Rheda und Rietberg können es sich nicht erlauben, dem Lokalrivalen Punkte zu überlassen Duell gegen den Negativtrend

Kreis Gütersloh (WB). Es hätte zunächst nicht besser laufen können am Viktoria-Tag auf dem Sportplatz Berglage. Ideales Fußballwetter mit strahlendem Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und eine prächtige Kulisse: Das traditionelle Familienfest des Vereins bot Spaß und Gemütlichkeit. Nur der perfekte Abschluss fehlte, denn die Bezirksliga-Mannschaft der Rietberger unterlag Tur Abdin Gütersloh in letzter Sekunde mit 1:2.

Von Alexander Kaiser
Julian Wilsmann (3.v.l.) bringt Rietberg hier mit 1:0 in Front, am Ende gewinnt aber Tur 2:1. Rietberg steht nun unter Druck.
Julian Wilsmann (3.v.l.) bringt Rietberg hier mit 1:0 in Front, am Ende gewinnt aber Tur 2:1. Rietberg steht nun unter Druck. Foto: Wolfgang Wotke

Besonders ärgerlich ist die Niederlage, weil man sich in Unterzahl im eigenen Stadion auskontern ließ und dem Gegner somit die drei Punkte auf dem Tablett servierte. Doch es gibt es auch positive Aspekte zu vermerken. Thomas Schreiber überzeugte gleich als Mittelfeldchef und war an nahezu allen gefährlichen Situationen nach vorne beteiligt.

Wichtige Rolle

Wie wichtig der Neuzugang von der TSG Harsewinkel bereits ist zeigt sich, als Schreiber nach einem bösen Foulspiel verletzungsbedingt frühzeitig raus musste. Das Spiel kippte schnell zu Gunsten der Gäste. »Er hat bisher genau das gemacht, was wir von ihm erwartet haben und nimmt bereits eine wichtige Rolle ein«, lobt Viktorias Sportchef Wolfgang Grübel den Neueinkauf.

Als dann noch wenig später Mike Dry, der mit einem Muskelfaserriss vorerst ausfällt, kurz vor Ende ausgewechselt werden musste, fehlte es den Blau-Weißen an Führungsspielern. Einzig Abwehr-Ass Max Heinrich versuchte von hinten das Spiel zu dirigieren, war aber weitestgehend mit Defensivaufgaben eingespannt.

Noch sehr hektisch

Die gesamte Offensivabteilung erwischte am vergangenen Sonntag nicht ihren besten Tag. Lukas Ottemeier hatte als einzige Sturmspitze einen schweren Stand gegen die robusten Verteidiger des Aufsteigers. Und der nigerianische Neuzugang Oluwafanmi Omoboy Ebiesuwa, der sogar Oberliga-Erfahrung vorzuweisen hat, war auf der rechten Außenbahn zwar fleißig, allerdings teilweise noch sehr ballverliebt und hektisch in seinen Aktionen.

Nach dem Derby am Sonntag in Rheda sollen jedenfalls die ersten Punkte aufs Konto der Rietberger, auch wenn Grübel einen heißen Fight erwartet: »Ich denke, es wird eine sehr packende und enge Partie. Es ist ein Spiel auf Augenhöhe.«

Unnötige Niederlage

Der FSC Rheda musste am letzten Wochenende ebenfalls eine mehr als unnötige Niederlage wegstecken. Beim Aufsteiger SV Eintracht Jerxen-Orbke sind die Männer von der TSG-Kampfbahn das klar bessere Team, bringen sich jedoch durch individuelle Aussetzer selber um die Früchte der Arbeit und verlieren mit 2:3.

»Man hat im Training gemerkt, dass die Pleite die Jungs tierisch geärgert hat«, berichtet Trainer Sebastian Monert. Bemerkenswert ist nach zwei Spieltagen, dass der Coach schon früh in dieser Spielzeit seine Stammformation gefunden hat.

Noch keine endgültige erste Elf

Außer Vadim Laukert, der für Urlauber Sebastian Henkel in die Startelf rückte, hat Monert dieselbe Mannschaft auflaufen lassen wie beim Ligastart gegen Oerlinghausen. Ein Fingerzeig für die Saison?

»Im Kern ist es das Team, was in den nächsten Wochen spielen wird. Doch ich habe einige Spieler wie Alexander Schmolke oder Ricardo Puente in der Hinterhand, die noch verletzungsbedingt fehlen«, will Monert sich noch nicht endgültig auf eine erste Elf festlegen. Das Derby ist für den Übungsleiter bereits richtungsweisend: »Trotz des frühen Zeitpunkts ist es für beide Teams bereits eine enorm wichtige Begegnung.«

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