SC Wiedenbrück: Bednarski ist vorm heutigen Spiel gegen Rödinghausen operiert worden Ohne 14-Tore-Mann ins Derby

Rheda-Wiedenbrück (WB). Autsch! Dieser Ausfall tut so richtig weh: Nachdem sich Angreifer Kamil Bednarski infolge einer schmerzhaften Nagelbett-Entzündung einem operativen Eingriff unterzogen hat, fehlt der bislang 14 Mal erfolgreiche Toptorjäger dem SC Wiedenbrück Freitagabend (19 Uhr) im wichtigen ostwestfälischen Regionalliga-Derby gegen den SV Rödinghausen.

Von Christian Bröder
Nach dessen Doppelpack beim 1. FC Köln am vergangenen Samstag muss SCW-Trainer Alfons Beckstedde (rechts) heute gegen Rödinghausen auf Kamil Bednarski (Mitte) verzichten. Bitter! Denn: Der 30-Jährige hat fünf der letzten sechs SCW-Tore erzielt.
Nach dessen Doppelpack beim 1. FC Köln am vergangenen Samstag muss SCW-Trainer Alfons Beckstedde (rechts) heute gegen Rödinghausen auf Kamil Bednarski (Mitte) verzichten. Bitter! Denn: Der 30-Jährige hat fünf der letzten sechs SCW-Tore erzielt. Foto: Daniel Bremehr

»Ja, auch er wird uns wohl fehlen«, merkt Trainer Alfons Beckstedde am Donnerstag beim Aufzählen seiner Ausfälle an. Besonders bitter, denn Bednarski läuft im Saisonschlussspurt immer mehr zur Hochform auf. Der 30-Jährige hat fünf der letzten sechs Wiedenbrücker Tore erzielt, gegen Oberhausen (2:0) und zuletzt in Köln (2:1) jeweils einen Doppelpack geschnürt. Damit trägt er großen Anteil an der beeindruckenden Serie von fünf ungeschlagenen Partien inklusive dreier Siege und elf Punkte. Seit dem 0:4 in Aaachen am 2. März ist der SCW unbesiegt.

»Jetzt müssen wir eben eine andere Lösung finden«

Und nun? Ohne Bednarski? »Jetzt müssen wir eben eine andere Lösung finden«, sagt Beckstedde. Er muss zudem wohl auf die Dienste von Massih Wassey verzichten, der nach seiner schweren Grippe erst seit drei Tagen wieder im Lauftraining ist. Ebenso fehlen Carsten Strickmann (Kapselverletzung), Mariusz Rogowski (anhaltende muskuläre Probleme), Julian Stiens (Bänderdehnung im Knöchel), Marcel Deelen (Gelb-Rot-Sperre) und womöglich noch die mit einem Fragezeichen zu versehenden Stipe Batarilo (Syndesmoseband-Verletzung) und Robin Twyrdy (Wadenschmerzen).

Infolge der personellen Lage erübrigt sich die Frage danach, ob es angesichts der positiven Serie schwierig sei, die Bodenhaftung zu bewahren. »Vor ein paar Wochen sah es noch schlechter aus, aber die Situation steigt keinem zu Kopf. Wir sind alle froh, gut gepunktet zu haben. Man muss das allerdings realistisch einschätzen. Durchatmen kannst du erst, wenn rechnerisch alles erreicht ist. Wir wollen so schnell wie möglich die 40 Punkte schaffen«, gibt Beckstedde eine klare Zielsetzung (»Wir haben ein Heimspiel und wollen gewinnen«) für den heutigen Abend aus.

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Die werden hier alles reinknallen.

Alfons Beckstedde

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Der 54-Jährige weiß jedoch, dass dies beileibe kein leichtes Unterfangen wird: »Rödinghausen hat viele Unentschieden geholt in den letzten Wochen und Monaten. Die werden hier alles reinknallen.« Vor dem Hinspiel, dass die Wiedenbrücker 3:0 gewonnen haben, hielt das Aufeinandertreffen mit sintflutartigen Regenfällen und Wurmbefall im Stadion brisante Nebenschauplätze bereit. Zu sehr über die emotionale Schiene will Landwirt Beckstedde das OWL-Derby aber nicht betrachtet wissen: »Das mit dem Wurm habe ich längst vergessen. Unser Platz ist in guter Verfassung.«

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