Niermann denkt über Abmeldung der ersten Mannschaft nach Oberliga-Rückrunde ohne den FC Gütersloh?

Gütersloh (WB). Jetzt  steht der Zeiger ganz kurz vor Zwölf. Beim FC Gütersloh ist die Abmeldung der Oberliga-Mannschaft zur Winterpause kein Tabuthema mehr. Eine kurzfristig einberufene Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat am gestrigen Abend sollte bereits Klarheit bringen. 

Von Dirk Heidemann
Andre Niermann (rechts) kann an seinen zehn Fingern ablesen, dass es für die erste Mannschaft in der Fußball-Oberliga keine Zukunft mehr geben wird, sollten sich nicht neue Geldgeber finden.
Andre Niermann (rechts) kann an seinen zehn Fingern ablesen, dass es für die erste Mannschaft in der Fußball-Oberliga keine Zukunft mehr geben wird, sollten sich nicht neue Geldgeber finden. Foto: Carsten Borgmeier

»Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir eine Entscheidung fällen müssen. Die erste Mannschaft können wir uns in dieser Form nicht mehr erlauben«, sagt FCG-Präsident Andre Niermann gestern kurz vor Beginn der Zusammenkunft im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Zwar müsse aktuell niemand befürchten, dass der FC Gütersloh vor einer Insolvenz stehe. »Aber wenn wir so weitermachen, dann schon«, so Niermann, der nicht den Fehler wie sein Vorgänger Dr. Bernd Ruhnke machen will, »um am Ende mit 180 000 Euro Verbindlichkeiten dazustehen«.

Bis in den Januar oder Februar könne sich der Verein noch irgendwie retten, im Grunde sei man finanziell jedoch am Ende. »Das Geld ist einfach alle. Wenn jetzt keine zusätzlichen Mittel bereitgestellt werden, sehe ich mich gezwungen, die erste Mannschaft zur Winterpause vom Spielbetrieb abmelden. Notfalls entscheide ich das alleine«, spricht Andre Niermann von einer gewissen Ohnmacht: »Ich habe keinen Bock mehr auf schlaflose Nächte.« Der Vereinsvorsitzende betont allerdings, dass nur die erste Mannschaft auf dem Prüfstand stehe: »Die Jugend und die zweite Mannschaft werden nicht angetastet.«

Wie schon seine Vorgänger im Amt beklagt der Präsident mangelnde Unterstützung seitens der heimischen Wirtschaft. Erst vor gut einem Monat hatte der Unternehmer im Rahmen einer Pressekonferenz noch einmal deutlich gemacht, dass es unter den derzeitigen Voraussetzungen nicht weitergehen kann. 

Den ganzen Artikel lesen Sie am Mittwoch im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh. 

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