Lisa Steinlage selbstkritisch – André Düsterhöft holt Silber im Hochsprung Startzeit à la Schnecke

Dortmund (WB). Es ist ihre letzte Chance – und Lisa Steinlage nutzt sie. Vor dem Meldeschluss für die Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften am 17./18 in Dortmund am Sonntag qualifiziert sich die 24-Jährige am Samstag über 60 Meter Hürden und unterbietet dabei gleich zweimal die DM-Norm von 8,75 Sekunden.

Von Dirk Heidemann
Leichtathletin Lisa Steinlage belegt bei den NRW-Hallenmeisterschaften in Dortmund über 60 Meter Hürden Platz zwei. Viel wichtiger ist für die 24-Jährige allerdings, dass sie die DM-Norm unterbietet und am 17./18. Februar erneut nach Dortmund darf.
Leichtathletin Lisa Steinlage belegt bei den NRW-Hallenmeisterschaften in Dortmund über 60 Meter Hürden Platz zwei. Viel wichtiger ist für die 24-Jährige allerdings, dass sie die DM-Norm unterbietet und am 17./18. Februar erneut nach Dortmund darf. Foto: Ralf Görlitz

»Die Zeit ist auf jeden Fall das Allerwichtigste«, freut sich Lisa Steinlage mehr über ihre insgesamt dritte Teilnahme an einer Deutschen Hallenmeisterschaft als über den zweiten Platz bei den NRW-Titelkämpfen hinter Monika Zapalska (8,42/TV Wattenscheid).

Steinlage hatte ihren Vorlauf in 8,67 Sekunden gewonnen und sich im Finale auf 8,62 gesteigert. »Dabei bin ich ganz schlecht aus den Blöcken gekommen«, sprach die Rietbergerin von einer Startzeit »à la Schnecke«.

Diesmal passte alles

Ihr »richtig gutes Gefühl« vor dem Wettkampf in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle trügte nicht. Bereits bei ihren zuvor vergeblichen Anläufen in Richtung DM-Teilnahme stimmte zwar die Form, nur die Konkurrenz war zu schwach.

Diesmal passte alles, entsprechend groß war die Erleichterung. Nun will die für die LG Kreis Gütersloh startende Steinlage bei den nationalen Titelkämpfen ihre persönliche Bestleistung von 8,60 Sekunden unterbieten. Für eine Endlauf-Teilnahme dürfte es dennoch nicht reichen, die acht Finalisten werden wohl deutlicher schneller sein als die heimische Bankkauffrau.

Trainerin muss daheim bleiben

Ein Platz blieb am Samstag in Dortmund leer: Tanja Rolle-Sichau, Trainerin der LG-Asse André Düsterhöft und Marvin Gregor, musste aufgrund einer starken Erkältung daheim bleiben. »Meine Stimme war komplett weg«, sagte die Trainerin, die sich mit Liveticker und Videos über das Geschehen auf dem Laufenden hielt. Über 60 Meter Hürden wollte André Düsterhöft in seinem Vorlauf offenbar zu viel und fabrizierte einen Fehlstart.

Bei den Spezialisten bedeutet das die sofortige Disqualifikation, in seiner Paradedisziplin Stabhochsprung hätte er noch einen zweiten Versuch gehabt. Marvin Gregor schaffte es mit einer Zeit von 8,74 Sekunden ins Finale und belegte dort in 8,62 Sekunden Rang vier. »Mehr war nicht drin. Meines Wissens nach ist Marvin sogar persönliche Bestzeit gelaufen«, sagte Tanja Rolle-Sichau.

Düsterhof wird Zweiter

Im Stabhochsprung fehlte Marvin Gregor die Spritzigkeit, 4,60 Meter bedeuteten den dritten Platz hinter den beiden Fünf-Meter-Springern Tim Jaeger und Daniel Spiegelhoff (beide TSV Bayer Leverkusen). »Das ist zwar keine Vollkatastrophe, aber auch nichts Überragendes. Die Höhe hat Marvin seit fünf Jahren drin«, bilanzierte Tanja Rolle-Sichau.

Im Hochsprung überquerte André Düsterhöft 2,01 Meter und wurde hinter »Überflieger« Mateusz Przybylko (2,28) Zweiter. »Alles über zwei Meter ist für einen Zehnkämpfer gut. Bei 2,01 war sogar noch Platz, leider hat er die 2,04 dann dreimal gerissen«, so Tanja Rolle-Sichau.

Weitere Ergebnisse der LG Kreis

Frauen: 200 Meter: 13. Lisa Steinlage (25,85 Sekunden).

Weibliche Jugend U20: 60 Meter Hürden: 3. Janika Peitzmeier (9,06 Sekunden); Hochsprung: 3. Franziska Rehkemper (1,64 Meter).

Männliche Jugend U18: 4x200 Meter-Staffel: 4. LG Kreis Gütersloh mit Kevin Moor, Moritz Oesterhelweg, Tom Kleikemper und Alexander Moors (1:39,17).

Weibliche Jugend U18: 60 Meter Hürden: 22. Hannah Baumjohann (10,08 Sekunden); Hochsprung: 9. Janika Peitzmeier (1,54 Meter).

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