Ex-Schalke-Boss Günter Eichberg ist morgen Gast bei Markus Lanz – Er verrät: »Es gibt keinen Zoff mit Neururer«  »Sonnenkönig« im Scheinwerferlicht

Gütersloh/Hamburg (WB). Als Teil einer prominent besetzten Fußball-Talkrunde ist Günter Eichberg (68) am späten Mittwochabend zu Gast in der ZDF-Show von Markus Lanz (45). Der 1946 in Gütersloh geborene und heute dort lebende Ex-Präsident von Schalke 04 sitzt zusammen mit Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus und Trainer Peter Neururer im Studio. Eine Konstellation mit Zündstoff?

Von Christian Bröder
Sein Herz schlägt für Schalke, daheim ist er in Gütersloh: Der ehemalige Knappen-Präsident Günter Eichberg (68), redet am Mittwochabend in der ZDF-Talksendung von Markus Lanz über sein Leben als Fußball-Funktionär.
Sein Herz schlägt für Schalke, daheim ist er in Gütersloh: Der ehemalige Knappen-Präsident Günter Eichberg (68), redet am Mittwochabend in der ZDF-Talksendung von Markus Lanz über sein Leben als Fußball-Funktionär.

 In jedem Fall dürfte die nach dem Champions-League-Achtelfinale zwischen Schalke und Real Madrid um 23.45 Uhr beginnende Sendung hohen Unterhaltungswert haben. Immerhin ist es Klubpräsident Eichberg gewesen, der Neururer einst zu den Königsblauen geholt, am 11. April 1989 zum Cheftrainer gemacht und ihn am 13. November 1990 für viele völlig überraschend entlassen hat. Neururer ist damals bei den Fans beliebt gewesen und die Mannschaft hat als Zweiter um Wiederaufstieg gekämpft. Noch heute wird über die Hintergründe kräftig spekuliert. Besonders brisant: In den erst kürzlich erschienenen Biografien der beide schillernden Persönlichkeiten, stehen unterschiedliche Versionen über die Gründe der damaligen Entlassung.

 Droht also der große TV-Stunk zwischen den Schalker Urgesteinen? »Quatsch! Es gibt keinen Zoff mit Neururer und auch nichts zu spekulieren. Natürlich habe ich ihn damals, für ihn völlig unverständlich, entlassen müssen. Aber das ist Schnee von gestern. Wir telefonieren heute schon mal, haben ein gutes Verhältnis. Und wenn ich auf Schalke bin, dann sehen wir uns auch«, klärt der Gütersloher gestern gegenüber dem WESTFALEN-BLATT auf.

Nach langer Zeit zurück im Schweinwerferlicht

 Morgen fährt Günter Eichberg also dann nach Hamburg-Altona. Er, den sie auf Schalke einst »Sonnenkönig« nannten, kehrt dann im Studio Stahltwiete 14 nach langer Zeit ins Scheinwerferlicht zurück. »Mein letzter Fernsehauftritt liegt mehr als 15 Jahre zurück. Natürlich ist man kurz vorher etwas nervös, aber Lampenfieber habe ich nicht. Wir sitzen ja dort auch in vertrauter Runde«, erklärt der lebenserfahrene Rentner. Sein Herz schlägt immer noch kräftig für Königsblau schlägt, wo er von 1989 bis 1993 1. Vorsitzender gewesen ist. Als damaliger Chef von einigen Privatkliniken hat er auch Lothar Matthäus »schon vor Urzeiten« kennengelernt. »Ich habe im Hotel Bachmair am Tegernsee eine Artzpraxis betrieben. Da dort auch das Wochenendhotel des FC Bayern gewesen ist, sind wir uns über den Weg gelaufen«, erzählt Eichberg. Den damaligen Trainer des deutschen Rekordmeisters lernt der Ostwestfale mit der Zeit noch um einiges besser kennen. Zu Udo Lattek hatte Eichberg sogar ein so enges Verhältnis entwickelt, dass er die am 1. Februar verstorbene Trainerlegende zur Saison 1992/93 zum FC Schalke gelotst hat. Und nicht nur das! »Lattek ist sogar mein Trauzeuge gewesen, als ich 1993 in den USA geheiratet habe«, erzählt der Gütersloher.

 Seiner damaligen Lebensgefährtin Sandra Bennemann hatte er in Palm Beach (Florida) das Ja-Wort gegeben, wo er bis zur Jahrtausendwende wohnte. Auch aus diesem Kapitel seines ereignisreichen Lebens und über die gemeinsame Zeit mit Udo Lattek wird der heute wieder in seiner Heimatstadt lebende Ex-Schalke-Boss morgen Abend während der Fußball-Talkrunde im ZDF einiges zu erzählen haben. Zwei Vorgespräche hat er mit der Redaktion geführt. Danach ist für Günter Eichberg aber auch klar, dass sich nicht alles ausschließlich um das runde Leder drehen wird: »Markus Lanz ist ja schließlich nicht der Fußball-Experte Nummer eins...«

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