50-Jähriger wird nach dieser Saison Uwe Walter ablösen Jochen Borcherding übernimmt HSG

Gütersloh (WB). Am Mittwochabend hat die HSG Gütersloh ihr wochenlang streng gehütetes Geheimnis gelüftet: Der für die neue Saison verpflichtete Trainer heißt Jochen Borcherding (50), kommt aus der Handball-Hochburg Minden und coachte zuletzt den Landesligisten HCE Bad Oeynhausen.

Von Uwe Caspar
In der kommenden Saison werden die Handballer der HSG Gütersloh von Jochen Borcherding (rechts) trainiert. Der neue Coach wurde am Mittwochabend von Matthias Kollenberg (links) und Michael Reckers vorgestellt.
In der kommenden Saison werden die Handballer der HSG Gütersloh von Jochen Borcherding (rechts) trainiert. Der neue Coach wurde am Mittwochabend von Matthias Kollenberg (links) und Michael Reckers vorgestellt. Foto: Uwe Caspar

Bis zum Saisonende bleibt aber Uwe Walter Trainer des Handball-Landesligisten. »Er war zunächst etwas enttäuscht, hat aber dann eingesehen, dass wir diesen Weg gehen müssen«, berichtet Matthias Kollenberg, der Teammanager der stark abstiegsgefährdeten HSG. Jochen Borcherdings Engagement gilt auch für den Fall des Abstiegs in die Bezirksliga.

Der Kontakt zu Borcherding kam im Dezember 2017 über den ehemaligen HSG-Akteur und heutigen HCE-Trainer Jasmin Gojacic zustande, der ebenfalls auf der Kandidatenliste der Gütersloher stand. Doch Gojacic fühlt sich in Bad Oeynhausen wohl – und empfahl den Verantwortlichen der HSG seinen Vorgänger Jochen Borcherding, der am Mindener Bessel-Gymnasium Sport und Mathematik unterrichtet.

In Bad Oeynhausen im Groll gegangen

Als Aktiver hat es der in seiner Jugendzeit für GWD Minden spielende Jochen Borcherding bis in die dritthöchste Handballliga geschafft – damals bei Union Bad Salzuflen. Danach spielte er mit HCE Bad Oeynhausen und VfL Mennighüffen einige Jahre in der Oberliga sowie mit TV Stemmer-Friedewalde (heute HSV Minden-Nord) in der Verbandsliga, wo er als 40-Jähriger noch einmal als Spieler zum Einsatz kam. Danach führte der Sportlehrer Bad Oeynhausen als Trainer in die Landesliga, wo es im April 2017 zu einer vorzeitigen Trennung kam. Borcherding dazu: »Ich war sauer, dass entgegen einer Vereinbarung mein Vertrag doch nicht verlängert werden sollte.«

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