TSG unter Druck – HSG im Aufwind – TVV will Scharte auswetzen »Die falschen Gegner geschlagen«

Kreis Gütersloh (WB). Seit 15 Monaten ist Manuel Mühlbrandt in der Handball-Verbandsliga ohne Pflichtspiel. Im November 2015 zog sich der Spielertrainer der TSG Harsewinkel eine langwierige Verletzung des rechten Schulterapparats zu. Nun steht sein Comeback unmittelbar bevor – eventuell schon am Freitagabend beim TSV Hahlen (19.45 Uhr).

Von Dirk Heidemann
Vor einer hohen Auswärtshürde steht Fynn Neitzke heute Abend mit der TSG Harsewinkel. Beim TSV Hahlen hat bislang nur Spitzenreiter Jöllenbeck gewinnen können.
Vor einer hohen Auswärtshürde steht Fynn Neitzke heute Abend mit der TSG Harsewinkel. Beim TSV Hahlen hat bislang nur Spitzenreiter Jöllenbeck gewinnen können. Foto: Carsten Borgmeier

»Ich will der ganzen Sache nicht so viel Gehör verschaffen. Es geht nicht um meine Person, sondern darum, ein bisschen mehr Ruhe und Routine in unser Spiel zu bekommen«, würde sich »Mühle« ganz in den Dienst der Mannschaft stellen. Mühlbrandt ist durch eine Erkältung leicht angeschlagen, hat aber die letzten drei Einheiten mitgemacht.

Zumindest sporadisch könnte es ihn daher in Hahlen auf die Platte ziehen. »Uns erwartet dort eine Mammutaufgabe«, weiß der TSG-Coach, dass der in heimischer Halle in dieser Saison erst einmal bezwungene Tabellenvierte (28:36 gegen Tabellenführer Jöllenbeck) nur ganz schwer zu packen ist.

Durch das eigene spielfreie Wochenende und die gleichzeitigen Siege der Keller-Konkurrenz aus Gütersloh, Hüllhorst sowie Altenbeken stehen die Harsewinkeler im Kampf um den Klassenerhalt gleichwohl wieder stärker unter Druck. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt nur vier Zähler.

»Im Grunde haben wir die falschen Gegner geschlagen«, schmunzelt »Mühle« mit Blick auf die Überraschungssiege gegen Möllbergen und Jöllenbeck. Dem stehen empfindliche Niederlagen gegen Ladbergen und Altenbeken sowie der Punktverlust gegen Gütersloh gegenüber. In Hahlen muss die TSG auf die angeschlagenen Marlon Meyer (Wadenprobleme) und Marius Pelkmann (Rückenschmerzen) verzichten.

HSG Gütersloh

Mittendrin statt nur dabei – für Tabellenschlusslicht HSG Gütersloh ist nach drei Punkten zu Beginn des Jahres wieder alles drin. Mit einem Heimsieg am Sonntagabend über den CVJM Rödinghausen (17 Uhr) könnten die Schwarz-Gelben in den direkten Bereich eines Nichtabstiegsplatzes gelangen.

»Körperlich kommt da einiges auf uns«, erwartet HSG-Trainer Uwe Walter den Gegner mit viel Wucht. Vor allem, da sich Rödinghausen zuletzt im Heimspiel gegen Altenbeken blamierte. »Da haben sie wirklich nicht gut gespielt. Allerdings wundert es mich, dass Altenbeken mit seiner richtig starken Mannschaft so weit unten steht«, meint Walter, der als Augenzeuge die 25:31-Niederlage des CVJM verfolgte. Achtfacher Torschützen auf Seiten der HSG Altenbeken/Buke: Der Ex-Gütersloher Daniel Wiemann.

Den Rechtsaußen hätte Uwe Walter sicherlich gerne in seinen Reihen, zumal Fabian Diekmann (Meniskusanriss) nicht zur Verfügung steht. Anfang kommender Woche fällt die Entscheidung, ob der Routinier operiert werden muss, oder die Verletzung konservativ behandelt wird. Immerhin stehen am Sonntag die zuletzt aus beruflichen Gründen fehlenden Matthias Kracht und Mirko Torbrügge wieder zur Verfügung.

Dejan Skoric wird am Samstagabend aus seinem Heimaturlaub in Serbien zurückerwartet. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Alexander Hark, der mit einem Magen-Darm-Virus flach lag. Sollte die HSG wie in den beiden vorangegangenen Partien alles abrufen können, was sie drauf hat, dann kann auch Rödinghausen geschlagen werden. »Wir haben in jedem Spiel eine Chance. Wir müssen den Gegner nur wissen lassen, dass wir sie auch nutzen wollen«, fordert Uwe Walter wieder 100-prozentigen Einsatz.

TV Verl

Durch den unerwarteten Ausrutscher von Spitzenreiter Jöllenbeck in Hüllhorst sind die Verler zurück im Aufstiegsrennen. Bei drei Punkten Rückstand auf den Primus haben die nun anstehenden Partien Endspiel-Charakter.

»Wir müssen unsere Hausaufgaben machen«, duldet Trainer Sören Hohelüchter keine Ausrutscher mehr, um dann da zu sein, wenn das Top-Duo aus Bielefeld und Möllbergen weiter Federn lassen sollte. Einen Ausrutscher leistete sich der TVV im Hinspiel gegen den TSV Ladbergen (29:33), die Revanche soll am Sonntagabend ab 18 Uhr folgen.

»Natürlich wollen wir diese Scharte auswetzen. Ich möchte nicht zweimal gegen Ladbergen verlieren, das wäre schon sehr unangenehm«, sagt Hohelüchter vor dem Gang zum Drittletzten: »Die Zuschauer sind dicht dran, da gibt es schon mal den einen oder anderen Spruch. Davon dürfen wir uns nicht beeinflussen. Sportlich sollten wir in der Lage sein, dort zwei Punkte zu holen.«

Verzichten müssen die Verler im Tecklenburger Land auf die verletzten Tim Reithage, Sebastian Göller, Andre Hesse und Thomas Kröger. Marc Bode befindet nach auskuriertem Bänderriss wieder voll im Mannschaftstraining.

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