Tim Reithage droht Saison-Aus – HSG Gütersloh hofft auf Schützenhilfe von der TSG  Verl will Höhenflug fortsetzen 

Kreis Gütersloh (WB). Der Nächste bitte: Handball-Verbandsligist TV Verl ist nach dem 34:22-Kantersieg im Derby bei der Spvg. Steinhagen noch lange nicht satt und will nun das nächste Liga-Schwergewicht zu Fall bringen. Im Heimspiel am morgigen Samstag (19 Uhr) gilt es den dritten Tabellenplatz zu verteidigen – und weiterhin die Vizemeisterschaft ins Visier zu nehmen.

Von Dirk Heidemann
Im Anflug auf die Vizemeisterschaft: Drei Punkte liegen Thomas Fröbel und der TV Verl noch hinter dem VfL Mennighüffen, den direkten Vergleich hat der TVV gewonnen. Kein Stolperstein soll morgen Abend der Tabellenfünfte aus Hüllhorst werden.
Im Anflug auf die Vizemeisterschaft: Drei Punkte liegen Thomas Fröbel und der TV Verl noch hinter dem VfL Mennighüffen, den direkten Vergleich hat der TVV gewonnen. Kein Stolperstein soll morgen Abend der Tabellenfünfte aus Hüllhorst werden.

 Zu diesem Zweck sollten zwei Serien halten. Zum einen hat der TVV seine letzten sechs Spiele allesamt gewonnen, zum anderen konnte nur Spitzenreiter Sundwig/Westig den Verlern in dieser Saison zwei Niederlagen beibringen. Lediglich der HSG Hüllhorst würde bei einem Erfolg in Verl das gleiche Kunststück gelingen. »Wir wissen, was wir im Stande zu leisten sind«, geht TVV-Trainer Sören Hohelüchter mit seiner Mannschaft voller Selbstvertrauen in die Partie. Ob der Gegner sich noch einmal aufraffen kann, ist hingegen die große Frage.

Mit Dennis Specht, Arne Halstenberg (beide zum VfL Mennighüffen) sowie Nils van Zütphen (TuS Spenge) verliert die HSG drei absolute Leistungsträger. »Ich kann schwer beurteilen, ob mein Kollege Andre Torge seine Mannschaft motiviert bekommt«, sagt Hohelüchter, der das Saison-Aus für Tim Reithage befürchtet.

 Der Abwehrchef hat sich am Mittwoch beim Training am Knie verletzt und weilte gestern zu einer eingehenden Untersuchung im Krankenhaus. Seinen Part wird Malte Werning übernehmen. Für Niklas Fischedick (Probleme mit dem Syndesmoseband) ist die Spielzeit definitiv vorzeitig beendet. Yannick Sonntag hat unterdessen erklärt, in Verl bleiben zu wollen, wenn es ihn im Sommer nicht ins Ausland zieht.

TSG Harsewinkel

Ohne ihn vorab zu informieren hatte die Handball-Abteilungsleitung die Trainingsabende bei der TSG Harsewinkel mit Beginn dieser Woche von Mittwoch und Freitag auf Dienstag sowie Donnerstag verlegt – da kann Hagen Hessenkämper aus beruflichen Gründen aber gar nicht. »Intern haben wir dann eine Lösung gefunden, dass bis zum Saisonende alles so bleibt, wie es ist«, sagt der Coach. Die Initiative ergriff die Mannschaft selbst und hat nun mit Hessenkämper ganz klar das Ziel, morgen Abend (19 Uhr) den TSV Ladbergen zu schlagen. Allerdings bleibt die personelle Lage angespannt. Vermutlich werden wiederum nur sieben Spieler zur Verfügung stellen, eventuell kann Hagen Hessenkämper auf einen oder sogar zwei Akteure aus der Reserve zurückgreifen. Erneut nicht eingesetzt werden darf Manuel Mühlbrandt, damit er die zweite Mannschaft in deren finalen Begegnungen noch zum Klassenerhalt wirft.

HSG Gütersloh

Vom Ergebnis der TSG hängt ab, wie entscheidend das Heimspiel der HSG am Sonntag (17 Uhr) gegen Schlusslicht TuS Oberlübbe ist. Unabhängig davon fordert Philipp Christ indes eine Reaktion nach zuletzt vier Niederlagen am Stück. »Es brodelt in mir, weil ich weiß, dass es die Mannschaft besser kann. Das ärgert mich, denn wir könnten in der Tabelle viel weiter vorne stehen. Stattdessen sind wir selbst verschuldet da unten reingerutscht«, sagt der HSG-Coach, dessen Team vier Spieltage vor Schluss fünf Punkte Vorsprung auf Ladbergen aufweist und noch dreimal Heimrecht genießt.

Die desolate Abschlussquote in den vergangenen Wochen ist Christ ein echter Dorn im Auge. Chancen werden zwar gut herausgespielt, aber nicht in Tore umgemünzt – alles eine Frage der Konzentration. »Wir müssen vorne Sicherheit in unsere Aktionen bekommen. Denn wenn wir treffen, können wir keine Gegenstöße kassieren«, macht der HSG-Trainer eine einfach Rechnung auf. Max Kollenberg war die Woche über mit einer Grippe krankgeschrieben und steht nur für Kurzeinsätze zur Verfügung, Neuzugang Rouven Osthaus feiert am Sonntag sein Heimspieldebüt.

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