Entzündung im Gehirn erfolgreich behandelt – Abwehrchef des SC Wiedenbrück kann weiter Fußball spielen  Bollmann blickt nur noch nach vorne 

Rheda-Wiedenbrück (WB). Seine Leidenszeit hat ein glückliches Ende gefunden. Markus Bollmann hat die Entzündung in seinem Gehirn mit einer Cortisontherapie erfolgreich bekämpft. »Die Ärzte haben mir grünes Licht gegeben. Ich kann ohne Einschränkung weiter Fußball spielen und wieder voll dabei sein«, sagt der Innenverteidiger des Regionalligisten SC Wiedenbrück am Freitag gegenüber dem WESTFALEN-BLATT.

Von Dirk Heidemann
Sein bislang letztes Spiel: Am 4. Oktober steht Markus Bollmann (links) bei der 0:1-Heimniederlage des SC Wiedenbrück gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach auf dem Platz. Jetzt darf der 34-Jährige endlich wieder mittrainieren.
Sein bislang letztes Spiel: Am 4. Oktober steht Markus Bollmann (links) bei der 0:1-Heimniederlage des SC Wiedenbrück gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach auf dem Platz. Jetzt darf der 34-Jährige endlich wieder mittrainieren.

Aktuell weilt der 34-Jährige noch im Krankenhaus Mara, dem Epilepsie-Zentrum der von Bodelschwinghschen Anstalten in Bielefeld-Bethel. Seit dem vergangenen Montag unterzieht sich der Ex-Profi einer Abschlussuntersuchung, die weitestgehend abgeschlossen ist. Am Dienstag soll Bollmann entlassen werden und will noch in der kommenden Woche beim SC Wiedenbrück wieder ins Lauftraining einsteigen. Ob er bereits zum Meisterschaftsstart am 8. Februar gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf mitwirken kann, ist aber offen. »Ich habe nach meiner langen Pause doch einen recht großen Rückstand. Mit 21 wäre das kein Problem gewesen. jetzt werde ich etwas länger brauchen. Ich bin aber relativ zuversichtlich, dass es zeitnah eine Rückkehr auf den Platz geben wird«, sagt Markus Bollmann.

Rückblende: Bereits in der Woche vor dem ersten Saisonspiel beim FC Hennef war es beim Wiedenbrücker Abwehrchef zu gesundheitlichen Komplikationen gekommen. Bollmann hatte sich daraufhin eingehend untersuchen lassen und konnte anschließend wieder beschwerdefrei trainieren. Am 4. Oktober 2014 absolvierte der Verteidiger gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach (0:1) sein bislang letztes Pflichtspiel für den SCW. Bei einer Nachuntersuchung während der Länderspielpause Mitte Oktober wurde dann die Entzündung festgestellt.

Auch Alfons »Ali« Beckstedde ist froh, Markus Bollmann bald wieder im Training begrüßen zu können. »Es ist schön, dass er sich auf dem Wege der Besserung befindet«, sagt der SCW-Coach, dessen Vertragsverlängerung an der Ems offenbar nur noch Formsache ist: »Eigentlich brauche ich kein Gespräch mit Burckhard Kramer mehr.« Abgewartet wird offenbar nur noch, bis Dirk Flock seine A-Lizenz in der Tasche hat. Ab dem 26. Januar absolviert der Co-Trainer in Hennef seinen letzten Lehrgang und legt anschließend die Prüfung ab. Das Gespann soll dann über die Saison an den Verein gebunden werden.

Nach dem ausgefallenen Testspiel gegen den VfL Osnabrück liegt das Hauptaugenmerk nun auf der nächsten Vorbereitungspartie am kommenden Mittwoch, 21. Januar, um 19 Uhr beim Oberligisten SV Lippstadt 08. Gespielt wird auf dem neuen Gelände »Am Bruchbaum«, das auch über einen Kunstrasenplatz verfügt. Fehlen wird dann definitiv Saban Kaptan, der für seinen Platzverweis beim Neujahrscup in Paderborn bis zum 26. Januar gesperrt worden ist. Kaptan hatte im mit 6:4 nach Verlängerung gewonnenen Endspiel gegen den SC Verl einen Gegenspieler beleidigt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.