Rekordhalter Amanal Petros startet am Freitag beim 22. Christkindllauf und bekommt Konkurrenz aus Eritrea Die Nummer eins ist wieder Favorit 

Rheda-Wiedenbrück (WB). Da er seit gut einem Jahr in Gütersloh lebt, wird der 22. Christkindllauf für Amanal Petros vom TSVE Bielefeld am Freitagabend quasi zum Heimspiel. Einen gewissen Sympathie-Bonus genießt der 19-jährige Äthiopier längst, seit er im vergangenen Jahr in 30:28 Minuten netto den Streckenrekord pulverisiert hat. Er ziert deshalb diesmal das Ankündigungsplakat und geht mit der Startnummer eins ins Rennen. Ehre, wem Ehre gebührt!

Von Christian Bröder
Angestrahlter Strahlemann: Der in Gütersloh lebende Amanal Petros hat den Christkindllauf in der festlich beleuchteten Wiedenbrücker Innenstadt im vergangenen Jahr in der Rekordzeit von 30:28 Minuten netto gewonnen. Am Freitag startet er wieder.
Angestrahlter Strahlemann: Der in Gütersloh lebende Amanal Petros hat den Christkindllauf in der festlich beleuchteten Wiedenbrücker Innenstadt im vergangenen Jahr in der Rekordzeit von 30:28 Minuten netto gewonnen. Am Freitag startet er wieder.

 Rekordhalter Petros wird mit dem gebürtig aus Eritrea stammenden Ejob Solomon (SG Wenden), der Ende September den Kölner Halbmarathon gewann, sowie einem 18-jährigen Lands-mann, der für den TuS Deutz starten will, aber noch eine Fahrgelegenheit sucht, Konkurrenz auf Augenhöhe bekommen. Das schätzt Mitorganisator Martin Masjosthusmann: »Damit haben wir immerhin drei Leute dabei, die allesamt Zeiten unter 31 Minuten laufen können. Das ist stark.«

 Insgesamt rechnet der 51-Jährige von der ausrichtenden Laufgemeinschaft (LG) Burg Wiedenbrück mit »knapp unter 1200 Teilnehmern«, die am Freitag beim Startschuss um 19 Uhr die Lange Straße in Höhe des Ratskellers stürmen und danach die zehn Kilometer durch die festlich illuminierte Innenstadt laufen.

Startplätze in Rekordzeit weg

 Ordentlich Tempo hat bereits die Jagd auf die Startplätze aufgenommen: 1000 Bewerber haben Ende Oktober in der Rekordzeit von nur 2:17 Minuten ihre Bestätigungsmail mit einem Zugangscode erhalten. »99 Prozent haben diesen danach für ihre endgültige Anmeldung benutzt«, hält Mastjoshusmann das neue Anmelde-Verfahren für gelungen. Aktuell stehen etwa 1300 Teilnehmer in der Liste, »doch 100 Personen sind dann am Veranstaltungstag doch nicht dabei. Das hat die Vergangenheit gezeigt«, erklärt Mastjoshusmann. Kein Problem, schließlich sei schon bei einer Anzahl von 1200 Startern langsam »mal Ende Gelände« in Sachen Ausrichtung.

 Etwa 100 Helfer sind am Freitag im Einsatz, rund 70 davon vom Ausrichter LG Burg. »Zusätzlich starten noch rund 30 Mitglieder von uns selber. So viele waren seit dem ersten Lauf 1993 noch nie dabei. Da sind wir ein wenig stolz drauf. Immerhin ist jetzt der halbe Verein auf den Beinen«, erklärt Martin Mastjoshusmann, dessen 1989 gegründete Laufgemeinschaft mit heute 195 Mitgliedern ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Viele Teilnehmer aus Wiedenbrück

 Stolz dürfen Mastjoshusmann und seine Mitstreiter Michael Reker (EDV), Dietmar Sander und Rolf Isenbort (beide Strecken-Organisation) sowie Irmgard Liermann und Elisabeth Nottelmann (die neuen Teamleiterinnen am Teestand) vom Organisations-Komitee auch auf die Resonanz im Ort sein. »Wir haben mehr als 400 Teilnehmer mit einer Wiedenbrücker Postleitzahl«, freut sich der 51-Jährige auf viele Akteure, die sich vor der eigenen Haustür auf den festlich ausgeleuchteten 2,5-km-Rundkurs wagen.

 Mit sportlichen Ambitionen starten neben dem Favoriten-Trio auch heimische Asse wie Ingmar Lundström (DJK Gütersloh) oder Philipp Kaldewei (LV Oelde). Gerne hätten die Christkindllauf-Macher auch wieder den Bochumer Simon Hamann (Sieger 2011 und 2012) dabei gehabt. »Er hat sich aber eine kleinere Verletzung zugezogen und abgesagt«, so Mastjoshusmann. Im Fokus bei den Frauen stehen neben Vorjahres-Siegerin Franziska Bossow auch die 38-jährige Christl Dörschl, die Anfang November die 10-km-Distanz beim Halbmarathon der DJK Gütersloh gewonnen hat, und Verena Venhaus (LC Wiedenbrück).

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