Klubführung spricht am Montag über Veränderungen 1:4 beim Letzten: Quo vadis, FSV Gütersloh?

Henstedt-Ulzburg (WB). Dem Rangzweiten in der ewigen Tabelle der 2. Frauenfußball-Bundesliga droht der Rausschmiss aus dem Unterhaus : Der FSV Gütersloh hat mit dem erschreckend deutlichen 1:4 (1:3) beim Tabellenschlusslicht SV Henstedt-Ulzburg am Sonntag nicht nur einen neuen Tiefpunkt der Saison erreicht.

Von Christian Bröder
Trainerin Britta Hainke ist am Samstag 50 Jahre alt geworden und kassiert tags darauf eine bittere Pleite.
Trainerin Britta Hainke ist am Samstag 50 Jahre alt geworden und kassiert tags darauf eine bittere Pleite. Foto: Wolfgang Wotke

Vielmehr noch scheint ihm die direkte Qualifikation zur eingleisigen 2. Liga verwehrt zu bleiben, es droht gar der Verlust des Relegationsplatzes sieben. Die heile Welt bröckelt!

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Das war unterirdisch und hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Keiner hat sich gegen die Pleite gewehrt. Es herrscht Alarmstufe Rot, jetzt muss dringend etwas passieren.

Michael Horstkötter

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Michael Horstkötter platzt nach dem Debakel in Schleswig-Holstein der Kragen: »Das war unterirdisch und hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Keiner hat sich gegen die Pleite gewehrt. Es herrscht Alarmstufe Rot, jetzt muss dringend etwas passieren. Wir müssen rausfinden, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen«, kündigt der Geschäftsführer an, noch in dieser Woche »etwas verändern zu wollen«.

Was genau, lässt er offen. Schon am Montag aber will er Gespräche mit dem Führungskreis um den Vorsitzenden Sebastian Kmoch, Stellvertreterin Eva Hüwe sowie Heinz Krüger und Rüdiger Happe führen.

Zwar stellt sich Horstkötter am Sonntagabend hinter Trainerin Britta Hainke: »Ich schiebe nichts auf Britta und werfe ihr in keinster Art und Weise etwas vor.« Gleichwohl spricht er von einer »harten, führenden Hand«, die nun benötigt werde.

Die Herforderin, die ihrer Mannschaft trotz der Pleite anlässlich ihres 50. Geburtstags am Samstag auf der Rückfahrt ein Essen spendiert, ist spürbar enttäuscht. »Es war eine sehr schlechte Leistung von uns. Wir scheinen Aufbauhilfe leisten zu wollen«, erinnert Hainke auch an das 1:4 im Dezember beim damaligen Tabellenletzten Herford.

Ausfälle der Führungskräfte nicht kompensierbar

Erneut fehlen der Trainerin wichtige Kräfte: Die Ausfälle von Marina Hermes, Lena Lückel (14 Tage krank), Marie Pollmann und Pauline Berning sind nicht zu kompensieren, Kamila Kmiecik spielt trotz Zehennagel-OP. Zwar kann Birgitta Schmücker nach einer Standard zum 1:1 (12.) ausgleichen, doch der SV Henstedt-Ulzburg ist auf dem tiefen Naturrasen in allen Belangen besser.

Die Führungsspielerinnen fehlen an allen Ecken und Enden. »Man hat auch gesehen, dass unsere 16-Jährigen mit der einen oder anderen Situation überfordert waren«, sagt Britta Hainke.

SV Henstedt-Ulzburg: Weech - Pawelec, Einfeldt, Ottlinger, Dziesiaty (75. Staben) - Michel, Seker, Marocu, Meyer - Witt (85. Knobloch), Homp.

FSV Gütersloh: Rolle - Schmücker, Lange, Aehling, Schulz (46. Posdorfer) - Günnewig, Kmiecik - Wolf, Ott (88. Peters), Aradini - Nüsken (88. Goltermann).

Schiedsrichterin: Laura Bäcker (Bölkower SV). Gelbe Karten: Einfeldt (61.) – Kmiecik (43.).

Tore: 1:0 Vera Homp (7.), 1:1 Birgitta Schmücker (12.), 2:1/3:1/4:1 Alina Witt (25./30./59.).

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