Feuß darf mit Wessling rudern – Lehren des Sports: Thema beim KSB-Neujahrsempfang Olympiasieger lädt zum »flotten Dreier«

Gütersloh (WB). Ruder-Olympiasieger Ansgar Wessling (55) gibt preis, dass er zu Beginn seiner Karriere nicht schwimmen konnte und seine große Liebe dem Sport mit verdankt: »Meine Frau habe ich zum ersten Mal bei einem Interview im Gummischlauchboot auf dem Dortmund-Ems-Kanal getroffen – ganz klassisch.« Der 28. Neujahrsempfang des Kreissportbundes (KSB) Gütersloh hält am Sonntag unterhaltsame Einblicke bereit.

Von Christian Bröder
Die Protagonisten beim Neujahrsempfang: Der KSB-Vorsitzende Hans Feuß (hinten von links), Ruder-Olympiasieger Ansgar Wessling und die 2. KSB-Vorsitzende Monika Paskarbies sowie Olaf Badura (unten v.l.), Paralympics-Teilnehmerin Anne Patzwald und Michael Häußer.
Die Protagonisten beim Neujahrsempfang: Der KSB-Vorsitzende Hans Feuß (hinten von links), Ruder-Olympiasieger Ansgar Wessling und die 2. KSB-Vorsitzende Monika Paskarbies sowie Olaf Badura (unten v.l.), Paralympics-Teilnehmerin Anne Patzwald und Michael Häußer. Foto: Wolfgang Wotke

So verrät die Gütersloherin Anne Patzwald (27, Hamburger SV), Silbermedaillengewinnerin von Rio und Bundesligaspielerin im Rollstuhl-Basketball, ihren bleibendsten Eindruck der Paralympics 2016: »Der Einmarsch ins Stadion, als wir die Nationalhymne angestimmt haben – das war schon Gänsehaut pur.«

Jannis Drewell (25, PSV Steinhagen-Brockhagen-Hollen) aus Gütersloh, WM-Dritter und Weltranglisten-Erster im Voltigieren, ist zu entlocken, dass er 2017 seinen EM-Titel verteidigen will und in seiner Sportart vor allem »Vertrauen untereinander« zählt. Und der KSB-Vorsitzende Hans Feuß (64) gibt in der Rolle des Moderators preis, als Kind beim Fußball in der Nachbarschaft »der schläfrige, kleine Dicke – der, der immer ins Tor musste« gewesen zu sein.

Thema: Das habe ich beim Sport gelernt!

Sie alle eint beim Traditionstermin im Gütersloher Kreishaus mit rund 230 Gästen aber vor allem das Oberthema: Das habe ich beim Sport gelernt! Dazu erzählen sie persönliche Geschichten. Sei es die von der »kämpferischen Einstellung«, die in seinem Fall dazu führte, dass er sich zu einem exzellenten Handballer mauserte und die der für »Hansi« Feuß so wertvollen kommunikativen, dritten Halbzeit. Oder sei es von der Fähigkeit »nach vorne zu sehen«, wie im Fall von Anne Patzwald.

Viel zu erzählen hat vor allem Talkgast Ansgar Wessling, der 1988 in Seoul mit dem Deutschland-Achter die Goldmedaille im Rudern gewonnen hat. Dass alles war nur möglich, da er durch »selbst vermittelte Hundeschwimmtechnik« noch Freund des Wassersports und mit 13 Jahren schließlich Mitglied der Ruderer im TVK Essen geworden sei, wo ihn besonders die älteren Semester geformt hätten.

Wessling lädt zum Rudern ein

Der Essener, der sich von 2003 bis 2008 auch noch als Motorsportler probiert hat, berichtet schließlich von seinem schweren Rennunfall. Der Crash im Porsche auf dem Hockenheimring im Jahr 2008 habe ihm letztlich auch neue Perspektiven eröffnet. Ganz unvermittelt lädt der Goldmedaillengewinner am Ende den KSB-Vorsitzenden Hans Feuß zum Rudern ein. Wessling: »Meine Nummer haben sie ja. Rufen sie mich einfach an. Dann nehmen wir meinen Altherren-Kumpel dazu und machen einen flotten Dreier.« So schnell kann’s gehen: Plötzlich sitzt man mit einem Olympiasieger in einem Boot.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag, 16. Januar, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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