Football-Regionalliga: Solide Bulldogs besiegen Remscheid Amboss mit 34:14 Rauf auf Tabellenplatz zwei

Bielefeld  (WB/jm). Die ersatzgeschwächten Bulldogs haben die Hürde Remscheid gemeistert. Optischer Lohn für den verdienten 34:14 (7:0/7:7/0:0/20:7)-Auswärtssieg beim weiter punktlosen Amboss: Der Vorjahres-Vize ist nach dem sechsten Spieltag auf den zweiten Tabellenplatz in der Football-Regionalliga zurückgekehrt.

Lauf zum Raumgewinn: T.J. Richardson wird hier von Remscheider Spielern verfolgt.
Lauf zum Raumgewinn: T.J. Richardson wird hier von Remscheider Spielern verfolgt. Foto: André Zarnke

Der Amboss – gewillt, gegen die Bulldogs einen Umkehrpunkt in der Saison zu markieren – hatte mit Kyren Watts einen weiteren US-Boy als Verstärkung eingeflogen. Zusätzlich fehlte dem Gast wichtiges Personal. In der ausgedünnten O-Line mussten mit Moritz Gotzmann ein D-Liner und Linebacker Marcel Raschke aushelfen.

Gut, dass die lauffreudigen Receiver am Sonntag stachen. Nach einer feinen Interception durch Erblin Bardhoshi sorgte sorgte Felix Blissenbach, von Quarterback Niklas Gorny mit einem 38-Yards-Pass in Szene gesetzt, für den ersten Touchdown des Spiels (Erhöhungskick Tobias Stork zum 7:0). Den Rest erledigte die solide Bulldogs-Defense, die keinen Punkt für Remscheid im ersten Viertel zuließ. Anfang des zweiten Viertels fing Max Nolte einen schicken 28-Yards-Pass Gornys in der Endzone – 13:0. Kicker Stork erhöhte zuverlässig auf 14:0.

Mehrere Quarterback-Sacks setzten Remscheid zu, aber nicht matt. Sekunden vor der Halbzeitpause arbeiteten sich die Hausherren erst bis an die Zwei-Yards-Linie der Bulldogs heran und verzinsten diese Energieleistung mit Cole Williams’ Anschluss-Touchdown samt Extrapunkt Zimmermann – nur noch 14:7. »Ich hoffe nicht, dass Remscheid jetzt das Momentum auf seiner Seite hat«, unkte Sportdirektor Heiko Schreiber in der Pause.

Drei Touchdowns nicht anerkannt

Die Referees erkannten vor dem Wechsel drei Bulldogs-Touchdowns nicht an. Das führte zu einer gewissen Unruhe in der Teamzone. So ging den Bulldogs im dritten Viertel für eine Weile ihre Konzentration abhanden. Sie standen sich mit undiszipliniertem Verhalten, geahndet mit Flaggen, selber im Weg. Genauso unnötig die Zehn-Yards-Strafe samt Hinausstellung wegen illegaler Schraubstollen.

So geriet das Bielefelder Spiel ins Stocken – bis Max Nolte nach einem Gorny-Anspiel im Schlussabschnitt mit seinem Touchdown zum 21:7 die richtige Richtung vorgab. Ruhe hielt Einzug. Nun war es Lukas Diesterhöft, der ein Fumble aufnahm. Damit erkämpfte er für sein Team das Ballrecht und bekam hinterher die Turnover-Kette überreicht. Diese Aktion inspirierte Niklas Gorny, mit einem präzisen 28-Yards-Pass auf Tobias Bögel das Polster zu erhöhen – Touchdown Nummer vier. Beide Angriffe veredelte Tobias Stork per Kick – 28:7.

»In dieser Phase haben wir gut durchgezogen, was wir wollten«, urteilte Teamleader Felix Kroll. Einzig nach Max Noltes 34:7 kickte Stork ans Aluminium. Ein kleiner Schönheitsfehler war, dass dem Amerikaner Cole Williams mit der letzten Aktion noch ein Flug in die Bielefelder Endzone gegönnt wurde: Touchdown plus Extrapunkt Zimmermann zum 34:14-Endstand.

Am kommenden Samstag geht’s zu den Troisdorf Jets. Die Bulldogs sinnen auf Revanche fürs verlorene Saisoneröffnungsspiel (31:39).

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