Die Regionalliga-Trainer von Verl und Wiedenbrück äußern sich zur Trennung »Golo« und »Ali«: Fällt der Abschied leicht?

Kreis Gütersloh (WB). Die beiden Fußball-Viertligisten aus dem Kreis Gütersloh werden vom Sommer 2017 an mit neuen Trainern arbeiten. Beim SC Wiedenbrück wird Alfons Beckstedde (53) dann nach drei Jahren von Björn Mehnert beerbt. Nach vier Jahren ist die Zeit von Andreas Golombek (48) beim SC Verl beendet, dessen Nachfolge wohl Guerino Capretti antritt. Im WESTFALEN-BLATT erzählen sie, wie sie die Trennung aufnehmen.

Von Christian Bröder
Die Trainer Andreas Golombek (SC Verl, links) und Alfons Beckstedde (SC Wiedenbrück) treffen am Freitag, 17. Februar, vorläufig zum letzten Mal im Derby aufeinander.
Die Trainer Andreas Golombek (SC Verl, links) und Alfons Beckstedde (SC Wiedenbrück) treffen am Freitag, 17. Februar, vorläufig zum letzten Mal im Derby aufeinander. Foto: Wolfgang Wotke

Fällt Ihnen der Abschied von Ihrem Klub leicht?

Andreas »Golo« Golombek: »Auf jeden Fall leicht als damals von Hildesheim, wo ich siebeneinhalb Jahre trainiert habe. Je länger man bei einem Verein ist, desto schwerer ist es. Ich kann nicht sagen, dass mir die Sache am Arsch vorbei geht. Verl ist mir ans Herz gewachsen. Man hat auch am Montag, als die Mannschaft informiert wurde, gemerkt, dass viele Jungs traurig sind.«   Alfons »Ali« Beckstedde: »Ich beschäftige momentan nicht mit dem Thema, weil ich sportlich jetzt einfach noch etwas erreichen will. Außerdem ist es ein normaler Vorgang im Fußball. Wenn du als Trainer tätig bist, wirst du heute kein 20-jähriges Firmenjubiläum mehr feiern. Ich konzentriere mich auf die Gegebenheiten.«

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Ein Verein hat die Möglichkeit, solch eine Entscheidung zu fällen. Er hat es getan und damit ist es auch gut.

Alfons Beckstedde

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Können Sie die Entscheidung nachvollziehen?

Golombek: »Absolut, denn wir haben sie zusammen getroffen und gehen nicht im Bösen auseinander. Der Verein hat etwas Neues vor. Ich selber will mich als angehender Fußballlehrer auch neu orientieren. So haben beide Seiten einen Entschluss gefällt.«  Beckstedde: »Ein Verein hat die Möglichkeit, solch eine Entscheidung zu fällen. Er hat es getan und damit ist es auch gut. Es ist jetzt keine schwierige Situation für mich, denn ich bin lange im Fußball unterwegs. Für einen Verein ist es besser, man fällt eine solche Entscheidung rechtzeitig.«

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Die größte Enttäuschung war für mich das verlorene Elfmeterschießen im Westfalenpokalendspiel gegen Lotte

Andreas Golombek

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Was war in der bisherigen Zeit Ihr einschneidendstes Erlebnis?

 Golombek: »Die größte Enttäuschung war für mich das verlorene Elfmeterschießen im Westfalenpokalendspiel gegen Lotte, da wir die DFB-Pokal-Hauptrunde verpasst haben. Positiv waren eigentlich die ganzen dreieinhalb Jahre in Verl. Ich habe auch schon ›Rino‹ geschrieben und ihm dazu gratuliert, dass er hier anfängt.«    Beckstedde: »Ich hatte viele tolle Erlebnisse, in erster Linie besondere Spiele. Wenn man zu Rot-Weiss Essen oder Alemannia Aachen fährt, dann ist das aufgrund der tollen Stadien und hohen Zuschauerzahlen immer eine sehr spektakuläre Geschichte.«

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch, 18. Januar, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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