Der FSV Gütersloh verliert die Top-Torjägerin der 2. Bundesliga Giard geht zu Celtic Glasgow

Gütersloh(cbr). Das ist ein echter Hammer – und ein Schock für den FSV Gütersloh! Der Frauenfußball-Zweitligist verliert zu sofort eine absolute Schlüsselfigur: Stürmerin Josephine Giard, mit 14 Treffern die Toptorjägerin der 2. Bundesliga Nord, hat in dieser Woche einen unterschriftsreifen Ein-Jahres-Vertrag von Celtic Glasgow zugeschickt bekommen und wird zum Topklub in Schottlands 1. Liga wechseln.

Die 21-jährige Gütersloherin Josephine »Josy« Giard (2. von rechts) verlässt den FSV und wagt ein Abenteuer in Schottlands 1. Liga bei Celtic Glasgow.
Die 21-jährige Gütersloherin Josephine »Josy« Giard (2. von rechts) verlässt den FSV und wagt ein Abenteuer in Schottlands 1. Liga bei Celtic Glasgow. Foto: Wolfgang Wotke

»Wie genau sie auf mich aufmerksam geworden sind, weiß ich nicht. Ich denke, es spielt eine Rolle, dass ich die Torjägerliste anführe«, erklärt die 21-jährige Gütersloherin, die bislang in Bielefeld mit Laura Liedmeier (Arminia) in einer Fußball-WG wohnt.

Künftige Gegner heißen Hibernian, Glasgow Rangers und City

Ab dem 19. Februar zieht Giard nun auf die Insel. »Celtic bucht den Flug und stellt mir eine Wohnung. Ich kann dort leben, Fußball spielen und studieren«, erklärt die Studentin, deren fünftes Semester der molekularen Biotechnologie im Februar endet.

Sportlich heißen ihre Gegner künftig Glasgow Rangers und City sowie Hibernian in Schottlands 1. Liga mit acht Teams. »Es ist für mich eine einmalige Chance«, sagt Giard, die von Celtic-Trainer David Haley während der FSV-Partie in Herford am 17. Dezember gescoutet worden war.

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Er hat zufällig meine Eltern gefragt, ob sie die Nummer neun kennen würden. So kam der Kontakt zustande.

Josephine Giard

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»Er hat zufällig meine Eltern gefragt, ob sie die Nummer neun kennen würden. So kam der Kontakt zustande«, erklärt Giard. Für den FSV, der keine Ablösesumme erhält, ist der Abgang ein hoher Verlust. »Es ist ein Schlag ins Gesicht. Sie hat uns um die Freigabe gebeten. Die haben wir erteilt – auch, weil sie einige Verdienste hat«, sagt Geschäftsführer Michael Horstkötter.

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