Sie beteiligen sich nur mäßig an der Sportabzeichen-Aktion – trotzdem ein allgemeiner leichter Aufwärtstrend  Schlechte Note für die Schulen 

Gütersloh-Spexard (WB). Leichter Aufwärtstrend bei der Sportabzeichen-Aktion in Gütersloh: Mit insgesamt 1460 Absolventen sind es 35 mehr als im Vorjahr. Es ist das beste Ergebnis in den vergangenen vier Jahren, aber weit entfernt von der Topmarke in 2009 mit damals 1796 erworbenen Abzeichen.

Von Uwe Caspar
Sie haben am erfolgreichsten abgeschnitten: Prächtige Pokale nehmen Jörn Milde (Elly-Heuss-Knapp-Realschule), Mechthild Gramer (Paul-Gerhardt-Schule) und Jörg Reckmann (BSG Sparkasse Gütersloh) bei der Ehrung der Sportabzeichen-Aktion 2014 entgegen.
Sie haben am erfolgreichsten abgeschnitten: Prächtige Pokale nehmen Jörn Milde (Elly-Heuss-Knapp-Realschule), Mechthild Gramer (Paul-Gerhardt-Schule) und Jörg Reckmann (BSG Sparkasse Gütersloh) bei der Ehrung der Sportabzeichen-Aktion 2014 entgegen.

 »Wir sind mit der letztjährigen Ausbeute zufrieden«, sagte Obmann Christoph von Tiesenhausen anlässlich einer kleinen Feierstunde im Spexarder Bauernhaus. Zu seiner Enttäuschung fiel die Besucher-Resonanz nur bescheiden aus – zahlreiche Urkunden blieben liegen. »Vielleicht lag das an der aktuellen Baustelle. Vielleicht auch daran, dass es bei der Feier keine Schnittchen mehr gibt«, suchte von Tiesenhausen nach Erklärungen für das magere Interesse.

 Der seit 2011 als Sportabzeichen-Obmann fungierende Friedrichsdorfer wünschte sich auch eine regere Beteiligung seitens der Schulen. »Die Lehrer ziehen leider nicht mehr mit«, kann er ihnen keine gute Note geben. Das trifft zumindest auf zwei Schulen nicht zu: Wie schon 2013 schnitten die Paul-Gerhardt-Schule (218 Abzeichen = 83,52 Prozent) und die Elly-Heuss-Knapp-Realschule (436 Abzeichen = 79,85 Prozent) am besten ab. Für Letztere nahm Sportlehrer Jörn Milde – der einstige Topläufer ist inzwischen ins Tennislager gewechselt – den schweren Silberpokal in Empfang. Für den per Rad zur Ehrung gekommenen Milde war's nicht einfach, die Trophäe nach Hause zu transportieren: Den Deckel verstaute er auf dem Gepäckträger, um dann mit dem Pokal in der rechten Hand loszuradeln. Der »Pott« überstand die Wackeltour aber ohne Schrammen.

 Bei den Vereinen hat wieder die BSG Sparkasse Gütersloh die Nase vorn (81 Abzeichen = 39,13 Prozent). Über das Sportabzeichen in Gold (50 Wiederholungen) dürfen sich Wilfried Brüggehofe, Wilhelm Schräder und Hermann Strutz freuen. Der Startschuss für die Aktion 2015 fällt am 13. Mai, das Finale steigt am 23. September. Bei den Fahrrad-Prüfungen müssen sich die Teilnehmer künftig darauf einstellen, dass ihnen weniger Helfer zur Seite stehen. »Wir können nur noch drei statt 17 Helfer zur Verfügung stellen. Das heißt, dass die Aktiven besonders auf den Kreuzungen aufpassen müssen«, warnt von Tiesenhausen.

 Seit 2011 organisiert der aus altem Adelsgeschlecht stammende von Tiesenhausen zusammen mit seinem Stellvertreter Christian Gnegeler die Aktion. Auf der Visitenkarte des Obmanns steht unter dem optisch beeindruckenden Familienwappen noch der Zusatz »Freiherr«. Die von Tiesenhausens besaßen einst Burgen und Schlösser. »Heute besitze ich nur noch ein Vorhängeschloss, doch verarmter Adel sind wir nicht«, erzählt der Blaublütige schmunzelnd. Gnegeler wird wegen seiner Ähnlichkeit mit SC Paderborns Trainer Andre Breitenreiter mit diesem bisweilen verwechselt. »Bei Heimspielen des FC Gütersloh, die ich häufig besuche, werde ich manchmal gefragt: Sind Sie Andre Breitenreiter?«, amüsiert sich das »Double«. Er ist übrigens kein Fan des SC Paderborn ist.

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