TV Verl kämpft um Verbleib von Yannick Sonntag und Fabian Raudies – Malte Werning aus Lemgo spielberechtigt  Siebenmeter-Flut versenkt Schlusslicht 

Verl (WB). Mit nur acht Feldspielern hat Handball-Verbandsligist TV Verl das wichtige Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht TuS Eintracht Oberlübbe 31:24 (17:15) gewonnen und beendet die Hinserie mit 13:13 Punkten. Für den Fall der Fälle stand ein Neuzugang bereit, der von Trainer Sören Hohelüchter allerdings nicht eingesetzt wurde.

Von Dirk Heidemann
13 Siebenmeter bekommt der TV Verl am Samstagabend zugesprochen – Oberlübbe nicht einen einzigen. Die Kritik der Gäste am Schiedsrichtergespann ist durchaus berechtigt. Hier verwandelt Yannick Sonntag gegen Christian Potthoff.
13 Siebenmeter bekommt der TV Verl am Samstagabend zugesprochen – Oberlübbe nicht einen einzigen. Die Kritik der Gäste am Schiedsrichtergespann ist durchaus berechtigt. Hier verwandelt Yannick Sonntag gegen Christian Potthoff.

 Malte Werning kommt aus der zweiten A-Jugend-Mannschaft des TBV Lemgo, trainiert seit sechs Wochen beim TVV mit und war am Samstag erstmals spielberechtigt. In der Verler Bezirksliga-Truppe, die das »Vorspiel« bestritt, deutete der 18-jährige Kreisläufer sein Potenzial bereits an. »Er hat gut gespielt und kann es schnell in die erste Mannschaft schaffen«, sagte Sören Hohelüchter, der neben dem Langzeitverletzten Alexander Busche wie befürchtet auch auf Sergej Braun (Schulter) sowie Thomas Fröbel (hat sich im Skiurlaub das Innenband und den Innenmeniskus im rechten Knie gezerrt) verzichten musste. »Ob ich am Freitag gegen die HSG Gütersloh dabei sein kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden«, sagte Fröbel, der nur individuell trainiert.

»Aller Ehren wert«

 »Wie meine Truppe diese personellen Rückschläge weggesteckt hat, ist aller Ehren wert. Oberlübbe hat in der ersten Halbzeit voll dagegengehalten, die Aufgabe war deutlich schwieriger als bei LIT«, sagte Hohelüchter, dessen Mannen sich nur einmal beim 14:10 (23.) etwas absetzen konnten, das Schlusslicht trotz einer ordentlichen Leistung aber nicht richtig zu packen bekam. Erst ein energischer Zwischenspurt zu Beginn des zweiten Abschnitts, der auf einer aggressiv-offensiv agierenden Deckung sowie einem wie entfesselt aufspielenden Yannick Sonntag basierte, lenkte die Partie beim 24:17 (41.) in die richtige Bahn. »Ich bin stolz auf meine Truppe, die seit drei Spielen sehr strukturiert auftritt und den Matchplan durchzieht. Es ist keiner da, der die Struktur sprengt«, sagte Sören Hohelüchter, der die Gäste allerdings vom Schiedsrichtergespann etwas benachteiligt sah: »Oberlübbe hatte Entscheidungen gegen sich, die die ganze Halle nicht verstanden hat.« So bekamen die Verler 13 Siebenmeter zugesprochen – Oberlübbe nicht einen einzigen.

 Im Hinblick auf die kommende Saison gibt es beim TV Verl feste Zusagen von André Hesse, Alexander Busche, Patrick Schmidt, Thomas Fröbel und Santino Zanghi. Sergej Braun hat sich Bedenkzeit erbeten, bei Leon Appelmann stehen die Zeichen auf Abschied. Ungewiss ist der Verbleib von Abwehrchef Tim Reithage. Schwer dürfte es zudem werden, Fabian Raudies, dem andere Angebote vorliegen sollen, sowie Yannick Sonntag zu halten. »Wir haben einige Baustellen, sind aber in Gesprächen. Hohelüchter wird wohl weitermachen«, sprach der TVV-Trainer von sich in der dritten Person. A-Junior Thilo Vogler wird aus Ahlen zurückkehren, auch Eigengewächs Sebastian Göller (Hamm) hätten die Verler gerne wieder in ihren Reihen.

 TV Verl:Schmidt - Sonntag (12/6), Raudies (8/1), Hesse (4), Appelmann (4/2), Reithage (1), Bode (1), Zanghi (1), Fischedick.

 TuS Eintracht Oberlübbe:Potthoff/Halstenberg - Bröenhorst (7), Eikmeier (5), Brown (4), Lukowski (3), Halfbrodt (2), Meynert (1), Sikkema (1), Schütte (1), Bekemeier, Kuhlmann.

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