Geburtstagskind (25) des SC Verl erzielt beim 2:0 in Velbert sein siebtes Saisontor Al Ghaddioui feiert zweimal

Velbert (WB). Der SC Verl hat Dienstagabend prima Werbung für den Heimspiel-Kracher am kommenden Samstag gegen Rot-Weiß Essen gemacht: Das 2:0 (2:0) bei der SSVg Velbert ist bereits der zweite Auswärtssieg für den Fußball-Regionalligisten, der nun Tuchfühlung zur Tabellenspitze aufgenommen hat.

Von Christian Bröder
Glückwünsche für das Geburtstagskind und den  Torschützen zum 2:0: Matthias Haeder (von links),  Manuel Rasp und Jonas Erwig-Drüppel gratulieren Hamadi Al Ghaddioui zu seinem 2:0. Es ist schon  das siebte Saisontor für den Verler Stürmer.
Glückwünsche für das Geburtstagskind und den Torschützen zum 2:0: Matthias Haeder (von links), Manuel Rasp und Jonas Erwig-Drüppel gratulieren Hamadi Al Ghaddioui zu seinem 2:0. Es ist schon das siebte Saisontor für den Verler Stürmer. Foto: Stefan Rittershaus

Auch für einen Dauerbrenner gibt’s keinen Freibrief: Der SCV beginnt überraschend ohne Rechtsverteidiger Fabian Großeschallau, der mit bisher 115 Einsätzen der Rekordmann in den fünf deutschen Regionalligen ist.

Seinen Part übernimmt diesmal der schnelle Daniel Mikic. Auf der Bank sitzt zunächst ebenfalls Nico Hecker, der aufgrund muskulärer Probleme für das Spiel gegen Essen geschont werden soll. Dafür stehen Manuel Rasp und Friedrich Bömer Schulte in der Startformation.

Der Glücksgriff

»Fritzes« Nominierung stellt sich prompt als Glücksgriff heraus, denn er bringt die Ostwestfalen auf dem tiefen Boden nach knapp 20 Minuten in Führung. Vorher allerdings trifft David Müller aus rund 30 Metern die Verler Torlatte (14.) – Velberts einziges Highlight in der ersten Halbzeit.

Die gehört spätestens nach einer Viertelstunde den Gästen. Nach drei guten Chancen für Hamadi Al Ghaddioui (12./17./30.), der auch das 0:1 vorbereitet, klappt es bei ihm im vierten Anlauf. Mit seinem bereits siebten Saisontreffer erhöht der Stürmer auf 0:2 (31.) und macht sich dabei selbst ein Geburtstagsgeschenk: Er ist gestern 25 Jahre alt geworden.

Sumpfiger Grund

Wie ein Komet schlägt der Deutsch-Marokkaner in der Christopeit-Arena ein, zu dem die Straßen mit den Namen »Mars« und »Jupiter« führen. Die Leistung der Hausherren ist auf dem sumpfigen Grund (es hat den ganzen Tag geregnet) dagegen überwiegend unterirdisch. Sie kassieren beinahe das 0:3. Ein Heber von Matthias Haeder senkt sich haarscharf übers Tor (34.).

Das Chancenverhältnis von 7:1 nach 45 Minuten spiegelt Verls Dominanz mehr als deutlich wider, doch der nasse Rasen fordert seinen Tribut. »Ich habe meiner Mannschaft in der Halbzeitpause gesagt, dass sie nicht mehr Fußball spielen soll und sich auf die Defensive konzentrieren soll«, spielt SCV-Trainer Andreas Golombek mit seiner Aussage auf die miserablen Platzverhältnisse an, die seinen Kollegen später völlig auf die Palme bringen.

Schmidt steht sicher

Nach Wiederanpfiff beschränkt sich Verl darauf, seinen Vorsprung zu verwalten, wirkt dabei aber mitunter zu nachlässig. Velbert findet hingegen kein passendes Mittel und scheitert mit schlichtem Rezept: Die hohen Bälle klärt Verls Abwehrchef Julian Schmidt allesamt.

Erst in der Schlussphase wird der SCV nochmal offensiver: Haeder glänzt als Vorbereiter, doch Schröder (78.) und Erwig-Drüppel (79.) scheitern. Ein Treffer durch Joker Robert Mainka wird wegen Abseits nicht anerkannt (87.).

Während Verl und Geburtstagskind Hamadi Al Ghaddioui (»Ganz ruhig weg«) feiern, ist Velberts Coach André Pawlak in Katerstimmung. Er findet schnell einen Schuldigen: »Kein gebrauchter Tag, sondern ein gebrauchter Rasen: Der ist eine Vollkatastrophe und kostet uns in dieser Saison zehn bis 15 Punkte. Die Verler haben auf diesem Platz genau das gemacht, was sie machen mussten.«

SSVg Velbert: Sprenger - Tumanan, Schultens (46. Andersen), Winking, Fagasinski - Zent, Zander (70. Canbullut) - Hagemann, Schlösser (63. Zumbe) - Dogan, Müller.
SC Verl: Lange - Mikic, Schmidt, Stöckner, Unzola (76. Kaminski) - Bömer Schulte, Schröder - Rasp (74. Hecker), Haeder (85. Mainka), Erwig-Drüppel - Al Ghaddioui.
Schiedsrichter: Marco Goldmann (26/Warendorf).
Gelbe Karten: Müller (79.), Tumanan (91.) – Schröder (77.).
Ecken: 3:1 (1:1).
Zuschauer: 250.

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