FC Gütersloh kämpft Rot Weiss Ahlen vor 723 Zuschauern nieder – erster Erfolg im Heidewaldstadion 2015  »Ein Heimsieg – Juhu« 

Gütersloh (WB). So stark ist Oberligist FC Gütersloh selten im Heidewaldstadion aufgetreten. Der Spitzenreiter Rot Weiss Ahlen kommt zu keinem Zeitpunkt für einen Punkt in Frage. Das Stürmerduo Lars Schröder, der »Schnelle«, und Vadim Thomas, der »Schleicher«, sorgen für den 2:0-Heimerfolg.

Von Rene Wenzel
Großer Jubel im Heidewaldstadion: Angreifer Vadim Thomas erzielt den wichtigen 2:0-Endstand gegen Rot Weiss Ahlen. Der Spitzenreiter zeigt beim FC Gütersloh einen schwachen Auftritt. 723 Zuschauern sehen einen starken Gastgeber.
Großer Jubel im Heidewaldstadion: Angreifer Vadim Thomas erzielt den wichtigen 2:0-Endstand gegen Rot Weiss Ahlen. Der Spitzenreiter zeigt beim FC Gütersloh einen schwachen Auftritt. 723 Zuschauern sehen einen starken Gastgeber. Foto: Wolfgang Wotke

 »Das war eine überragende Mannschaftsleistung«, lobt FCG-Trainer Heiko Bonan. Dass seine Mannschaft gleich drei Punkte gegen Spitzenreiter Rot Weiss Ahlen holt, haben nur wenige der 723 Zuschauer auf dem Zettel. Doch schon die Anfangsphase verspricht einiges.

 In der Defensive meistern die beiden Innenverteidiger Simon Schubert und Lars Beuckmann ihre Aufgabe mit Bravour, in der Offensive sorgt das neue Stürmerduo Lars Schröder und Vadim Thomas für viel Furore – da haben sich zwei gefunden. Die erste Drangphase der Gütersloher sehen die Anhänger nach 17 Minuten. Erst pariert Sören Stauder einen Schubert-Kopfball stark, dann klärt Aygün Yildirim einen Schröder-Kopfball auf der Linie. In der 22. Minute scheitert auch Philippe Soethe per Kopf an Stauder. »Den hält er ganz stark«, sagt Bonan.

 Die Gäste werden erst nach 32 Minuten auffällig: Ex-FCG-Kicker Lennard Warweg setzt einen Fernschuss direkt an den Querbalken. Mehr ist von den Ahlener nicht zu sehen. Druck machen eher die Hausherren, die nach 37 Minuten durch Lars Schröder führen.

 Auch nach dem Seitenwechsel bleibt der Aufstiegsfavorit erschreckend schwach. »Wir sind hier für überhaupt nichts infrage gekommen«, kritisiert RWA-Trainer Marco Antwerpen, der sich seine Rückkehr ins Heidewaldstadion sicher anders vorgestellt hat. Hoffen kann er nur nach FCG-Fehlern – Marc Birkenhake legt den Ball ungenau per Brust zu Tiszai zurück, Pfosten! Nach 65 verpasst Thomas nach Zuspiel von Janis Kraus die Vorentscheidung. Besser macht es der FCG-Torjäger 13 Minuten später beim 2:0. Kurz nach der Entscheidung wirkt nicht nur Thomas ausgepowert. Am liebsten will besonders die Offensiv-Abteilung gleich komplett den Platz verlassen. »Dieses Spiel hat richtig Kraft gekostet. Aber es hat sich gelohnt«, freut sich Linksaußen Philippe Soethe.

 Wie angefressen einige Ahlener sind, zeigt RWA-Keeper Stauder, als er nach 81 Minuten bis hinter die Mittellinie stürmt und seine Mitspieler anfeuert. »Ahlen, guckt mal auf die Uhr. Es ist noch genug Zeit«, hofft der 26-Jährige auf die Wende. Dass diese ausbleibt, ist nach der schwachen Vorstellung kein Wunder. »Jede Saison hat ein Tief. Wir sind jetzt mitten drin und brauchen endlich wieder Punkte. Das war heute besonders nach der Pause viel zu wenig«, resümiert Warweg. Während der 26-Jährige verärgert über den Platz in Richtung »harmlosen Gäste-Block« schlendert, bedanken sich die FCG-Kicker beim Publikum. »Ein Heimsieg – Juhu«, jubelt auch Heiko Bonan nach dem ersten Erfolg im Heidewaldstadion 2015. Der Spitzenreiter ist besiegt, jetzt geht's zum Tabellenfünften SC Roland Beckum, der mit 2:1 in Herne gewonnen hat.

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