Elfmeter verballert und ein Eigentor: SC Verl verliert gegen BSV Rehden mit 1:2  Ärgerlicher Ausrutscher 

Rheda-Wiedenbrück (WB). Ein trotz der 1:2 (0:1)-Niederlage erstaunlich gut gelaunter Andreas Golombek hatte den Schuldigen für die unerwartete Testspielpleite seines SC Verl schnell gefunden. »Den einen holst du raus und machst mir alles kaputt«, scherzte der SCV-Trainer in Richtung Milos Mandic, Torhüter in Diensten des Nord-Regionalligisten BSV Rehden.

Von Dirk Heidemann
Nicht der BSV Rehden, hier Innenverteidiger Michael Wessel, sondern der SC Verl rutscht am Samstag in der Tönnies-Arena aus. Der Fußball-Regionalligist aus der West-Staffel, links Hamadi Al Ghaddioui, unterliegt dem Viertligisten aus dem Norden mit 1:2.
Nicht der BSV Rehden, hier Innenverteidiger Michael Wessel, sondern der SC Verl rutscht am Samstag in der Tönnies-Arena aus. Der Fußball-Regionalligist aus der West-Staffel, links Hamadi Al Ghaddioui, unterliegt dem Viertligisten aus dem Norden mit 1:2. Foto: Wolfgang Wotke

 Der frühere Verler Schlussmann parierte in der 53. Minute einen von Robert Mainka geschossenen Foulelfmeter, als er aus Sicht des Schützen in die linke Ecke abtauchte und die Kugel zur Seite abwehrte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der heimische Fußball-Regionalligist vor 25 fröstelnden Zuschauern in der TönniesArena in seiner besten Phase. Mainka hatte eine Flanke von Marcel Kunstmann mit dem Kopf an die Latte gesetzt (51.) und Mandic mit einer schönen Flugeinlage einen Schuss von Enis Cömert (52.) pariert. Cömert und Daniel Mikic vergaben eine Doppelchance (57.), dann endlich traf Marco Kaminski nach einer Cömert-Ecke per Kopfball zum längst verdienten Ausgleich (58.).

 Die gut 15 Minuten andauernde drückende Überlegenheit des SCV konnte indes nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Verler über die restliche Spielzeit hinweg große Probleme mit dem Tabellen-17. der Nord-Staffel hatten. »Sie waren griffig, haben provoziert und sind richtig hingegangen«, freute sich »Golo« sogar darüber, dass seine Mannen mal richtig gefordert wurden: »Dafür sind Vorbereitungsspiele doch da. Jetzt kann ich Dinge, die mir nicht gefallen haben, konkret ansprechen. Und dann werden wir sie abstellen.«

 Moses Lamidi, Neuzugang vom KFC Uerdingen, hatte die forschen Gäste nach einer flachen Hereingabe von Jeffrey Obst früh in Führung gebracht (7.). Der SCV »glänzte« lediglich durch schnelle Ballverluste und konnte zur Pause froh sein, nur mit 0:1 hinten zu liegen. Marius Winkelmann (17.) und Danny Arend (18.) verpassten eine höhere Halbzeitführung des BSV ebenso wie Gastspieler Kresimir Matovina, der knapp an einer Obst-Hereingabe vorbeirutschte (40.). »Wir sind eine Fußball-Mannschaft, aber auf dem Boden ging in der ersten Halbzeit kein Fußball. Da muss ich in der Lage sein, mein Spiel umzustellen. Wir haben um das Gegentor gebettelt«, sagte Golombek.

 Dass es am Ende nicht einmal zum 1:1 reichte, lag an den ab der 70. Minute wieder munterer nach vorne spielenden Rehdenern und am Eigentor von Julian Stöckner, der eine Hereingabe von Jeff-Denis Fehr (80.) in die eigenen Maschen grätschte. Vorausgegangen war ein katastrophaler Querpass von Marcel Kunstmann. »Der Fehlpass tut weh, denn eigentlich müssen wir schon mit 3:1 oder 4:1 führen. Gut bewegt – aber blöde Tore kassiert«, resümierte Golombek, der seine Mannschaft in der zurückliegenden Trainingswoche richtig rangenommen hatte: »Wir haben eine Menge gemacht. Andreas Pavkovic war nicht da und ich durfte mich mal wieder ausleben.«

 SC Verl 1. Halbzeit:Mellwig - Großeschallau, Plucinski, Stöckner, Unzola - Bömer Schulte, Schröder - Safonov, Haeder, Engelmann - Al Ghaddioui.

 SC Verl 2. Halbzeit:Mellwig - Gräwe, Schmidt, Stöckner, Kaminski - Bömer Schulte, Mikic - Rasp, Mainka, Cömert - Kunstmann.

 BSV Rehden:Mandic - Pekrul (46. Rutter), Heyken (62. Stutter), Wessel (46. Gyasi), Matovina - Tietz (62. Goldmann), Winkelmann (46. Artmann) - Obst (62. Hirooka), Zengin (62. Trianni), Arend - Lamidi (46. Makangu/78. Fehr).

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