Westfälischen Meisterschaften in Dortmund: Lisa Steinlage vor Ausbildungsabschluss mit Medaillenchancen  Noch ein paar Hürden vor der Prüfung 

Kreis Gütersloh (WB). Mit neun Athleten ist die LG Kreis Gütersloh bei den Westfälischen Meisterschaften vertreten. Am Samstag reist die Truppe mit großen Erwartungen nach Dortmund. Insgesamt gehen dort 430 Teilnehmer an den Start. Mit dabei ist auch LG-Chef Helge Hienz.

Von Rene Wenzel
Lisa Steinlage (Nummer 707) von der LG Gütersloh startet bei den Westfälischen Meisterschaften in Dortmund. Die 21-jährige Rietbergerin geht über 60 Meter Hürden sowie im 60-Meter-Sprint an den Start. Vor ihrer Abschlussprüfung als Bankkauffrau will sie sich eine gute Platzierung sichern.
Lisa Steinlage (Nummer 707) von der LG Gütersloh startet bei den Westfälischen Meisterschaften in Dortmund. Die 21-jährige Rietbergerin geht über 60 Meter Hürden sowie im 60-Meter-Sprint an den Start. Vor ihrer Abschlussprüfung als Bankkauffrau will sie sich eine gute Platzierung sichern.

 Möglichkeiten auf eine Teilnahme im Endlauf rechnet sich vor allem Lisa Steinlage aus. Am vergangenen Wochenende vom Kreissportbund für ihren U23-DM-Titel im Siebenkampf ausgezeichnet, geht die 21-Jährige in Dortmund über 60 Meter Hürden sowie im 60-Meter-Sprint an den Start. Besonders gut stehen die Chancen in ihrer Paradedisziplin, denn die gemeldete Hürden-Konkurrenz kann sich mit den in der Saison gezeigten Leistungen nicht mit der Rietbergerin messen. »Die Zeiten täuschen. Für einige ist es erst der erste Wettkampf in diesem Jahr. Ich will einfach so nah wie möglich an meiner Bestzeit (8,86 Sekunden) liegen«, sagt Steinlage.

 Sie hat in den vergangenen Wochen geschuftet. »Ich trainiere vier Mal unter der Woche und einmal am Wochenende«, sagt die 21-Jährige. Im Winter konnte sie sich aber nicht komplett auf den Sport konzentrieren. So bestand sie im November ihre schriftliche Abschlussprüfung zur Bankkauffrau. Nächste Woche Mittwoch steht die mündliche Prüfung an. Steinlage: »Ich fühle mich trotzdem fit. Immerhin hatte ich in der Weihnachtszeit Urlaub und konnte ausreichend trainieren.«

Große Medaillen-Hoffungen ruhen auf Wendlandt

 Auch ihr Trainer Ferdi Schumacher bestätigt die guten Trainingsleistungen und hofft, dass sein Schützling zumindest in beiden Disziplinen den Endlauf erreicht. »Im Sprint muss sie sich mit zwei, drei deutschen Spitzenläuferinnen messen. An ihre Zeiten kommt Lisa nicht heran. Dafür hat sie über Hürden gute Chancen«, sagt der Übungsleiter.

 Besonders große Medaillen-Hoffnungen ruhen auch auf Lea Wendlandt, die im Stabhochsprungfinale der weiblichen Jugend U18 steht. Vielleicht funkelt gar das Gold: Ihre Saisonbestleistung von 3,55 Meter konnten die Verfolger bis dato jedenfalls nicht stoppen. »Beim ›Season Opening‹ in Leverkusen ist Lea 3,45 Meter gesprungen. In Dortmund will sie sich steigern«, berichtet Helge Hienz. Auch diese Höhe sollte für Rang eins reichen. Denn die auf Position zwei gelistete Erin-Sophie Sand (LG Lippe-Süd) erreichte nur 3,35 Meter. Neben dem Stabhochsprung versucht sich Wendlandt auch über 60 Meter Hürden und im Weitsprung.

 Neben Lea Wendlandt und Lisa Steinlage startet auch Florian Baum über 60 Meter Hürden. Während die Konkurrenz wohl überrascht auf die angegebenen Leistung in der Meldelist blickt (er steht auf Platz eins mit 8,77 Sekunden über 60 m Hürden), klärt Hienz auf: »Die anderen Teilnehmer haben ihre Freiluftzeiten über 110 Meter Hürden angegeben. Florians Zeit über 60 Meter Hürden liegt etwa bei 16 Sekunden.«

 Indes möchte Marsha Furche ihr Debakel von Paderborn – sie musste im Hürdenlauf (U20) aufgeben – vergessen machen. »Marsha besitzt gute Chancen auf den Endlauf. Sie geht auch im Kugelstoßen an den Start«, teilt Helge Hienz mit. Über 60 m Hürden sind zudem Marlene Funke, Julia Buschmann, Fenia Hölscher (auch 60 m Sprint) und Carla Egger (Hochsprung) vertreten.

 »Vor Ort wird noch eine 4x200-Meter-Staffel aufgestellt«, berichtet der LG-Chef, der auch auf die Leistungen von Marvin Gregor gespannt ist. Der Isselhorster will in Dortmund im Stabhochsprung auf sich aufmerksam machen. Aufgrund der vorhandenen Zehnkampfmannschaft startet Gregor für den LC Paderborn, trainiert aber in Gütersloh. »In Leverkusen ist er noch an der Fünf-Meter-Marke gescheitert. Vielleicht packt er es in Dortmund«, hofft Helge Hienz. Immerhin zählt der 21-Jährige zu den Favoriten. So wie auch einige der anderen Gütersloher Sportler, die auf einen spannenden Wettkampf in der Helmut-Körnig-Halle in Dortmund hinfiebern.

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