TV Verl trifft am Freitag um 20 Uhr auf die HSG Gütersloh – Stockmann erholt sich – Reithage vor OP Derby am Krückstock

Kreis Gütersloh (WB). Letzter Spieltag, beide sind gerettet und es ist viel Prestige im Spiel: Echtes Derbyfieber will vor dem heutigen Kreisduell in der Handball-Verbandsliga (20 Uhr) jedoch nicht aufkommen. Gastgeber TV Verl ächzt personell, ebenso die HSG Gütersloh. Vergipst und zugenäht!

Von Christian Bröder
Szene aus dem Hinspiel am 18. Dezember 2015: Die Gütersloher um Mirko Torbrügge (Mitte) kassieren in der Innenstadtsporthalle ein empfindliches 24:25. Am Ende jubeln die Verler Yannick Sonntag (links) und Thilo Vogler, der diesmal verletzt fehlt.
Szene aus dem Hinspiel am 18. Dezember 2015: Die Gütersloher um Mirko Torbrügge (Mitte) kassieren in der Innenstadtsporthalle ein empfindliches 24:25. Am Ende jubeln die Verler Yannick Sonntag (links) und Thilo Vogler, der diesmal verletzt fehlt. Foto: Markus Nieländer

»Das Duell wird doch von Verletzungen auf beiden Seiten überschattet«, erklärt HSG-Coach Olav »Ö« Schomakers, der am Freitag vor seinem letzten Einsatz als Hauptverantwortlicher und am Sonntag vor seinem vierten Hermannslauf steht. Am Donnerstag hat der 44-Jährige noch das jüngste Gütersloher Verletzungsopfer besucht – Marian Stockmann, der noch am Samstag das Krankenhaus verlassen konnte. »Er hatte Glück im Unglück. Seine Nase ist mehrfach gebrochen, wird aber nicht operiert. Und die Lippe ist mit zwei Stichen direkt in der Wunde zugenäht worden. Loxten kann sich freuen: Zur Saisonvorbereitung ist er wohl wieder fit«, erklärt Schomakers. Auf der Kippe steht erneut der Einsatz von Christian Bauer (Handverletzung).

»Ö« wünscht sich eine freundschaftlichere Basis

Nachdem die Verler das Hinspiel im Dezember 2015 vor 250 Zuschauern nach einem hitzigen Ende mit 25:24 für sich entschieden haben, wünscht sich »Ö« einerseits vor dem Hintergrund der personellen Probleme, aber auch generell eine freundschaftlichere Basis. »Ein Hassspiel muss ja nicht sein. Beide Klubs sind nur acht Kilometer auseinander. Vielleicht kann man ja auch in Zukunft noch mehr zusammenarbeiten«, schlägt Schomakers vor. Er und der neue, derzeit in Dänemark weilende HSG-Coach Kim Sörensen arbeiten übrigens nach den bereits feststehenden Zugängen von Jonas Wibbelt (Harsewinkel), Colin Peperkorn (Steinhagen) und Torwart Julius Gruß (Spradow) noch an der Verpflichtung eines Rückraumspielers aus Altenhagen.

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»Natürlich ist es gegen Gütersloh immer etwas besonderes.«

TVV-Trainer Sören Hohelüchter

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Auf Verler Seite blickt Trainer Sören Hohelüchter dem Derby zum Saison-Kehraus neutral entgegen: »Natürlich ist es gegen Gütersloh immer etwas besonderes, aber unsere Saison ist auch aufgrund der Verletzungen durchwachsen gelaufen.« Sieben bis acht signifikante Fälle seien es in der gesamten Serie gewesen. Nach Platz zwei im Vorjahr herrscht nun leichte Ernüchterung: »Aber uns war ja allen klar, dass wir nicht noch mal eine Rückserie mit zehn Siegen in Folge spielen werden«, sagt Hohelüchter. Jetzt wünscht sich der TVV-Coach, der aktuell auf Thomas Fröbel, Thilo Vogler und Tim Reithage (er wird nächste Woche Dienstag am Meniskus operiert) verzichten muss, nur einen positiven Abschluss. Immerhin könnte der Rangachte (23:27 Punkte, +15) bei einem Sieg den Stadtnachbarn (25:25, -5) noch vom siebten Tabellenplatz schubsen.

Und nach dem Derby? Da steht für den TV Verl ein dreiteiliges Zusatzprogramm an: Am Samstag gibt der ausscheidende Santino Zanghi seinen Ausstand. Es folgt am 30. April ein feucht-fröhlicher Feiertag der 1. und 2. Mannschaft sowie die traditionelle »Mallorca-Fahrt« am 25. Mai.

Abschlüsse auf Mallorca und der Cannstatter Wasen

Die Gütersloher gehen derweil andere Wege: Sie besuchen vom 6. bis 8. Mai das meistbesuchte Frühlingsfest Europas – die Cannstatter Wasen. Bis dahin sollten das heutige Derby passé und der Krückstock aus der Hand gelegt sein.

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