Auftakt der Supermoto-Serie in Harsewinkel – Lukas Höllbacher Favorit der S1-Klasse Laut, wild und dreckig

Harsewinkel (WB). Am kommenden Wochenende wird´s im Emstalstadion wieder laut, dreckig und adrenalingeladen: Das erste Saisonlauf der deutschen Supermoto-Meisterschaft soll hunderte Rennsport-Fans nach Harsewinkel locken. Mit dabei: Ein klarer Favorit und ein alter Hase.

Von Jan Gruhn
Der Österreicher Lukas Höllbacher (links) konnte bereits zweimal (2013 und 2015) den Gesamtcup in der höchsten Starterklasse S1 holen.
Der Österreicher Lukas Höllbacher (links) konnte bereits zweimal (2013 und 2015) den Gesamtcup in der höchsten Starterklasse S1 holen. Foto: Markus Nieländer

Der Saisonauftakt in der Mähdrescherstadt ist nicht nur für die Zuschauer, 5000 waren es im vergangenen Jahr, sondern auch für die Fahrer ein besonderes Highlight. »Unsere Strecke ist einmalig«, versichert Cheforganisator Toni Hanhart vom MSC Harsewinkel. Denn Asphalt wechselt sich hier nicht mit dem üblichen Off-Road-Belag, sondern mit rutschigem Sand ab. »Das ist meine Lieblingsstrecke – mit dem Harzring in Ostdeutschland. Aber auch die von ganz vielen anderen Fahrer«, sagt Supermoto-Veteran Axel Bergfeld über das Harsewinkeler Rund.

Der 51-jährige Bielefelder schätzt nicht nur die Nähe des Events, sondern auch die Atmosphäre im Stadion sowie in den verhältnismäßig engen Fahrerlagern. »Wir schöpfen unsere Kapazitäten bis auf den letzten Quadratmeter aus«, erklärt Orga-Chef Hanhart. Über 150 Piloten aus zehn Nationen gehen in vier Leistungsklassen und dem Ü40-Wettbewerb an den Start, einige musste der MSC sogar auf die Warteliste setzten. Die Einteilung der Fahrer in die entsprechenden Leistungsklassen ergibt sich aus der Wertungsliste der abgelaufenen Saison.

In der höchsten Starterklasse (S1) geht es um den Internationalen Deutschen Meistertitel, das traditionsreiche Rennen in Harsewinkel ist der Auftakt der Serie. Der Favorit: Lukas Höllbacher auf seiner Husqvarna-Maschine. Der Österreicher konnte bereits zweimal (2013 und 2015) den Gesamtcup holen und steht deshalb ganz oben auf dem Zettel der Experten – auch wenn er sich letztes Jahr im Emstalstadion mit Rang zwei begnügen musste, weil sein Teamkollege Markus Classen schneller war. Der hat die Rennstiefel zwischenzeitlich allerdings aus beruflichen Gründen an den Nagel gehängt. Höllbachers ärgster Konkurrent dürfte der Sassenberger Andre Plogmann (Suzuki) sein, außerdem werden Markus Volz und Dirk Spaniol ein ernstes Wörtchen im Kampf ums Treppchen mitreden.

In der zweithöchsten Klasse (N2) geht im Rennen um die nationalen Deutschen Meisterschaften wieder ein Lokalmatador ins Rennen: Der Gütersloher Morten Hagemann (TM) muss sich gegen starke österreichische Fahrerlager durchsetzen. Mit Pokalsieger Maxi Kofler (Husqvarna), Markus Larcher (KTM) und Bernhad Hitzenberger (Yamaha) schickt die Alpenrepublik drei Starter ins Rennen.

Im Supermoto-Pokal (P3) gehen mit Christopher Schenk und Benjamin Horst zwei Rheda-Wiedenbrücker an den Start. In der Amateurklasse (T4) starten die »Lokals« Jan Eric, Nils Oelker, Dirk Stammkötter (alle Rheda-Wiedenbrück) sowie Simon Belke, Christian Brockmann (beide Harsewinkel). Hier geht Routinier Bergfeld an den Start, auch wenn er in der weniger ambitionierten Ü40-Klasse fahren könnte. »Aber es ist schön, den Jungspunden zu zeigen, wie es geht.«

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