2. Liga: Titelfavorit gastiert in der Tönnies-Arena Wird Werder zur Gräte im Hals?

Gütersloh (WB). Wer nach dem 0:5 bei den »Wölfinnen« das große Geheule beim FSV Gütersloh vermutet, der liegt falsch. Trotz des misslungenen Saisonstarts in der 2. Frauenfußball-Bundesliga bleibt Michael Horstkötter ruhig. »Alles im grünen Bereich«, umschreibt der Geschäftsführer die Stimmungslage. Wie passend! Am Sonntag gastiert Werder Bremen in der Tönnies-Arena.

Von Christian Bröder
Kritische Blicke wollen sich die Gütersloherinnen ersparen: Marina Hermes (von links), Isabelle Wolf und Birgitta Schmücker treffen auf Titelfavorit Werder Bremen.
Kritische Blicke wollen sich die Gütersloherinnen ersparen: Marina Hermes (von links), Isabelle Wolf und Birgitta Schmücker treffen auf Titelfavorit Werder Bremen. Foto: Wolfgang Wotke

Diejenigen, bei denen bereits das Auftakt-Debakel bei den »Grünen« vom VfL Wolfsburg Schnappatmung verursacht haben sollte, seien gewarnt. Die »Grünen« von der Weser sind Titelfavorit Nummer eins und haben das Potenzial, zur Gräte zu werden, die den Gütersloherinnen die Luft raubt. 15:0 gegen Kiel im DFB-Pokal, 4:1 zum Ligastart gegen Arminia Bielefeld – die Ergebnisse des Bundesliga-Absteigers von Neu-Trainer Steffen Rau mit den drei früheren Gütersloherinnen Stephanie Goddard, Lisa-Marie Scholz und Maren Wallenhorst sprechen eine deutliche Sprache.

Die Gefahr der zweiten Pleite ist groß. Und dann? Am dritten Spieltag kommt mit Cloppenburg der nächste Brocken, der im Hals stecken bleiben könnte. Der Gedanke an einen Fehlstart schnürt Horstkötter, der mit bis zu 200 Zuschauern rechnet, jedoch nicht den Hals zu: »Darüber habe ich mir schon bei der Veröffentlichung des Spielplans Gedanken gemacht. Wenn wir Pech haben, stehen wir vor dem vierten Spieltag mit null Punkten da.«

Für Trainerin Britta Hainke macht es keinen Sinn, sich mit diesem Szenario zu beschäftigen: »Für mich ist jetzt entscheidend, eine andere Leistung hinzulegen. Und die Mädels brennen darauf, zu zeigen, dass sie es besser können.« Deshalb tendiert die 48-Jährige dazu, der gleichen Elf eine Chance zu geben, die in Niedersachsen die ersten 30 Minuten verschlafen hat. Das ist durchaus möglich: Marina Hermes wie auch Wiebke Tepe und Melissa Klüppel haben sich nach Erkältungen erholt, Magdalena Richter hat eine Verletzung am rechten Fußgelenk gut weggesteckt. Trainerin Hainke sieht zudem einen Vorteil beim FSV: »Die Bremerinnen wollen direkt zurück in die Bundesliga. Sie stehen unter Druck.«

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