Diese Tatsache ist für die Verler Fußballer aber nur ein schwacher Trost 45 Minuten besser als der designierte Meister

Verl (WB). Meinolf Kleinhans, Christian Meyer, Stefan Ritz & Co. fiebern auf der Tribüne mit. Doch selbst die meisterliche Unterstützung seiner Mannschaft von 1991, die sich am Samstag anlässlich der 25. Jährung ihrer Oberligameisterschaft fast vollzählig getroffen hat, hilft dem SC Verl nicht. Gegen die Sportfreunde Lotte muss der Fußball-Regionalligist ein 2:3 (1:2) einstecken, das wohl jegliche Restzweifel an deren Titelgewinn ausräumt.

Von Christian Bröder  
Foto: Wolfgang Wotke

»Ich glaube, dass wir heute gegen den neuen Meister gespielt haben. Es gibt wenige, die neun Spiele hintereinander gewinnen«, ordnet SCV-Trainer Andreas Golombek das Resultat anhand der fortgesetzen Siegesserie des Spitzenreiters passend ein. Gleichwohl sitzt der Stachel beim 47-Jährigen und den Seinen ob der zwölften Saisonniederlage tief. Denn eine Halbzeit lang wird an der Poststraße vor 541 Zuschauern nicht nur die Hoffnung auf echte »Big Points« im Abstiegskampf genährt.

Nein, vielmehr zeigt der Gastgeber eine Topleistung. Und er beweist Stehauf-Mentalität, denn schon nach 43 Sekunden (!) köpft Moritz Heyer für Lotte zum 0:1 (1.) ein. Blitzschnell, eiskalt – und völlig titelreif über drei Stationen. Verl hilft mit: Torhüter Jonathan Mellwig, Vertreter des verletzten Sebastian Lange, verharrt auf der Linie, und Daniel Mikic sowie Julian Schmidt lassen die Lücke offen.

Doch Schwarz-Weiß antwortet auch umgehend: Der bärenstarke Nico Hecker vollendet den Doppelpass mit Hamadi Al Ghaddioui zum 1:1 (8.). Zudem bedient er Matthias Haeder, dessen 16-Meter-Schuss unhaltbar für Gäste-Keeper Benedikt Fernandez abgefälscht wird – 2:1 (14.) und beste Stimmung auf den Rängen. Beim glänzend parierten 32-Meter-Schuss von Yannick Geisler (40.) sowie dem feinen Solo von Al Ghaddioui (44.) liegt sogar das dritte Verler Tor in der Luft.

Verl spielt so gut, dass Gästetrainer Ismail Atalan dem Sarkasmus verfällt und am liebsten zu drastischen Mitteln greifen möchte: »In der Pause wollte ich den Schiri fragen, ob wir elf Mann wechseln können.«

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag, 18. April, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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