Handball-Verbandsliga: HSG Gütersloh heute Abend in Mennighüffen – TV Verl fordert Spitzenreiter Sundwig  Niedrigste Zahl fängt an 

Kreis Gütersloh (WB). 14, 15, 16. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht finden sich die heimischen Vertreter mit ihren (Plus-)Punkten in der Handball-Verbandsliga wieder. Die niedrigste Zahl fängt an: Bereits heute Abend (20 Uhr) reist die HSG Gütersloh als krasser Außenseiter zum Tabellenzweiten VfL Mennighüffen.

Von Dirk Heidemann
Die Mennighüffener Julian Peitzmeier (links) und Marco Büschenfeld (rechts) sind fassungslos: HSG-Kreisläufer Mirko Torbrügge ist durch und trifft. 29:29 trennen sich beide Teams im Hinspiel – dabei führt die HSG zwischenzeitlich schon mit 25:22.
Die Mennighüffener Julian Peitzmeier (links) und Marco Büschenfeld (rechts) sind fassungslos: HSG-Kreisläufer Mirko Torbrügge ist durch und trifft. 29:29 trennen sich beide Teams im Hinspiel – dabei führt die HSG zwischenzeitlich schon mit 25:22.

 Krasser Außenseiter? Nach den beiden Siegen zum Rückrundenauftakt beim Derby in Verl sowie gegen Angstgegner CVJM Rödinghausen müssten die Schwarz-Gelben vor Selbstvertrauen doch nur so strotzen. Doch die aktuellen Personalprobleme zwingen Trainer Philipp Christ dazu, auf die Euphoriebremse zu treten. Christian Bauer klagt über Probleme am Fuß und kann nicht richtig auftreten, Fabian Diekmann hütet mit einer Grippe das Bett und Jan Kuster fehlt aus beruflichen Gründen. »Das macht die Sache noch schwieriger«, sagt der HSG-Coach, der nur eine Hoffnung hat: »In der Vergangenheit haben wir schon oft gezeigt, dass wir auch mit einer schmalen Besetzung dagegenhalten können. Die Mannschaft hat daher mein vollstes Vertrauen.«

 Mennighüffen ließ am vergangenen Samstag überraschend einen Punkt bei Schlusslicht Oberlübbe liegen und darf sich im Rennen um die Vizemeisterschaft, die zu Relegationsspielen um den Aufstieg in die Oberliga berechtigen könnte, keinen weiteren Ausrutscher erlauben. Neben Schlussmann Georgios Triantafillou zählen Mittelmann Marco Büschenfeld und der Rückraum-Linke Arne Kröger zu den großen Stützen des Teams. »Wir werden dort einen großen Kampf abliefern«, verpricht Philipp Christ, der nach dem Spiel eine Entscheidung von Steffen Feldmann erwartet, oder er bei der HSG bleibt oder den Verein im Sommer verlässt.

Absolutes Mittelmaß

 TV Verl Mit 15:15 Punkten repräsentiert der TV Verl absolutes Mittelmaß – und dürfte nach Lage der Dinge zumindest am morgigen Samstag auch nicht darüber hinauskommen. Mit der HTV Sundwig/Westig stellt sich schließlich um 19 Uhr der ungeschlagene Tabellenführer in der Sporthalle an der St. Anna-Straße vor. »Wir müssen das sehr realistisch sehen. Im Hinspiel hatten wir sie am Rande einer Niederlage, da sie Verletzungsprobleme hatten und noch nicht richtig in der Liga drin waren. Damals hat das Schiedrichtergespann Sundwig mit einigen seltsamen Entscheidungen gerettet, bei dieser Meinung bleibe ich auch«, sagt TVV-Trainer Sören Hohelüchter. Um gegen den übermächtigen Gegner etwas ausrichten zu können müsse bei seiner Mannschaft, die ohne Zweifel über großes Potenzial verfügt, schon alles zusammenpassen und die auf allen Positionen doppelt gut besetzten Gäste einen ihrer wenigen schlechten Tage erwischen.

 Auf jeden Fall erwarten die Verler ein volles Haus und wollen so lange wie möglich »bei der Musik bleiben« (Hohelüchter). Bis auf die Langzeitverletzten Alexander Busche und Daniel Niehüser sowie den letztmals fehlenden Sergej Braun (Schulterprobleme) stehen dem TV Verl alle Akteure zur Verfügung.

 TSG Harsewinkel Derzeit bei 16 Zählern steht die TSG, die eigentlich noch Platz zwei angreifen wollte. Doch die wenig überzeugenden Auftritte in Steinhagen sowie gegen Sundwig waren ein echter Stimmungskiller und haben den Eindruck vermittelt, als plätschere die Saison nur noch so dahin. Dem allerdings tritt Hagen Hessenkämper vor dem morgigen Auswärtsspiel bei der HSG Hüllhorst (19.15 Uhr) vehement entgegen. »Es gibt keine Motivationsprobleme. Noch sind elf Spiele zu spielen und wenn wir glauben, die Serie austrudeln lassen zu können, dann wird das fatal enden«, verweist der TSG-Coach auf die Leistungsdichte in der Liga. Die mangelhafte Chancenverwertung, an der die Harsewinkeler in den beiden vergangenen Partien gescheitert sind, darf sich in Hüllhorst auf keinen Fall fortsetzen – sonst hagelt es Gegenstoß-Treffer.

 »Wir tun uns momentan schwer auf dem Weg zum Tor und verlassen uns zu sehr auf die Nebenleute«, fordert Hessenkämper ein konsequenteres Verhalten beim Abschluss. Nach wir vor gelte es, aus dem strammen Programm zum Auftakt der Rückrunde mehr Punkte zu holen als aus dem verkorksten Saisonstart (2:8 Punkte). Aktuell steht die TSG bei 0:4.

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