Fußball-Regionalliga: SC Wiedenbrück reist heute Abend zum Primus Alemannia Aachen Am Tivoli sind Typen gefragt

Aachen/Wiedenbrück (WB). Der Ticketzähler steht gestern Abend bei 7081. Erwartet werden heute (Anstoß 20 Uhr) am Tivoli aber 10000 Zuschauer. Sie wollen die Revanche zwischen Alemannia Aachen und dem SC Wiedenbrück in der Fußball-Regionalliga West sehen.

Von Rene Wenzel
Alemannia Aachen will heute Abend die Revanche: Im Hinspiel hat der SC Wiedenbrück die Kartoffelkäfer 1:0 besiegt. Den Treffer erzielt damals Kamil Bednarski (rechts). Auch diesmal steht er auf dem Platz. Gesperrt ist indes Massih Wassey (links).
Alemannia Aachen will heute Abend die Revanche: Im Hinspiel hat der SC Wiedenbrück die Kartoffelkäfer 1:0 besiegt. Den Treffer erzielt damals Kamil Bednarski (rechts). Auch diesmal steht er auf dem Platz. Gesperrt ist indes Massih Wassey (links).

Rückblick: In einem intensiven Hinspiel hat Wiedenbrück im Jahnstadion nach 90 Minuten mit 1:0 die Oberhand behalten. Es ist bis heute die einzige Niederlage der »Kartoffelkäfer« in der laufenden Spielzeit. Jetzt ruft Schwarz-Gelb zur großen Revanche auf. In einem Youtube-Video zeigt der Klub den Siegtreffer von Kamil Bednarski, lässt seine Spieler zu Wort kommen und macht auf seine Heimstärke aufmerksam – zehn Siege aus zwölf Heimspielen!

»Sie dürfen sich gerade am Tivoli keinen Ausrutscher leisten. Mönchengladbach II lauert ja schon. Uns erwartet eine sehr routinierte Mannschaft. Wir sind der krasse Außenseiter«, sagt SCW-Coach Alfons »Ali« Beckstedde. In was für einer starken Verfassung sich die Alemannen derzeit befinden, weiß der 52-Jährige nur allzu gut. Am vergangenen Spieltag saß er bei der Partie gegen die Sportfreunde Lotte auf der Tribüne. »Nicht jede Mannschaft kommt auf so einem schlechten Platz nach einem 0:2 zurück und holt noch einen Punkt«, berichtet Beckstedde.

Spielausfall »sehr unpassend«

Den eigenen Spielausfall am vergangenen Wochenende bewertet der Trainer als »sehr unpassend«. Man sei aus dem Rhythmus gekommen. Zudem erwischte sein Team die Grippewelle. Mit Julian Loose, Markus Bollmann, Marcel Hölscher und Aleksandar Kotuljac liegen gleich vier wichtige Stammkräfte flach. »Bis auf Aleksandar haben alle wieder trainiert und werden mitfahren«, so Beckstedde. Zudem werden neben den langzeitverletzten Tobias Puhl und Timmy Thiele (beide Reha nach Kreuzbandriss) auch Massih Wassey (Gelb-Rot-Sperre) und David Lauretta (Adduktoren) fehlen. Die Hausherren müssen auf Kevin Behrens (Gelb-Sperre) verzichten. Alle anderen dürfen sich auf eine tolle Atmosphäre freuen. Vielleicht ist es sogar für einige die letzte Partie beim Liga-Primus. Denn die Schwarz-Gelben haben die Lizenz-Unterlagen für die 3. Liga eingereicht. Und um dieses Ziel zu erreichen, ist ein Sieg Pflicht.

»Wir freuen uns auf die super Kulisse und das tolle Stadion. Für meine Spieler sollte das allein schon Motivation genug sein. Auch als Trainer ist es ein besonders Gefühl. So etwas erlebt man in der Regionalliga nur in Essen und eben in Aachen«, sagt »Ali« Beckstedde, der die Heimreise nicht ohne Punkte antreten möchte. Auch SCW-Keeper Marcel Hölscher freut sich auf die Partie: »Mit dem Hinspiel-Ergebnis gebe ich mich auch gern diesmal zufrieden. Es ist zugleich mein Wunschergebnis.«Die Marschroute ist deutlich: Kämpfen und Zerreißen für die Überraschung. Dass der SC Wiedenbrück die Typen dafür hat, hat er ja schon im Hinspiel gezeigt.

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