Mehr als 300 Teilnehmer bei der 6. Cross-Country-Touren-Fahrt des RSV Gütersloh Durch Minisee und über Bäume

Gütersloh (WB). Ein Anruf am vergangenen Freitag stimmt Christian Spratte zunächst etwas skeptisch. »Bei uns steht alles unter Wasser. Findet eure Veranstaltung auch statt?«, will ein von Zweifeln geplagter Mountainbiker aus Dortmund vom Cheforganisator der 6. Gütersloher Cross-Country-Touren-Fahrt (CTF) wissen. Spratte kann sofort Entwarnung geben. Eine Absage der Tour stand trotz des tagelangen Regens ohnehin nie zur Debatte.

Von Uwe Caspar
Gleich nach dem Start der 6. Cross-Country-Touren-Fahrt des RSV Gütersloh wird’s feucht für die 336 Teilnehmer, die am Postdamm einen Minisee durchqueren müssen. Für Mountainbiker ist das aber kein Problem. Im Gegenteil: Es macht ihnen Spaß!
Gleich nach dem Start der 6. Cross-Country-Touren-Fahrt des RSV Gütersloh wird’s feucht für die 336 Teilnehmer, die am Postdamm einen Minisee durchqueren müssen. Für Mountainbiker ist das aber kein Problem. Im Gegenteil: Es macht ihnen Spaß! Foto: Uwe Caspar

Nicht einmal Streckenpassagen mussten verändert werden, wie Christian Spratte zuvor noch befürchtet hatte. Und als der Breitensportwart des ausrichtenden RSV Gütersloh am Samstagmittag Bilanz zieht, fällt für ihn das Ergebnis mehr als erfreulich aus: Mit insgesamt 336 Cross-Spezialisten, wobei die Hobbyfahrer (178) wieder leicht in der Überzahl waren, verzeichnet die diesjährige CTF eine überdurchschnittlich gute Teilnehmer-Quote.

»Wir sind sehr zufrieden, denn mit so vielen Leuten hatten wir kaum gerechnet. Da hat uns auch das gute Wetter am Samstag in die Karten gespielt«, meint Christian Spratte. Schlamm und Pfützen, die sich vorgestern auf einigen Abschnitten nicht vermeiden lassen, geben aber einem Cross erst die richtige Würze. Findet auch Spratte: »Schließlich ist das kein Kuschelsport!«

"

Wir sind sehr zufrieden, denn mit so vielen Leuten hatten wir kaum gerechnet.

Christian Spratte

"

Nicht eingeplant indes waren zwei umgestürzte Bäume auf einer Waldlichtung vor dem Harsewinkeler Emstalstadion. »Kein Problem: Man schultert sein Rad, springt über den Baum und weiter geht’s«, stören auch Senior Peter Walter (65) solche Natur-Hindernisse nicht.

Für ihn und die Meute geht’s gleich feucht los: Unmittelbar nach dem Start müssen alle ein Wasserloch durchqueren, bevor sie auf der Straße am Postdamm ihre Fahrt fortsetzen können. Manche pflügen mutig durch den Minisee, andere wiederum machen lieber einen kleinen Umweg.

Irrtum: Einige Gruppen landen auf dem Bauernhof

Ausgerechnet am Prälatenweg, in den vergangenen Jahren das reinste Schlammloch, erwartet die Teilnehmer eine trockene Passage. Denn der Weg wurde inzwischen mit Steinen aufgefüllt. Dennoch übersehen einige Grüppchen das vielleicht zu kleine Hinweisschild: Sie kriegen buchstäblich die Kurve nicht und landen auf einem Bauernhof, bevor sie ihren Irrtum merken und wieder umbiegen.

Pech hat auch ein Akteur, dem ein Pedal abbricht. Da er auf seinem Rad wieder zurück nach Enger muss, chauffiert ihn Christian Spratte zu einer Gütersloher Reparaturwerkstatt. Rückfahrt gerettet! Für eine »kleine Schrecksekunde« hatte bei dem RSV-Organisator eine Nachricht am Vortag gesorgt: Er wurde darauf hingewiesen, dass am Samstagmorgen Jäger unterwegs seien an der Verpflegungsstelle am »Hühnerstall«. Aber rechtzeitig gegen neun Uhr wird die Jagd eingestellt. Also keine Gefahr mehr für die bald heranrauschenden Radsportler.

Süßer Lohn im Ziel: Schokotorte mit Radler-Garnitur

Ihnen winkt im Ziel süßer Lohn: Ulla Drees, Ehefrau des in der Organisation mithelfenden Rolf (»Rollo«) Drees, hat zwei leckere Schokoladentorten gebacken. Eine in Form eines Bergs, auf dem eine Fahne mit der Aufschrift »Mont Gütersloh« steckt. Das Schoko-Meisterwerk ist garniert mit winzigen Radler-Figuren. Außerdem gibt es als Geschenk 30 Lebkuchen-Miniräder. Eigentlich viel zu schade zum Vernaschen...

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.