Null Punkte, 1:10 Tore – FSV Gütersloh ist Tabellenletzter der 2. Liga 1:5 – Werder nicht gewachsen

Rheda-Wiedenbrück (WB). Haben die Fußballerinnen des FSV Gütersloh einfach nur das Pech, zum Saisonstart gegen die Topteams der 2. Bundesliga zwei schlechte Tage erwischt zu haben? Oder steht das Team in Wahrheit vor einer kritischen Saison? Für realistische Antworten ist es zu früh. Fakt ist aber: Dem 0:5 gegen den aktuellen Spitzenreiter Wolfsburg (6 Punkte/10:1 Tore) folgt gestern ein deutliches1:5 (1:3) gegen den Zweiten Werder Bremen (6 Punkte/9:2 Tore) und eine bittere Erkenntnis.

Von Christian Bröder
Szene als Sinnbild: Geldona Morina (links) und der FSV Gütersloh werden gestern in der Tönnies-Arena von Werder Bremen unsanft auf den Boden der Realität gebracht. Die »Nordlichter« mit der früheren Gütersloherin Lisa-Marie Scholz gewinnen mit 5:1.
Szene als Sinnbild: Geldona Morina (links) und der FSV Gütersloh werden gestern in der Tönnies-Arena von Werder Bremen unsanft auf den Boden der Realität gebracht. Die »Nordlichter« mit der früheren Gütersloherin Lisa-Marie Scholz gewinnen mit 5:1. Foto: Carsten Borgmeier

»Wir leisten uns zu viele Fehler«, benennt Trainerin Britta Hainke ihre Konsequenz aus beiden Pleiten. Null Punkte, 1:10 Tore, Tabellen-Schlusslicht – der Fehlstart fürs Team aus der Tönnies-Arena ist perfekt. Gestern herrscht in der Endphase auf den Rängen unter gut 120 Zuschauern teilnahmslose Stille, Hainke tippelt mit verschränkten Armen vor der Trainerbank hin und her. Es hat etwas von Hilflosigkeit.

Ex-Gütersloherinnen essen Pommes, Pollmann fälscht ins eigene Tor ab

Gegen den Bundesliga-Absteiger von der Weser, bei dem sich die Ex-Gütersloherinnen Maren Wallenhorst (Knöchelblessur im Samstagstraining) und Stephanie Goddard (im Aufbau) auf der Tribüne eine Pommes teilen, hält der FSV eine gute halbe Stunde lang mit. Es folgen die ersten Fehler: Josephine Giard nimmt eine Kerze im eigenen Strafraum an, statt direkt zu klären verliert sie den Ball, der anschließend vom Fuße Cindy Königs abgefälscht durch Marie Pollmann den Weg ins Tor findet – 0:1 (32.). »Maggi« Richter kann zwar nach einem Pollmann-Pass zum 1:1 (39.) ausgleichen und hat dann sogar die Chance zur Führung (43.). Doch es kommt anders.

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In den letzten vier Minuten der ersten Hälfte verlieren wir das ganze Spiel

Britta Hainke

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Gütersloh leistet sich einen Doppel-Blackout und kassiert noch vor der Pause zwei Treffer (44./45.) durch Cindy König. Den ersten schiebt sich die bemitleidenswerte FSV-Torhüterin Alisa Ostwald selber mit rein, beim zweiten hat sie keine Chance, Stefanie Sanders bereitet jeweils vor. Gegenwehr? Gibt’s nicht! »In den letzten vier Minuten der ersten Hälfte verlieren wir das ganze Spiel«, ärgert sich Britta Hainke über zwei Tore zum psychologisch schlechten Zeitpunkt und darüber, »dass wir es so aus der Hand geben.«

Nach der Pause knallt’s im Gebälk: Erst schießt Marie Pollmann für Gütersloh an die Latte (50.). Dann verhindert der Querbalken bei den Bremerinnen König und Golebiewski zweimal in einer Situation das vierte Werder-Tor (54.). Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag, 5. September, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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