersloh in die neue Saison mit einem kaum veränderten Vereinsetat in Höhe von 240.000 Euro. Insgesamt hätte man im letzten Jahr 20.000 Euro an Verbindlichkeiten abgebaut. Rüger Happe: »Wir können keine Luftsprünge machen, aber es könnte schlechter sein. Fakt ist: Ohne das Tönnies-Sponsorring, wäre das alles, was wir machen, nicht durchführbar.«

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