SC Wiedenbrück schiebt sich auf Rang zehn vor – Harmloser FC Kray mit drei Gegentreffern noch gut bedient Bednarski beendet seine Torflaute

Rheda-Wiedenbrück (WB). Der Knoten bei Kamil Bednarski ist geplatzt. »Ich würde eher sagen, er war nie zu«, schmunzelte der Doppel-Torschütze des SC Wiedenbrück nach dem hochverdienten 3:0 (0:0) des heimischen Fußball-Regionalligisten über den harm- und völlig chancenlosen FC Kray.

Von Dirk Heidemann
Kamil Bednarski beendet gestern Abend mit einem Doppelpack seine Torflaute. Sechs Spiele lang hatte der Angreifer des SC Wiedenbrück nicht getroffen, gegen den FC Kray hätte der Deutsch-Pole sein Konto noch weiter aufstocken können. Robert Lewandowski lässt grüßen.
Kamil Bednarski beendet gestern Abend mit einem Doppelpack seine Torflaute. Sechs Spiele lang hatte der Angreifer des SC Wiedenbrück nicht getroffen, gegen den FC Kray hätte der Deutsch-Pole sein Konto noch weiter aufstocken können. Robert Lewandowski lässt grüßen. Foto: Wolfgang Wotke

Zwei Tore in Essen, eins gegen Düsseldorf. Anschließend war der Angreifer sechs Spiele lang ohne Treffer geblieben. Diese Durststrecke endete Mittwoch-Abend. »Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich nie wieder treffen werde. Dienstag auf Sky habe ich auch mal 20 Minuten lang nichts von Lewandowski gehört«, wollte Kamil Bednarski von einer Krise gar nichts wissen.

Auch nicht, nachdem der SCW in der ersten Halbzeit vor der Saison-Minuskulisse von nur 445 Zuschauern vier glasklare Chancen ausgelassen hatte, an denen Bednarski nicht unwesentlich beteiligt war. Von Massih Wassey in Szene gesetzt, verweigerte der Mann mit der Rückennummer acht zunächst den Abschluss, schüttelte erst noch zwei Krayer ab und versuchte es dann aus fünf Metern Torentfernung mit einem Schlenzer (!) – die denkbar schlechteste Variante in Minute 18.

Wilschreys erster Auftritt

Dann ging es anders herum. Bednarski auf Wassey, der im Strafraum abzog, aber nur das Außennetz traf (20.). Es folgte der Auftritt von Max Wilschrey, der im 4-1-4-1 als einzige Spitze erstmals in der Anfangself stand und in eine zu kurze Rückgabe von Philipp Meißner sprintete – doch sein Schuss sauste am linken Pfosten vorbei (22.).

Und noch einmal hatte Wilschrey den Führungstreffer auf dem Fuß. Nach Zuckerpass von Sebastian Spinrath zögerte der SCW-Stürmer aber zu lange, Jörn Zimmermann konnte den Schuss (32.) noch zur Ecke abblocken.

»Die Zuschauer fragen mich bereits, ob wir eine Nicht-Tor-Prämie zahlen. Es ist eklatant, dass wir nicht treffen«, sagte Alexander Brentrup zur Pause. »Es ist Schwung und Feuer drin. Zudem schießen die Jungs endlich auch mal wieder auf das Tor«, war sein Vorstandskollege Burckhard Kramer nicht ganz so pessimistisch.

Bednarski belohnt SCW

Im zweiten Durchgang belohnte sich der SC Wiedenbrück dann endlich selbst. Bednarski verwandelte einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter zum 1:0 (64.) und ließ in der 78. Minute das 2:0 folgen. Dazwischen lag die einzige nennenswerte Offensivszene der Gäste, die in der Verfassung vom gestrigen Abend nicht regionalligatauglich sind.

Vincent Wagner köpfte eine Freistoß-Flanke von Ömer Akman (65.) jedoch über das Tor. Den Schlusspunkt setzte Stipe Batarilo mit dem 3:0 (87.), Batarilo selbst (85.) und Wassey (89.) hätten das Ergebnis noch weiter in die Höhe schrauben können.

Vier-Punkte-Polster

»Wir haben von der ersten Minute an Druck aufgebaut, Kray hat nicht einen Schuss auf unser Tor abgefeuert. Ich war auch nach den vergebenen Chancen in der ersten Halbzeit zuversichtlich und habe nicht an meiner Mannschaft gezweifelt, sondern bin positiv geblieben«, sagte SCW-Trainer Alfons Beckstedde.

Durch den zweiten Heimsieg haben sich die Wiedenbrücker mit nunmehr 13 Punkten ein Polster von vier Zählern auf den ersten Abstiegsplatz verschafft und belegen Tabellenplatz zehn. Am Samstag geht es zum Vorletzten Borussia Dortmund II.

SC  Wiedenbrück: Hölscher - Volkmer (89. Stiens), Twyrdy, Spinrath, Rogowski - Zech - Bockhorn (81. Loose), Wassey, Batarilo, Bednarski - Wilschrey (74. Chato).
FC Kray: Kunz - Zimmermann, Mengert, Wagner, Meißner - Aubameyang, Akman - Grumann (46. Kadir), Waldoch (74. Elouriachi), Bluni (67. Dressler) - Kehrmann.
Schiedsrichter: Florian Exner (Beelen)
Zuschauer: 445.
Gelbe Karten:  Rogowski (29.) - Akman (48.), Wagner (63.).
Ecken: 3:1 (2:0).

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