Fußballer Dominik Jansen hat während der Weltreise seinen 33. Geburtstag im australischen Surferdorf gefeiert Zwischen ganz oben und Down Under 

Byron Bay/Kreis Gütersloh (WB). Während im Urwald der neue Dschungelkönig gesucht wird, genießt Dominik Jansen eher die Strände und das Meer unter der Sommersonne Australiens. Seit mehr als vier Monaten reist der ehemalige Fußballer des SC Wiedenbrück nun um den Globus. Gestern ist der aus Mönchengladbach stammende Mittelstürmer 33 Jahre alt geworden und dabei auf der Südhalbkugel abgetaucht.

Von Christian Bröder
Auch Orte in luftiger Höhe besucht Ex-Wiedenbrücker Dominik Jansen während seines Trips um den Globus. Hier steht der 33-Jährige, der gestern seinen Geburtstag gefeiert hat, oberhalb der gut erhaltenen Ruinenstadt Machu Picchu in etwa 3260 Metern Höhe.
Auch Orte in luftiger Höhe besucht Ex-Wiedenbrücker Dominik Jansen während seines Trips um den Globus. Hier steht der 33-Jährige, der gestern seinen Geburtstag gefeiert hat, oberhalb der gut erhaltenen Ruinenstadt Machu Picchu in etwa 3260 Metern Höhe.

»Mittlerweile bin ich in Byron Bay – einem kleinen, alternativen Dorf mit vielen Surfern und einem besonders entspannten Flair. Hier habe ich mit ein paar Leuten gefeiert, die ich während der Reise kennengelernt habe«, lässt Jansen wissen. Seinen Ehrentag hat er bei mediterranen Temperaturen jenseits der 25 Grad im Badeort am östlichsten Punkt Australiens verbracht. »Am meisten freue ich mich in hier auf das Tauchen im Great Barrier Reef. Meine wunderbaren Freunde haben mir zum Abschied im September einen Gutschein dafür geschenkt«, freut sich Jansen schon auf die Ausflüge ins größten Korallenriff der Erde. Zum Geburtstag haben ihn aus Ostwestfalen viele Glückwünsche, auch von seinen Wiedenbrücker Wegbegleitern, erreicht.

Während seiner Weltreise hat Dominik Jansen die runde Kugel und seinen Ex-Klub, den er im Mai 2014 als Interimstrainer mit sieben ungeschlagenen Spielen am Stück vor dem Abstieg gerettet hat, nicht aus dem Blick verloren. »Ich bin jetzt einige Zeit unterwegs und habe viele wunderbare Erfahrungen sammeln dürfen. Ähnlich wunderbar ist die Hinrunde für den SCW verlaufen. Der Klub hat auf sich aufmerksam gemacht und sich von der Lethargie der Vorsaison befreit«, freut sich der Cousin von Ex-Nationalspieler Marcell Jansen, der seine Weltreise am 1. September 2014 gestartet hat.

Während »seine« Wiedenbrücker im September und Oktober 18 Punkte und sensationelle Siege gegen Aachen und Viktoria Köln gefeiert haben, ist der 1,89 Meter-Hüne durch Südamerika gereist. Ziele sind unter anderem der Zuckerhut in Rio de Janeiro, Buenos Aires oder auch das Naturschauspiel der Wasserfälle von Iguazu gewesen. »Mit der Atacama Wüste habe ich danach eine der im Gegensatz dazu wasserärmsten Regionen der Welt besucht«, erklärt Jansen. Weiter geht es für ihn danach über La Paz zu den atemberaubenden Ruinen der peruanischen Inka-Stadt Machu Picchu (deutsch: Alter Gipfel) in 3260 Metern Höhe. Die traumhaften und artenreichen Galapagos-Inseln bilden den Abschluss seines Südamerika-Aufenthalts.

»Im November bin ich dann in Neuseeland angekommen und habe das bittere 1:7 des SCW in Rödinghausen genauso verfolgt wie die Rehabilitation eine Woche später mit dem Derbysieg gegen Verl«, verrät Jansen. Während die Emsstädter in der Folge weiter Punkte sammeln, durchquert der Barträger Neuseeland – vom nördlichsten bis zum südlichsten Punkt. Nicht fehlen darf dabei ein Ausflug nach Hobbitons, dem Drehort der »Herr der Ringe«-Filme von Regisseuer Peter Jackson. Ob Cape Reinga, der höchste Berg Mount Cook oder Bluff – auch der Inselstaat im Südpazifik fasziniert Dominik Jansen.

Seine Leidenschaft für den SC Wiedenbrück lässt ihn auch weit über 18000 Kilometer fern der ostwestfälischen Heimat nicht los: »Das Hinrundenfinale gegen Essen wollte ich früh morgens in einem Internetcafe in Paihia gucken, doch leider wurde das Spiel am Ende doch nicht live übertragen.« Gleichwohl zeigt sich der 33-Jährige vom ersten Saisonteil seines Ex-Klubs beeindruckt: »Mit 30 Punkten in die Winterpause zu gehen stimmt mich, als größten SCW-Fan am anderen Ende der Welt, sehr zufrieden. In der vergangenen Spielzeit haben wir dafür eine ganze Saison benötigt«, blickt er zurück.

Einen alten Bekannten aus Wiedenbrück hat Dominik Jansen übrigens auch noch zwischendurch getroffen – Vereinswirt Jonny Johannknecht. »Auf meinem Trip nach Australien habe ich noch einen kurzen Umweg über Thailand eingebaut und Jonny, unseren Meister des Feuerwassers, besucht«, schmunzelt Jansen. Flüssige Highlights erlebt er genauso wie kulinarische: Ob die lokal-typische Suppe in der Favela Rocinha (Rio de Janeiro), die bekömmliche wie schmackhafte Kost in Thailand oder »der gute Fisch in Neuseeland«, Jansen lässt sich seinen Globus-Trip munden. Ganz nach seinem Geschmack sind auch die vielen Erlebnisse zwischen Wüste und Wasser sowie Himmel und Erde. »Gefährliche Situationen habe ich dabei bisher nicht wirklich überstehen müssen. In Thailand wäre ich fast auf eine Schlange getreten, aber ich habe es noch rechtzeitig gemerkt. Und in Australien bin ich mit Haien getaucht«, erzählt er.

Bis der »SCW-Retter« wieder in Ostwestfalen auftaucht, wird es noch eine Weile dauern. Denn noch hat Dominik Jansen längst nicht alle Punkte auf seiner To-do-Liste abgehakt. Auf den Weltenbummler aus Wiedenbrück warten noch jede Menge weiterer Abenteuer zwischen ganz oben und Down Under.

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