Handball-Verbandsliga: HSG ohne Kleeschulte – Fröbel wieder im Training – Harsewinkel will Serie ausbauen  Kai steht nicht in der Kiste 

Kreis Gütersloh (WB). 8:8, 8:10, 7:11. Kein heimisches Team weist in der Handball-Verbandsliga ein positives Punktekonto auf. Die logische Konsequenz: TSG Harsewinkel, HSG Gütersloh und TV Verl finden sich am Rande zu den Abstiegsplätzen wieder.

Von Dirk Heidemann
Nicht gänzlich ohne Blessuren ist die HSG Gütersloh aus dem mit 36:32 gewonnenen Heimspiel gegen LIT II gegangen. Julian Schicht (Mitte) bekam kurz vor Schluss einen schmerzhaften Schlag auf die Finger. Er hat nach Eis geschrien – so kenne ich ihn gar nicht, schmunzelt HSG-Trainer Philipp Christ.
Nicht gänzlich ohne Blessuren ist die HSG Gütersloh aus dem mit 36:32 gewonnenen Heimspiel gegen LIT II gegangen. Julian Schicht (Mitte) bekam kurz vor Schluss einen schmerzhaften Schlag auf die Finger. Er hat nach Eis geschrien – so kenne ich ihn gar nicht, schmunzelt HSG-Trainer Philipp Christ.

Die besten Chancen, sich aus der Gefahrenzone zu entfernen, hat am kommenden Wochenende die TSG Harsewinkel. Beim Tabellenvorletzten TSV Ladbergen soll am Sonntag (18 Uhr) die jüngste Erfolgsserie (drei Siege am Stück) ausgebaut werden. »Doch wir müssen auf der Hut sein. Von der individuellen Stärke her ist Ladbergen höher einzuschätzen als Oberlübbe«, sagt TSG-Trainer Hagen Hessenkämper. Wenn man die mit reichlich Erfahrung aus höheren Klassen versehenen TuS-Akteure spielen lasse, könne es eine böse Überraschung geben. »Eine Larifari-Einstellung dürfen wir uns auf keinen Fall erlauben, sonst leisten wir unfreiwillige Aufbauhilfe«, mahnt Hessenkämper, der eine ähnlich starke Abwehrleistung wie beim 22:19 über Oberlübbe sehen möchte, gleichwohl aber eine deutliche Steigerung der Angriffsquote erwartet.

Durch die drei Erfolge am Stück ist bei der TSG die Verunsicherung vom Saisonbeginn gewichen, stattdessen hat das Team auch dank einer nun verbesserten Personalsituation Selbstvertrauen getankt. Fraglich ist am Sonntag nur der Einsatz von Dennis Baumgartl, der aufgrund eines Hexenschusses auch in dieser Woche nicht mit der Mannschaft trainieren konnte. In der Hinterhand hält die TSG das Nachholspiel beim VfL Mennighüffen, das am Freitag, 19. Dezember, um 20 Uhr stattfinden wird.

HSG Gütersloh Nicht viel schlechter als die Harsewinkeler Chancen sind die Aussichten der HSG Gütersloh, das Punktekonto am Samstagabend (19.45 Uhr) auszugleichen. Es geht zum Schlusslicht nach Oberlübbe. »Wir können die zwei Punkte gegen LIT vergolden. Denn der Sieg ist nichts wert, wenn wir dort verlieren«, sagt HSG-Trainer Philipp Christ, der die Eintracht bei der Niederlage in Harsewinkel beobachtet hatte. »Johnny Dähne hat das Spiel für die TSG gewonnen. Es gibt überhaupt keinen Grund, Oberlübbe zu unterschätzen«, lautet seine Erkenntnis.

Eine Hiobsbotschaft erreichte Christ gestern Mittag. Bei Kai Kleeschulte besteht der Verdacht auf freie Gelenkkörper im Ellbogen des rechten Arms, der Torhüter bekam vom Arzt ein Sportverbot aufgelegt. Eugen Rogalski fehlt es an Spielpraxis, so dass Matthias Wehmöller oder Sascha Homuth aus der am Wochenende spielfreien zweiten Mannschaft mitfahren werden. Offen ist zudem, wie Julian Schicht (Finger geschwollen) und Christian Bauer (dicker Knöchel) ihre Blessuren aus dem LIT-Spiel auskuriert haben.

TV Verl Ganze acht Kilometer vom Korfskamp in Hille-Oberlübbe entfernt steht für den TV Verl am Samstagabend in der Osterstraße das Auswärtsspiel bei der HSG Hüllhorst (19.15 Uhr) an. Der TVV hat sich durch einige unnötige Punktverluste selbst unter Druck gesetzt und steht mit 7:11 Zählern am schlechtesten da. »Wir müssen uns jetzt zusammenraufen und die Situation erkennen«, fordert Trainer Sören Hohelüchter, der mit einer zweiten Antibiotika-Kur seine Bronchitis bekämpft und hofft, morgen wieder an der Seitenlinie stehen zu können. »Wenn wir den Weg Richtung Tor finden, die Dinger reinmachen und unser zuletzt katastrophales Überzahlspiel endlich auch mal stattfinden lassen, anstatt Schiss zu bekommen, dann sind wir schon einen Riesenschritt weiter«, so der Coach.

Positiv: Thomas Fröbel ist nach Schulterproblemen beschwerdefrei und befindet sich wieder im Training, soll am Wochenende aber wohl zunächst in der Reserve zum Einsatz kommen. Nicht trainieren konnten Yannick Sonntag (Grippe) und Santino Zanghi (er ist mit der Berufsschule unterwegs). Tim Reithage behindert ein dicker Daumen.

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