TSG Harsewinkel unterliegt Bundesligist GWD Minden mit 26:43 (11:18) – Magere Kulisse mit 220 Zuschauern  Rambo & Co. ein bisschen geärgert 

Harsewinkel (WB). Mit einem Rambo legt man sich besser nicht an. Handball-Torwart Johnny Dähne findet am Freitagabend jedoch Gefallen daran und entschärft einige »Granaten« von Christoffer Rambo. Der ist mit elf Toren immerhin erfolgreichster Shooter von Bundesligist GWD Minden, gegen den sich die vier Klassen tiefere TSG Harsewinkel beim 26:43 (11:18) ordentlich aus der Affäre zieht.

Von Christian Bröder, Wolfgang Wotke(Fotos)
Auffälligster Harsewinkeler Feldspieler ist am Freitagabend Luca Sewing, der in dieser Szene einen Siebenmeter gegen den Mindener Schlussmann Jens Vortmann verwandelt. Insgesamt ist die Nummer 77 im Freundschaftsspiel vor 220 Zuschauern neunmal erfolgreich.
Auffälligster Harsewinkeler Feldspieler ist am Freitagabend Luca Sewing, der in dieser Szene einen Siebenmeter gegen den Mindener Schlussmann Jens Vortmann verwandelt. Insgesamt ist die Nummer 77 im Freundschaftsspiel vor 220 Zuschauern neunmal erfolgreich.

»Spielerisch haben wir uns aus meiner Sicht gut verkauft. Gerade zu Anfang haben wir die Mindener ein wenig geärgert und Johnny hat ein paar gute Dinger rausgeholt«, zeigt sich TSG-Trainer Hagen Hessenkämper mit der Leistung seines Verbandsligisten beim Freundschaftsspiel zufrieden. Einzig die magere Kulisse trübt ein wenig die Freude auf beide Seiten. Bloß 220 Zuschauer verfolgen die Partie in der Harsewinkeler Dreifachturnhalle, die GWD-Coach Goran Perkovac vor allem als gelungene Abwechslung vom Training dient. »Das ist eine gute Gelegenheit, mal wieder etwas zu laufen und Spaß zu haben.«

Den haben in der Anfangsphase vor allem die Gastgeber, auf deren Seite nach den Ausfällen von Sven Bröskamp (Fußverletzung) und Dennis Baumgartl (Oberschenkelprobleme) auch Manuel Mühlbrandt an Grippe erkrankt kurzfristig passen muss. Florian Oetking bringt die »Oranje« mit 1:0 in Front (1.) und Torwart Dähne besagten Rambo sowie GWD-Spielmacher Dalibor Doder mit insgesamt 13 Paraden im ersten Durchgang und einem gehaltenen Siebenmeter gegen Artjom Antonevitch (7.) mitunter zu Verzweiflung. »Johnny hat uns ein bisschen den Zahn gezogen«, lacht der GWD-Halblinke Arne Niemeyer anerkennend. Er kennt Dähne aus Jugendzeiten, wird am Freitag allerdings »nach Extra-Einheiten mit schweren Beinen« geschont.

Auch ohne ihn bestimmen die »Löwen« von der Weser das Geschehen erwartungsgemäß nach Belieben und lassen – mitunter kühl agierend – zwischen dem 8:11 (18.) und 9:16 (28.) tatsächlich mal neun Minuten kein Gegentor zu. Gleichwohl wehrt sich die TSG, bei der Hessenkämper auch im Hinblick auf das Meisterschaftsheimspiel gegen Jöllenbeck II die Spielanteile gleichmäßig verteilt, tapfer. »Wir haben gut dagegengehalten, GWD hat uns aber auch leben lassen«, bilanziert Johnny Dähne. Die Gäste verbessern im zweiten Durchgang ihre Wurfquote und haben durch Artjom Antonevitch, der mit der Schlusssirene zum 43:26 trifft, auch das letzte Wort.

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