1:2 – VfL Ummeln verpasst Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga Schock in der Nachspielzeit

Bielefeld  (WB). Bis in die Nachspielzeit hat der VfL Ummeln am Sonntag vom Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga träumen dürfen – dann wurde aus dem 1:0 ein Albtraum. Im Rückspiel der Aufstiegsrelegation mussten die Trüggelbacher noch eine 1:2 (1:0)-Niederlage gegen den SC Ostenland hinnehmen und spielen auch 2018/19 im Kreisoberhaus.

Von Norman Hunt
In der Nachspielzeit leistete sich Ummelns frustrierter Schlussmann Georgios Athanassiadis eine Tätlichkeit. Schiedsrichter Michael Swiers zeigte ihm dafür die Rote Karte. Der fällige Elfmeter brachte Ostenland den 2:1-Sieg und den Bezirksliga-Aufstieg..
In der Nachspielzeit leistete sich Ummelns frustrierter Schlussmann Georgios Athanassiadis eine Tätlichkeit. Schiedsrichter Michael Swiers zeigte ihm dafür die Rote Karte. Der fällige Elfmeter brachte Ostenland den 2:1-Sieg und den Bezirksliga-Aufstieg.. Foto: Peter Unger

Schon eine Stunde vor Spielbeginn füllte sich das Stadion am Trüggelbach mehr und mehr, so dass pünktlich zum Anpfiff die Haupttribüne mit mehr als 700 Zuschauern aus allen Nähten platzte. Der Gast aus dem Kreis Paderborn hatte einen stattlichen Fanblock mitgebracht, der den Spielern zusätzlich zu den Temperaturen stimmgewaltig einheizte.

Nervöser Start des VfL

Nach dem 0:0 im Hinspiel begannen beide Teams abwartend. Der SC Ostenland überließ Ummeln den Ball, verlegte sich auf lange Bälle und Konter. Bereits in der dritten Minute kam SC-Sturm-Ass Enrik Hesse per Kopf an den Ball und bugsierte das Leder über das Tor. Ummeln wirkte anfangs nervös, kam mit der Zeit aber immer besser ins Spiel. In der 17. Minute explodierte der Gästefanblock, als Enrik Hesse nach Pass von Rene Naggatis die vermeintliche Führung erzielte. Doch das Schiedsrichtergespann um Schiedsrichter Michael Swiers (Gütersloh) entschied richtigerweise auf Abseits.

Marcel Rohde mit Köpfchen

Diese Szene wirkte wie ein Weckruf für den VfL Ummeln. Nur eine Minute später führte Thomas Schick einen Freistoß an der Mittellinie schnell aus. Die Defensive der Gäste reagierte nicht schnell genug, so dass Marcel Rohde mit einem Kopfballheber Keeper Steffen Bröckelmann zum viel umjubelten 1:0 überwinden konnte.

Die Führung schenkte der Truppe von Coach Frank »Bimmel« Biermann Sicherheit. Aus einer gut stehenden Defensive heraus starteten sie immer wieder Tempogegenstöße. Stürmer Tom Jungeblodt erkämpfte sich in der 22. Minute den Ball, setzte sich schön durch, scheiterte dann aber im Abschluss. Mit der 1:0-Führung ging es in die Pause.

Obaro hat das zweite Tor auf dem Fuß

Je länger die Partie dauerte, desto mehr machten sich die heißen Temperaturen bemerkbar. Ummeln hatte die Partie im Griff, Ostenland fiel in der Offensive nicht viel ein. Zehn Minuten vor dem Ende hätte der VfL Ummeln mehr als nur einmal das Spiel entscheiden können. Erst parierte Gästekeeper Steffen Brökelmann einen 16-Meter-Schuss Marcel Rohdes. Auch beim Nachschuss von Kevin Obaro war er auf dem Posten. Eine Minute später scheiterte Obaro erneut am starken Keeper.

Athanassiadis sieht »Rot«

Zunächst sah es nicht danach aus, als würde sich dieser Chancenwucher rächen. Doch dann kam die lange Nachspielzeit. Ein Abschlag von Keeper Georgios Athanassiadis kam postwendend zurück. Die Deckung des VfL passte einen Moment nicht auf, so dass Rene Naggatis an den Ball kam und den über Ummelns Keeper lupfte. Sebastian Haueisen wollte noch klären, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern – 1:1; der Gäste-Fanblock explodierte in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Kurz später ließ sich VfL-Keeper zu einer »handfesten« Tätlichkeit gegen Marvin Österdiekhoff im Strafraum hinreißen und sah dafür die Rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Enrik Hesse gegen Feldspieler Stephane Kengni im Tor zum 2:1-Sieg Ostenlands. Bengalos, Böller und unbändiger Jubel auf Seiten des Siegers, Entsetzen und Fassungslosigkeit beim VfL Ummeln.

»So ist Fußball. Wenn man das zweite Tor nicht macht, rutscht irgendwann einer durch. Aber auf diese Art und Weise zu verlieren, ist natürlich brutal«, stellte ein geschockter VfL-Coach Frank »Bimmel« Biermann fest.

VfL Ummeln: Athanassiadis - Jaecks, Haueisen, Earl, Wiebe, Schick, Steinhoff (88. Büscher), Rohde, Redecker (75. Yarhin), Obaro, Jungeblodt (83. Kengni).

Tore: 1:0 Rohde (18.), 1:1 Naggatis (90.+4), 1:2 FE Hesse (90.+8).

Rote Karte: Athanassiadis (90.+7).

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