Salming-Cup: OWL-Auswahl verkauft sich gegen Melsungen gut »Unglaublich harte Würfe«

Verl (WB). Torreicher Auftakt beim Salming-Cup: Im Eröffnungsspiel muss sich die als krasser Außenseiter in die Partie gegangene Ostwestfalen-Auswahl dem Handball-Bundesligisten MT Melsungen mit 32:44 (15:26) beugen. Gleichwohl liefert das nicht eingespielte OWL-Team eine höchst respektable Vorstellung gegen den haushohen Favoriten ab.

Von Uwe Caspar
Im Melsunger Trommelfeuer: Der Verler Torwart Patrick Schmidt im Duell gegen den freistehenden Johannes Goller. Trotz der 32:44-Niederlage zieht sich die Ostwestfalen-Auswahl gegen den Bundesligisten im Eröffnungsspiel des Salming-Cups gut aus der Affäre.
Im Melsunger Trommelfeuer: Der Verler Torwart Patrick Schmidt im Duell gegen den freistehenden Johannes Goller. Trotz der 32:44-Niederlage zieht sich die Ostwestfalen-Auswahl gegen den Bundesligisten im Eröffnungsspiel des Salming-Cups gut aus der Affäre. Foto: Wolfgang Wotke

Das bestätigt auch Melsungens Coach Michael Roth. »Der Gegner hat sich für seine Verhältnisse wirklich gut verkauft, wenngleich mir persönlich die 32 Gegentore zu viele sind. Aber ich gönne sie der Auswahl«, sagt der Hüne lächelnd. Zufrieden zeigt sich auch das OWL-Trainergespann Michael Boy (TSG Altenhagen-Heepen) und Andre Torge (TuS Möllbergen) . »32 Tore wirft man gegen einen Erstligisten nicht alle Tage«, lobt Boy seine Boys. »Wir haben uns vor Melsungen nicht versteckt«, fügt sein Trainerkollege Torge an.

Nach 30 Minuten sieht es für seine Mannschaft noch nach einem Debakel aus: Der Bundesligist gibt Vollgas, kombiniert flott und erzielt Treffer auf Treffer. TV Verls Torwart Patrick Schmidt (»Ich war am Anfang noch ziemlich nervös«) ist meistens machtlos. »Die Würfe der Melsunger kamen unglaublich hart und präzise. Ich habe immer nur das Netz hinter mir rascheln gehört«, berichtet der Keeper, der in der ersten Halbzeit eigentlich unter 25 Tore bleiben wollte. Das hat nicht ganz geklappt, dafür kann Schmidt im zweiten Durchgang einige Bälle halten, worauf der Riese auch stolz sein darf.

Mit Sergej Braun läuft ein weiterer Verler Akteur für die von Thomas Fröbel zusammengepuzzelte Auswahl auf. »Das war schon ein geiles Gefühl«, hat der Routinier die 60 unterhaltsamen Minuten genossen. Einmal darf er sogar selbst jubeln: Braun erzielt den Treffer zum 26:39. Mit seiner Ausbeute ist er aber nicht ganz zufrieden: »Es hätten zwei, drei Tore mehr sein können.«

Beste OWL-Schützen sind Felix Bahrenberg von der HSG Augustdorf/Hövelhof und Lukas Schulz von der TSG Altenhagen-Heepen: Die beiden Oberligaspieler netzen jeweils sieben Mal ein. Jedes Tor der Auswahl wird von den rund 500 Zuschauern begeistert gefeiert. Sie sehen zudem einige glänzend vorgetragene Spielzüge der OWL-Truppe. »Damit haben wohl selbst die Melsunger nicht gerechnet – sie zeigten sich jedenfalls ziemlich überrascht«, schmunzelt Andre Torge.

Thomas Fröbel bedauert nur, dass die TSG Harsewinkel keine Spieler abstellen wollte. »Ich hätte gern drei von ihnen nominiert. Das ist schade für die Jungs, denn sie haben ein schönes Erlebnis verpasst«, meint der Verler.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.