Vor 1039 Zuschauern ist der BVB-Nachwuchs gestern Abend zur stark für die Golombek-Elf Dortmunder Doppelschlag sitzt

Verl (WB). Beim dritten Heimspiel in zehn Tagen gibt es am Mittwochabend drei Hauptgründe, weshalb Fußball-Regionalligist SC Verl als Verlierer das Feld verlässt. Zum einen fehlen nach dem starken Remis gegen Gladbach die Kräfte. Zum anderen gelingt der U 23 von Borussia Dortmund im passenden Moment der Doppelschlag (52./54.). Und drittens ist der BVB beim 0:3 (0:0) schlichtweg zu stark.

Von Christian Bröder und Wolfgang Wotke (Fotos)
Vor der stattlichen Kulisse von 1039 Zuschauern haben die Verler Mittelfeldmänner Daniel Mikic (2. von links) und Jannik Schröder (Mitte) gestern Abend gegen die U 23 des BVB das Nachsehen. Mit 0:3 muss sich der Tabellenzehnte im Nachholspiel am Ende geschlagen geben.
Vor der stattlichen Kulisse von 1039 Zuschauern haben die Verler Mittelfeldmänner Daniel Mikic (2. von links) und Jannik Schröder (Mitte) gestern Abend gegen die U 23 des BVB das Nachsehen. Mit 0:3 muss sich der Tabellenzehnte im Nachholspiel am Ende geschlagen geben. Foto: Wolfgang Wotke

»Das muss man einfach neidlos anerkennen. In der ersten Hälfte haben wir es noch gut gemacht. Danach waren die Abstände zu groß. Und die Dortmunder haben halt einfach Qualität«, bringt es SCV-Kapitän Julian Schmidt am Ende der Nachholpartie vom 21. Spieltag auf den Punkt.

Arminias Trainer Norbert Meier an der Poststraße. Foto: Wolfgang Wotke

Sicherlich hätte die Partie an der Poststraße, die auch Arminia-Coach Norbert Meier und DSC-Sportchef Samir Arabi als Tribünengäste verfolgen, anders laufen können: Wer weiß, wie die von rund 400 Anhängern unterstützen Gäste um Trainer Daniel Farke reagiert hätten, wäre der 16-Meter-Schuss von Matthias Haeder ins Netz statt an den rechten Pfosten geflogen (3.). Was, wenn Robert Mainka bei seiner einzigen Chance (16.) einen Sekundenbruchteil weniger gezögert hätte oder am Ende von Hervenogi Unzolas feiner Einzelaktion (34,) eben kein Dortmunder Bein den Schuss zur Ecke geklärt hätte?

»Die Wege waren einfach unfassbar weit«

Diese Fragen erübrigen sich spätestens mit Wiederanpfiff, denn nun dominieren ausnahmslos die Dortmunder. Sie operieren, wie schon beim 5:1 in Rödinghausen, aus einer 3-5-2-Grundordnung heraus und mit extrem temporeichem Spiel. Die BVB-Defensive mit Patrick Mainka, Sohn des Gütersloher Kreisfußball-Vorsitzenden Reinhard Mainka, steht zudem den beiden Verler Offensiven Robert Mainka und Matthias Haeder ständig auf den Füßen. »Die Wege waren einfach unfassbar weit und gegen Gladbach haben wir mutiger nach vorne gespielt«, so Robert Mainka. Zum Knackpunkt wird dann der Dortmunder Doppelschlag.

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Aber ich glaube, dass Ergebnis verfälscht ein bisschen, was wir geleistet haben.

Andreas Golombek

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Erst gelingt BVB-Nachwuchsprofi Ducksch frei das 0:1 (52.), Sekunden darauf bereitet er nach Schröders Aussetzer das 0:2 (54.) vor. »Nach dem 0:1 ist noch alles drin, doch mit dem Anstoß unterläuft uns der nächste Bock. Danach ist es schwer, noch etwas zu machen. Aber ich glaube, dass Ergebnis verfälscht ein bisschen, was wir geleistet haben«, nimmt SCV-Coach seine Elf, die Julian Stöckner mit einer Oberschenkel-Verletzung verlassen muss (59.), in Schutz. Auch das 0:3 (85.) des Finnen Tammo Harder legt Ducksch auf. Für den BVB bedeutet der Dreier mit 44 Punkten den fast sicheren Klassenerhalt. Der SC Verl bleibt vor der Auswärtspartie bei Viktoria Köln am Samstag (14 Uhr) mit 39 Punkten Tabellenzehnter.

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