HSG Gütersloh unterliegt Rödinghausen mit 27:32 Ohne Torwartleistung und Wurfglück

Gütersloh (WB). Die Aufholjagd der HSG Gütersloh in der Handball-Verbandsliga ist vorläufig gestoppt. Das mit drei Punkten aus zwei Spielen ins Jahr gestartete Schlusslicht unterliegt am Sonntagabend dem CVJM Rödinghausen mit 27:32 (13:17).

Von Dirk Heidemann
Justus Giersch bleibt in den Armen von Lukas Zwaka hängen, als Absicherung steht zudem noch der Rödinghauser Sebastian Meier (links) parat. Die HSG verliert 27:32.
Justus Giersch bleibt in den Armen von Lukas Zwaka hängen, als Absicherung steht zudem noch der Rödinghauser Sebastian Meier (links) parat. Die HSG verliert 27:32. Foto: Wolfgang Wotke

Viel passiert ist in der Tabelle dadurch aber nicht. Es bleibt bei zwei Zählern Rückstand zum rettenden Ufer, allerdings überrascht die bislang punktgleiche HSG Spradow durch einen 26:22-Erfolg über Hüllhorst. Mit entscheidend für die Niederlage gegen Rödinghausen sind gestern Abend die Torhüterleistungen auf beiden Seiten. Während diese bei der HSG quasi nicht existent ist, scheitern die Hausherren mehrfach am gut aufgelegten CVJM-Schlussmann Jan-Hendrik Koch oder am Aluminium. »Wir haben zu viele Würfe liegen gelassen. Und jedes Mal, wenn wir den Pfosten getroffen haben oder am Torwart gescheitert sind, gab es einen Treffer über den Gegenstoß«, fasst HSG-Trainer Uwe Walter das Geschehen zusammen.

So sehen sich die Schwarz-Gelben schnell einem 0:3-Rückstand gegenüber, der auf 5:10 (16.) anwächst. Doch immer dann, wenn die HSG vorne trifft, kommen die Gastgeber heran. So heißt es 9:11 (22.) und 11:13 (25.), ehe Julian Schicht mit einem frechen Dreher gar der 12:13-Anschlusstreffer (26.) gelingt. Rödinghausen nimmt eine Auszeit, schüttelt sich kurz und konzentriert sich wieder auf das eigene Spiel. Den vier Treffern der Gäste hat nur Justus Giersch noch etwas entgegenzusetzen, kurz vor der Halbzeitsirene pariert Koch einen von Colin Peperkorn geworfenen Siebenmeter.

Schon früh muss Uwe Walter seine zweite Auszeit nehmen (35.), da die in der Kabine besprochenen Vorgaben nicht umgesetzt werden. Wieder beträgt der Rückstand beim 15:20 (37.) fünf Tore. Das 20:22 durch Jonas Wibbelt sorgt für neue Hoffnung (43.), die beim 21:28 (49.) endgültig dahin zu sein scheint. Die nun nicht gerade von den Schiedsrichterentscheidungen begünstigten Gäste (insgesamt sieben Zeitstrafen) geraten nun aber immer wieder in Unterzahl. Beim 26:28 (55.) ist auch das Publikum da. Doch als Hark freistehend von Linksaußen vergibt und Max Kollenberg den Pfosten trifft, ist das Schicksal der HSG besiegelt. »Wir haben gut gekämpft und einige Dinge auch spielerisch gelöst«, kann sich Uwe Walter nur damit trösten, gegen eine »abgezockte Truppe« aus Rödinghausen lange Zeit recht ordentlich mitgehalten zu haben.

HSG: Rogalski/Gruß (28. bis 47.) - Skoric, Schicht (1), Giersch (10/4), Kracht (1), Wibbelt (1), Diekmann, Kollenberg (9), Torbrügge, Hark (3), Peperkorn (2/1).

CVJM Rödinghausen: Koch/Linke (ein Siebenmeter) - Maschmann, Meier (4), Krenz (5), Ziege (4), Taubenheim (4), Meier (1), Reese (5), Zwaka (4/3), Sunderbrink (5), Glüer.

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