SC Verl weist positive Bilanz aus und Präsident Raimund Bertels lehnt sich »wieder aus dem Fenster« An das Törchen zur 3. Liga anklopfen

Verl (WB). In einer sportlich schwierigen Zeit für seine 1. Mannschaft, die in der Fußball-Regionalliga im Abstiegskampf steckt, und unter dem Eindruck des Kräfte und Nerven raubenden Ausbau des Stadions an der Poststraße, hat Präsident Raimund Bertels beim SC Verl am Sonntag Mitgliedern, Förderern und Anhängern während der Jahreshauptversammlung eine klare Botschaft übermittelt: Visionen lassen sich verwirklichen – mögen sie auch noch so tollkühn erscheinen.

Von Christian Bröder
Präsident Raimund Bertels schwört Mitglieder und Sponsoren des SC Verl im Landhotel Altdeutsche auf die Zukunft ein. Seinem offensiv geführten Vortrag lauschen Hans-Josef Katzwinkel (von links) und Manfred Niehaus.
Präsident Raimund Bertels schwört Mitglieder und Sponsoren des SC Verl im Landhotel Altdeutsche auf die Zukunft ein. Seinem offensiv geführten Vortrag lauschen Hans-Josef Katzwinkel (von links) und Manfred Niehaus. Foto: Wolfgang Wotke

Der 48-Jährige habe sich seinen eigenen Werdegang vom Spieler über Reserve- und Co-Trainer sowie Chefcoach bis zum Präsidenten des SC Verl selber nie träumen lassen. »Als man mich gefragt hat, ob ich hier 1. Vorsitzender werden will, waren meine ersten Worte: ›Wollt ihr mich verarschen?‹«

Eine ähnlich ungläubige Reaktion hätte er geerntet, als er in einer Mitgliederversammlung vor drei Jahren erstmals das Projekt Flutlicht angeregt hatte. »Dass daraus nun fast ein ganz neues Stadion entstanden ist, ist unglaublich – genau wie die Arbeit, die dahinter steckt. Ich allein hätte wohl nach sieben Wochen die Brocken hingeschmissen. Aber hier hat der komplette Verein gezeigt, dass er dahinter steht«, sagt Bertels. Er erwähnt stellvertretend eine Fan-Spende in Höhe von 5555 Euro und das stetige Wirken des für den Stadionumbau maßgeblich Verantwortlichen Michael Beckhoff.

Ungeachtet der gegenwärtig kritischen Situation des Regionalligateams schwört Bertels die Versammlung auf die Zukunft ein. »Der erste Schritt ist noch nicht vollendet, aber jetzt lehne ich mich wieder aus dem Fenster. Flutlicht und Stadion allein reichen nicht für das, was wir alle vorhaben. Wir wollen nämlich mal in der Regionalliga oben mitspielen oder vielleicht an das Törchen zur 3. Liga anklopfen«, verkündet Bertels mutig. Dafür müsse die Qualität des Kaders verbessert werden, was einen entsprechenden finanziellen Aufwand erfordert.

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