Die TSG Harsewinkel betreibt beim 36:31-Sieg gegen Rödinghausen Wiedergutmachung »Mühle« muss die Halle putzen

Harsewinkel (WB). Die TSG Harsewinkel putzt den CVJM Rödinghausen mit 36:31 (19:17) und Manuel Mühlbrandt wischt die Halle. Im Falle eines Sieges hatte der Trainer versprochen, zwei Monate lang den Reinigungsdienst zu übernehmen. Das setzte beim Handball-Verbandsligisten Kräfte frei.

Von Hendrik Christ
Manuel Mühlbrandt ballt die Siegerfaust. Beim 36:31-Sieg der TSG Harsewinkel macht der Handball-Verbandsligist die Schlappe gegen Steinhagen wieder gut. Jetzt muss »Mühle« sein Versprechen einhalten und zwei Monate lang die Halle wischen.
Manuel Mühlbrandt ballt die Siegerfaust. Beim 36:31-Sieg der TSG Harsewinkel macht der Handball-Verbandsligist die Schlappe gegen Steinhagen wieder gut. Jetzt muss »Mühle« sein Versprechen einhalten und zwei Monate lang die Halle wischen. Foto: Markus Nieländer

Als besondere Aktion vor Weihnachten verteilten die TSG-Akteure vor dem Anpfiff Süßigkeiten an das Publikum. Doch die Versöhnung nach dem 23:36-Debakel in Steinhagen gelang auch sportlich. Lediglich acht gesunde Feldspieler sowie Keeper Johnny Dähne standen zur Verfügung. Außerdem war die Hallenuhr kaputt. Aber das sollte der einzige Totalausfall bleiben. »Die Vorzeichen standen schlecht. Wir wollten das Beste draus machen«, sagte Mühlbrandt. Gegen Favorit Rödinghausen betrieben die Harsewinkeler erfolgreich ihre Wiedergutmachung. Beide Teams setzten auf ein hohes Tempo. Die TSG führte zu Beginn mit 3:1 und 4:2, belohnte sich aber zu wenig für den hohen Aufwand. Über 10:10 und 16:16 blieb das Geschehen ausgeglichenen. Mit einer 19:17-Führung ging es in die Kabine.

Taktisch ging das Konzept der Hausherren auf: CVJM-Torjäger Alexander Deuker (2/1) wurde geschickt verteidigt, kam deshalb kaum zur Entfaltung. Lukas Reese (12) avancierte zum Alleinunterhalter der Gäste. Rödinghausens Gegenstöße konnte Harsewinkel durch diszipliniertes Zurücklaufen immer wieder unterbinden. Dabei scheuten die Gastgeber kein Risiko. Johnny Dähne verließ dreimal seinen Torraum, um lange Pässe abzufangen. Es entwickelte sich eine Partie auf hohem Niveau und mit offenen Visier. Mitte der zweiten Halbzeit konnte sich die TSG von 25:23 auf 29:23 vorentscheidend absetzen. In Sachen Einsatzbereitschaft, Motivation und Spielfreude vollzogen die Akteure in Orange eine 180-Grad-Wende im Vergleich zur Vorwoche. Renée Hilla (8) agierte als torgefährlicher Antreiber, setzte zudem seine Nebenleute in Szene. Am Kreis rackerte Max-Julian Stöckmann (7) wieder unermüdlich, gab keinen Ball verloren. Bei Luca Sewing stimmte das Timing im Abschluss und Sven Bröskamp legte die Dynamik an den Tag, die »Mühle« sich von ihm wünscht. Aber eigentlich wollte der Coach niemanden hervorheben: »Das war ein Auftritt als Mannschaft. Die Stimmung und die Galligkeit passten von Anfang an.« Rödinghausen probierte in der Schlussphase zwar noch allerlei Hebel aus, konnte aber nicht mehr gefährlich werden.

Jetzt muss Manuel Mühlbrandt sein Versprechen einlösen und in den nächsten zwei Monaten die Halle vom Harz reinigen. Diesen Preis zahlt der Trainer gerne: »Das ist kein Problem. Die Punkte sind nämlich enorm wichtig für uns. Außerdem sind ja jetzt erstmal Weihnachtsferien.« 

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