Rödinghausen erwartet Schalke II – Verl reist nach Velbert – Wiedenbrück versus Kray An der Spitze behaupten

Rödinghausen/Verl/Wiedenbrück (gn/cbr/dh/rw). Die Größe der Fußball-Regionalliga West mit 19 Mannschaften macht's möglich: Der SV Rödinghausen, SC Verl und SC Wiedenbrück sind schon wieder im Einsatz.

Nach seiner starken Leistung gegen Wegberg will Nico Hecker (hier beim Kopfball) mit Verl auch in Velbert überzeugen.
Nach seiner starken Leistung gegen Wegberg will Nico Hecker (hier beim Kopfball) mit Verl auch in Velbert überzeugen. Foto: Wolfgang Wotke

Während Spitzenreiter SV Rödinghausen am Dienstag den FC Schalke 04 begrüßt (Anstoß 19.30 Uhr), der SC Wiedenbrück erst am Mittwoch gegen den FC Kray (19.30 Uhr) ran muss, ist der SC Verl bereits am Dienstag um 17.30 Uhr bei Aufsteiger SSVg Velbert gefordert. Und das könnte Probleme geben.

SC Verl

»Ich wollte eigentlich alle ansprechen, ob jeder ‘ne Kerze mitbringt. Nein, Quatsch! In Velbert ist alles cool. Hier scheint immer die Sonne.«  SSVg-Teammanager Jens Klein (47) sieht die Sache mit der Helligkeit gelassen, auch wenn für den frühen Abend dichte Wolken und Niederschlag  vorhergesagt sind. Etwas skeptischer gibt sich da schon Verls Trainer Andreas Golombek: »Wenn’s nicht regnet, haut es hin. Wenn doch, dann wird es wahrscheinlich schwierig«, schätzt der 47-Jährige.

Für die Verler läuft bis dato eher durchwachsen. Ganz zufrieden kann Golombeck mit 13 Punkten nach acht Spielen nicht sein. »Es kommt auf die Einstellung an. Wenn wir glauben, in Velbert geht es von allein, dann wird es gefährlich«, warnt der SCV-Coach vor dem Klub mit dem Löwen im Logo, der die Mentalität eines Nagetiers und seinen Punktevorrat schon auf zwölf Zähler aufgestockt hat.

SV Rödinghausen

Mit anderen Tabellen-Regionen beschäftigt sich der SV Rödinghausen mit Trainer Mario Ermisch. Für viele Experten überraschen die Grün-Weißen Woche für Woche. Sechs der neun Spiele gewannen die Rödinghausener, nur eins ging verloren. Platz eins soll auch nach dem Spiel gegen die Knappen-Reserve zu Buche stehen.

Den 1:0-Sieg in Aachen können die Rödinghauser um David Müller (rechts) nicht lange genießen. Bereits heute Abend steht für den Tabellenführer das Spiel gegen Schalke 04 II an. Foto: Bergmann

»Ein paar Spieler kennen wir ja noch aus der Vorsaison. Und der alte Trainer ist auch noch da. Daher hat sich das Konzept nicht großartig verändert«, sagt Co-Trainer Andy Steinmann, der die Schalker vor allem auf den Außenbahnen gut besetzt sieht. »Man muss ja auch immer abwarten, wer aus dem Bundesligakader dabei ist oder von den A-Junioren dazu kommt. Daher sind sie personell schwer einzuschätzen.«

Die Vorbereitung sei nicht optimal verlaufen. »Wir können uns nicht lange ausruhen und haben auch nicht richtig viel Zeit, um uns auf den Gegner vorzubereiten und die Mannschaft auf die nächste Aufgabe einzustellen«, sagt Steinmann.

SC Wiedenbrück

Deutlich länger kann der SC Wiedenbrück durchatmen. Das Team von Alfons Beckstedde visiert einen Heimsieg gegen den FC Kray (Mittwoch, 19.30 Uhr) an. Denn es ist eines der berühmt-berüchtigten Sechs-Punkte-Spiele. Gewinnt der SCW, dann setzt er sich um genau diese sechs Punkte von einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt ab. Verlieren die Wiedenbrücker, dann zieht Kray  in der Tabelle mit zehn Zählern gleich. Druck ist also auf jeden Fall da.

Herbert Bockhorn (links) und der SC Wiedenbrück haben heute Abend nur drei Punkte gegen den FC Kray im Blick. Foto: Wolfgang Wotke

»In diesen Partien kommt es darauf an. Ich gehe mal davon aus, dass auf unserer Seite jeder motiviert  sein wird«,  erwartet  Beckstedde nach dem Reinfall vom Niederrhein, dass sich seine Elf heute Abend zerreißen wird: »Ich fordere, dass wir von der ersten  Minute  an Druck machen. Und dass wir  später über die Bank Qualität auf den Platz bringen.« Mit einem Dreier könnte der SCW sein Punkte-Konto auf 13 ausbauen.

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