Vom Mäuse-Alarm in Wiedenbrück über einen Verler Storch bis zur FCG-Raupe Tierisch komische Fußballwelt

Kreis Gütersloh (WB). 50 Kilogramm Möhren haben erboste Fans den Fußballern des AS Rom am Dienstag beim Training serviert, weil sie zweimal verloren haben. Dazu ein Transparent: »Guten Appetit, ihr Angsthasen«! Echt Tierisches und tierisch Kurioses in Sachen rundes Leder hat auch die Region zu bieten. Von der Trikot nagenden Maus über den Storch auf dem Flutlichtmast bis zur menschlichen Raupe. Erinnern Sie sich noch?

Von Christian Bröder
Stadionsprecher Hans-Dieter Paschköwitz bekommt zur Jahreswende 2013/2014 im Jahnstadion des SC Wiedenbrück Besuch von Mäusen. Sie knabbern seinen Sessel an, futtern Überraschungseier und zerfetzen das Trikot eines Stars vom 1. FC Köln.
Stadionsprecher Hans-Dieter Paschköwitz bekommt zur Jahreswende 2013/2014 im Jahnstadion des SC Wiedenbrück Besuch von Mäusen. Sie knabbern seinen Sessel an, futtern Überraschungseier und zerfetzen das Trikot eines Stars vom 1. FC Köln. Foto: Felix Bröker

Ein Streifzug über die heimischen Rasenplätze! Unvergessen bleibt der Nager-Alarm im Jahnstadion. In der Winterpause der Saison 2013/2014 haben Mäuse beim Regionalligisten SC Wiedenbrück für ein kleines Chaos gesorgt. Tatort Sprecherkabine: Dort vernichten die grauen Gäste eine Kiste mit Überraschungseiern, Papier, Lollis, Kaugummis und sogar eine Duftkerze. Auch der blau-gepolsterte Sessel von Stadionsprecher Hans-Dieter Paschköwitz (54) trägt Schaden davon.

Am meisten schmerzt aber der Verlust eines Erinnerungsstücks an das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln aus dem Jahr 2011. Das Trikot von Mato Jajalo zerfetzen die Nager. »Wir mussten es wegwerfen«, erinnert sich »Paschi«, der beim SCW auch mal ein Hasenrennen beim Flutlichtspiel erlebt hat.

Der Storch auf dem Flutlichtmast

Dass auch andere deutsche Viertligisten nicht vor Ärger mit »Viehzeug« gefeit sind, zeigt der SV Rödinghausen. Der musste sein Heimspiel gegen Wiedenbrück kürzlich aufgrund einer dubiosen »Wurmplage« im Stadion absagen. Es gibt durchaus angenehmere Beispiele für tierische Gäste.

Etwa den SC Verl, der in der Serie 2011/2012 regelmäßig Besuch vom Storch bekommen hat. Höhepunkt: Beim Heimspiel gegen Mönchengladbach am 26. August 2011 schaut Meister Adebar gut 20 Minuten aus luftiger Höhe zu – vom Flutlichtmast aus. Glück bringt er indes nicht, Verl verliert 1:2.

Und dann leisten sich die Verler knapp zwei Jahre später noch einen tierischen Fauxpas: Beim Heimspiel gegen Schalkes U 23 am 19. April 2013 präsentiert einen grünen Drachen mit weißem Trikot, der Nummer 99 und dem Namen Jochen als neues Maskottchen. Für einen Abend wohlgemerkt, denn danach verschwindet Jochen wieder in der Versenkung.

»Kampfschwein« Willi Landgraf führt die legendäre Heidewald-Raupe des FC Gütersloh an. Foto: Ralf Weber

Raupe mit »Kampfschwein«

Einige seiner Gegner böse verhauen hat der FC Gütersloh zu seinen Zweitligazeiten, als er die Erfolge regelmäßig in kriechender Manier mit der populären Heidewald-Raupe bejubelt hat. Oftmals angeführt von Publikumsliebling Landgraf, dem seine Art des unaufhörlichen Ackerns den Spitznamen »Willi, das Kampfschwein« einbrachte.

Noch mehr tierische Geschichten vom grünen Rasen lesen Sie am Donnerstag im Gütersloher Lokalsportteil des WESTFALEN-BLATTES.

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