SC Wiedenbrück unterliegt der U23 von Borussia Mönchengladbach 0:3 – Stürmer überzeugt  Thiele-Comeback der Lichtblick 

Mönchengladbach (WB). Ein ganz souveräner Spitzenreiter. So hat sich die U23 von Borussia Mönchengladbach am Freitagabend gegen den SC Wiedenbrück präsentiert. Beim 3:0-Sieg überzeugen die Fohlen vor 370 Zuschauern mit frischer Spielweise.

Von Dirk Heidemann
Nur selten aufzuhalten: Gladbachs Mario Rodríguez holt erst einen Elfmeter raus und erzielt dann wenig später das 2:0. Die Wiedenbrücker Marcel Hölscher (von links), Carsten Strickmann und Julian Stiens können keine Gegenwehr leisten.
Nur selten aufzuhalten: Gladbachs Mario Rodríguez holt erst einen Elfmeter raus und erzielt dann wenig später das 2:0. Die Wiedenbrücker Marcel Hölscher (von links), Carsten Strickmann und Julian Stiens können keine Gegenwehr leisten.

 »Wir haben es Gladbach im Deckungsverhalten viel zu leicht gemacht. Das 0:3 geht absolut in Ordnung. Positiv waren nur die letzten 20 Minuten von uns. Da hatten wir unsere Chancen«, sagt SCW-Coach Alfons »Ali« Beckstedde, der auf dem Fohlenplatz im Borussia-Park auf seine Erfolgself, die zuletzt den FC Kray mit 4:0 besiegt hat, setzt. Erstmals überhaupt im Kader nimmt Winterneuzugang Timmy Thiele (mit der Nummer 26) auf der Auswechselbank Platz. Neben ihm sitzt überraschend David Lauretta, der sein letztes Spiel am 12. Dezember 2014 absolviert hatte. Nach einer Adduktorenverletzung und schwerer Grippe fühlt sich der 31-Jährige einsatzbreit. Auch Markus Bollmann, der erst in dieser Woche beschwerdefrei trainiert, steht wieder im Kader.

 Dass auf dem gesamten Gelände Rauchverbot herrscht, geht wohl kurz nach Anpfiff völlig an den Wiedenbrückern vorbei. Gleich nach vier Minuten brennt es lichterloh im SCW-Strafraum. Der nur selten aufzuhaltende Mario Rodríguez holt einen Strafstoß raus, den Borussia-Kapitän Oliver Stang verwandelt. Auch die beiden nächsten Gelegenheiten gehören den Fohlen, die sich im Galopp über die Gäste stürzen. Erst scheitert Marlon Ritter im zweiten Versuch am rechten Pfosten (9.), dann rauscht sein Distanzschuss nur knapp vorbei (11.).

 Der SC Wiedenbrück strahlt durch Kamil Bednarski erstmals nach 23 Minuten Gefahr aus. Doch nach schöner Ablage von Max Wilschrey zielt er aus 16 Metern zu ungenau. Vier Minuten später geht es schon wieder in die andere Richtung: Matthias Zimmermann lässt Jure Colak ganz alt aussehen, scheitert aber am stark reagierenden Hölscher. Ihm ist es zu diesem Zeitpunkt zu verdanken, dass der SCW weiter auf den Ausgleich hoffen darf.

 Die beste Gelegenheit in Durchgang eins hat Julian Loose auf dem Fuß. Nach klasse Zuspiel von Wilschrey rennt der Rechtsaußen auf das gegnerische Gehäuse zu, wird aber vom pfeilschnellen Christopher Lenz gestoppt (29.). Die Schnelligkeit der Hausherren spielt den Wiedenbrückern auch in der 41. Minute nicht in die Karten. Mario Rodríguez lässt erst Colak, dann Hölscher stehen – 2:0.

 Nach dem Seitenwechsel kontrollieren die Fohlen weiter die Begegnung und lassen den SC Wiedenbrück nur selten zu Aktionen kommen. Zwei Schüsse aus der Distanz von Massih Wassey (59.) und Kamil Bednarski (65.) entschärft Martin Kompalla ohne Probleme. Deutlich brisanter wird es nach 61 Minuten. Wieder leistet sich Colak einen kapitalen Bock und lässt Rodríguez frei auf Hölscher zulaufen. Mit einem Lupfer versucht der Angreifer den SCW-Schlussmann zu überwinden, setzt den Ball aber knapp vorbei.

 Ab der 70. Minute stellen die Gladbacher das Spielen ein, Wiedenbrück erhält mehr Ballanteile. Der eingewechselte Timmy Thiele überzeugt dabei besonders bei einigen Aktionen. »Ich bin überaus glücklich nach 11 Monaten wieder auf dem Platz zu stehen. Den Pass von Kamil muss ich besser verwerten (85., Anm. d. Red). Dann kann es nochmal eng werden«, sagt der 23-Jährige Angreifer selbstkritisch.

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