SC Verl verlängert mit seinem Torhüter bis 2018 – Am Samstag kommt Schalkes U23 mit Gerald Asamoah  »Langzeit-Lange« gegen kleine Knappen 

Verl (WB). Sein Name ist irgendwie Programm: Sebastian Lange macht sich ständig lang für seinen Fußballklub, hat in dieser Saison so wenig Treffer kassiert wie lange kein Torwart beim SC Verl und er bleibt jetzt auch noch ein bisschen länger. Am Freitag hat der 27-Jährige seinen bis zum Sommer laufenden Vertrag um drei Jahre bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Der »Langzeit-Lange« ist schon am Samstag wieder gefordert – gegen die kleinen Knappen.

Von Christian Bröder
Daumen hoch für die Vertragsverlängerung: Sebastian Lange ist seit dem Sommer 2012 Torhüter beim SC Verl. Jetzt hat er seinen Kontrakt um drei Jahre ausgeweitet. Am Samstag hütet er gegen Schalkes U23 das Tor für den Sportclub.
Daumen hoch für die Vertragsverlängerung: Sebastian Lange ist seit dem Sommer 2012 Torhüter beim SC Verl. Jetzt hat er seinen Kontrakt um drei Jahre ausgeweitet. Am Samstag hütet er gegen Schalkes U23 das Tor für den Sportclub.

 Um 14 Uhr gastiert am 21. Spieltag der Fußball-Regionalliga West mit der U23 des FC Schalke 04 der Tabellen-16. im Stadion an der Poststraße. Exakt zwei Monate und einen Tag nach dem letzten Meisterschaftsspiel vor der Winterpause gegen den FC Kray (5:0), geht es wieder um Punkte.

 Darüber ist auch Lange froh, dessen Vertragsverlängerung dem SC Verl auch durch seine gute berufliche Perspektive als Industrie-Kaufmann bei einem Sponsoren ermöglicht worden ist. »Sebastian gehört für mich zu den besten Torhütern der Regionalliga. Sportliche betrachtet hätte er bei einem anderen Klub vielleicht das Vier- oder Fünffache verdienen können. Stattdessen ist er uns finanziell entgegengekommen«, freut sich SCV-Präsident Raimund Bertels über die Verlängerung der Nummer eins. Lange ist im Sommer 2012 vom SC Paderborn nach Verl gewechselt, nachdem er zuvor zwei Jahre an den SC Wiedenbrück ausgeliehen war. Der gebürtige Paderborner, der die Philosophie der Verler Sparsamkeit mitträgt, wird wohl auch gegen Schalke den Posten zwischen die Pfosten einnehmen.

 Trainer Andreas Golombek brennt auf den Wiederbeginn der Serie: »Wir sind gut vorbereitet. Da wir noch den Test gegen Ahlen hatten, ist auch der Rhythmus da. Das Gute ist, dass es endlich wieder um etwas geht.« Der 46-Jährige rechnet allerdings nicht damit, dass es die »kleinen Knappen« um Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah den Seinen diesmal erneut so einfach machen werden wie im Hinspiel. Am 23. August hat Verl einen 0:1-Pausenrückstand noch in ein 4:1 gedreht. Damals tröstet Golombek die Gastgeber: »Diese jungen Schalker werden wir noch anders erleben, wenn sie im Herrenfußball angekommen sind.« Ob seine Worte mittlerweile an Aktualität gewonnen haben, hängt wohl auch von der Integration der Neuzugänge ab. »Sie haben sich in der Pause mit drei Spielern gut verstärkt und werden diesmal nicht in ein Loch fallen«, ahnt Golombek.

 Schwierig dürfte es ihm damit ergehen, aus seinem 25 Akteure umfassenden Aufgebot den 18-köpfigen Kader für die Spielberechtigungsliste zu benennen. »Es wird den einen oder anderen treffen, der da eigentlich auch reingehört. In der Vorbereitung hat es nämlich nur einen Gewinner gegeben – den SC Verl. Die Jungs habe alle durch die Bank voll mitgezogen«, schwärmt Golombek. Einzig eine Grippewelle hat am vergangenen Wochenende für ein unplanmäßiges Störfeuer gesorgt. Dies ist jedoch erloschen: Bis auf Manuel Rasp ( »Ihn hat es richtig erwischt«) sind alle Krankheitsfälle wieder zurück. Ansonsten fehlt nur Mario Bertram (Patellasehnen-Probleme).

 Präsident Raimund Bertels ist derweil weiterhin mit den Vertragsgesprächen beschäftigt. Ein nächster Kandidat, dessen Arbeitspapier im Sommer ausläuft ist Simon Engelmann. Der 25-Jährige ist mit neun Treffern der bislang erfolgreichste Verler Torschütze und dürfte sich damit auch in den Fokus von anderen Klubs gespielt haben. Dennoch stellt Bertels klar: »Was die Gehälter betrifft, sind uns Grenzen gesetzt. Und diese werden wir für Simon nicht überschreiten. Wir wissen, wie wichtig er für uns ist. Er weiß aber auch, was er an uns hat.« Dass beim SCV mittlerweile Drei-Jahres-Verträge in Mode sind – vor Lange haben Julian Schmidt, Matthias Haeder und Daniel Mikic »Langzeit-Kontrakte« unterzeichnet – hat neben der Verler Kontinuität für Raimund Bertels noch einen anderen Grund: »Die Verhandlungen gehen einem irgendwann so auf den Senkel, dass wir gerne lange Laufzeiten nehmen.«

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