FC Isselhorst ist der erste Ü50-Kreismeister im Hallenfußball Premiere mit hitzigem Finale

Gütersloh (WB). Auf seiner Homepage hat der FC Isselhorst die erstmals durchgeführte Ü50-Kreismeisterschaft als »tolles Wochenende für Freunde des gepflegten Hallenfußballs« angekündigt. Bis zum Endspiel ist das am Sonntag auch so gewesen. Dann jedoch geht es weniger gepflegt zu: Die Finalisten FC Isselhorst und Germania Westerwiehe liefern sich ein recht hitziges Duell!

Von Uwe Caspar
Premieren-Freude: Der FC Isselhorst holt den Titel bei der erstmals durchgeführten Ü 50-Kreismeisterschaft. Die Tore im Finale gegen Germania Westerwiehe erzielen Phil Brown (vordere Reihe, Zweiter von rechts) und Axel Glasenapp (vorne rechts).
Premieren-Freude: Der FC Isselhorst holt den Titel bei der erstmals durchgeführten Ü 50-Kreismeisterschaft. Die Tore im Finale gegen Germania Westerwiehe erzielen Phil Brown (vordere Reihe, Zweiter von rechts) und Axel Glasenapp (vorne rechts). Foto: Uwe Caspar

Der Debüt-Gewinner dieses neuen Wettbewerbs – übrigens ohne die Spielgemeinschaft (SG) Herzebrock-Clarholz und Blau-Weiß Gütersloh, denn beide sagten kurzfristig ab – ist der Gastgeber. Die Lutter-Kicker behaupten sich knapp mit 2:1 gegen Germania Westerwiehe.

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Im Sommer haben wir schon auf dem Rasen den Titel geholt und jetzt auch in der Halle

Thomas Fauseweh

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»Im Sommer haben wir schon auf dem Rasen den Titel geholt und jetzt auch in der Halle«, freut sich FCI-Kapitän Thomas Fauseweh, bevor ihm Hallensprecher Thomas Lewark den geschmackvoll gestalteten Pokal in die Hände drückt. Zu dem Zeitpunkt sind auch alle wieder brav: Einige unnötige Fouls und verbale Provokationen haben zuvor für Aufregung gesorgt – Schwerstarbeit für Schiedsrichter Klaus Ackermann (GW Varensell).

Dazu kommt noch, dass sich ein offensichtlich alkoholisierter Zuschauer ins Spielgeschehen einmischen will und eine Unterbrechung der Partie provoziert. Ackermanns Kollege Aldo Marzullo (SV Avenwedde), schiebt den randalierenden »Fan« vom Brennpunkt weg.

Ein Hallenverweis indes wäre angebrachter gewesen. Denn: Der unbeherrschte Mann attackiert nach Spielschluss einen Westerwieher Akteur, stößt ihn auf die Tribünenbank. Dem Ausrichter FCI droht nun wegen mangelnder Aufsichtspflicht eine Ordnungsstrafe.

Konditor Glasenapp sorgt mit Siegtor für das Sahnehäubchen

Vor den Tumulten wird aber auch Fußball gespielt: Nach dem Isselhorster 0:1-Rückstand (Germanias Torschütze: Frank Vollmer) erzielt Phil Brown, der im Halbfinale gegen Spvg. Steinhagen (4:1) gleich zweimal trifft, den Ausgleich. Der kickende Bäckermeister und Konditor Axel Glasenapp sorgt mit seinem Siegtor dann für das Sahnehäubchen.

Zur Meisterschafts-Premiere läuft auch eine zweite Mannschaft aus dem Lutterdorf mit Bielefelder Unterstützung auf: Die SG Isselhorst/Ummeln, die sich trotz ihres hohen Altersdurchschnitts (etliche Oldies sind schon über 60) bis ins Halbfinale vorkämpft und hier Westerwiehe mit 0:2 unterliegt. Der Drittplatzierte wird im Neunmeterschießen ermittelt: Sechs Schüsse, aber nur einer sitzt – Steinhagen gewinnt gegen das Isselhorster Kombiteam mit 1:0.

Mangels Personal sind bei den Altherren Spielgemeinschaften mittlerweile angesagt. So haben sich Westerwiehes Ü50-er mit SuS Westenholz zusammengetan und die in der Vorrunde ausgeschiedene TSG Harsewinkel mit ihrem Nachbarn Grün-Weiß. Für Isselhorst/Ummeln bringt das noch einen weiteren Vorteil: Die SG darf auch an der Bielefelder Kreismeisterschaft teilnehmen.

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