SVB-Langstreckler läuft in Oordegem neue Bestzeit über 5000 Meter Amanal Petros löst sein zweites EM-Ticket

Bielefeld(WB/jm). Der Ausflug zum IFAM-Meeting im belgischen Oordegem hat sich für Amanal Petros ausgezahlt. Der Top-Langstreckler der SV Brackwede löste in dem Mekka für Bahnläufer am späten Samstagabend wie erhofft über 5000 Meter sein zweites Ticket für die Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin.

Die geballte Faust in Oordegem: Amanal Petros nach seiner geglückten EM-Qualifikation mit neuer Bestzeit über 5000 Meter.
Die geballte Faust in Oordegem: Amanal Petros nach seiner geglückten EM-Qualifikation mit neuer Bestzeit über 5000 Meter. Foto: imago

Seine 13:34.15 Minuten markierten zugleich eine neue persönliche Bestzeit. Obwohl er damit knapp drei Sekunden schneller war als 2017 an gleicher Stätte, wirkte Petros nicht restlos zufrieden – der Gesamtfünfte hätte seine Nachtschicht auf dem flotten Pflaster gerne schneller verrichtet. Sein Wunsch war eine Zeit um 13:30 Minuten.

Temperaturen machen dem Feld zu schaffen

»Aber es war sehr warm in Oordegem. 26 Grad Celsius. Da war es nicht leicht, diese lange Distanz zu laufen.« Der Brackweder befand sich da in prominenter Gesellschaft. Die Temperaturen machten auch anderen zu schaffen. Der Erstplatzierte etwa, Menjo Josepath aus Kenia (Bestzeit: 12:55 min), lief 30 Sekunden langsamer und siegte in 13:25.89 Minuten. Julien Wanders aus der Schweiz (Halbmarathon 61,09 min, 10000 Meter 28,05 min) wurde Zweiter in 13:27.72 Minuten.

Als zweitbestem Deutschen fehlten Clemens Bleistein (LG Stadtwerke München/13:40,95 min) auf Rang acht nur 95 Hundertstel zur EM-Norm. Der Deutsche 10.000-Meter-Meister Sebastian Hendel (LG Vogtland) belegte mit 13:49,20 Minuten Platz zwölf.

»Amanal hat sich gut präsentiert«, urteilte SVB-Trainer Thomas Heidbreder mit Verweis auf einen weiteren persönlichen Rekord seines Schützlings. Petros’ 3000-Meter-Durchgangszeit – bis dahin waren Tempomacher am Werk – lag bei 8:01 Minuten. Lediglich zwei Runden, in denen der Brackweder etwas den Anschluss verpasste, waren langsamer als vorgesehen. Bereits im April hatte der 23-Jährige die Berlin-Vorgabe über 10.000 Meter unterboten. Allerdings sind die Normen nicht gleichbedeutend mit dem EM-Start.

Pro Disziplin und Nation stehen drei Startplätze zur Verfügung. Aufgrund der momentanen Stärke der deutschen Langstreckler ist es gut möglich, dass mehr als drei die EM-Norm unterbieten werden. Die letzte Chance über 5000 Meter sind die Deutschen Meisterschaften am 21./22. Juli in Nürnberg. Der Qualifikationszeitraum über 10.000 Meter endet am 1. Juli. Über die 25 Bahnrunden hat auch Richard Ringer (27:36,52 min) die EM-Norm schon unterboten.

Grenda findet nicht in ihren Lauf

Sprinterin Kathrin Grenda vom TSVE 1890 hat bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim, offizieller DLV-Nominierungswettkampf für die U20-Weltmeisterschaft in Tampere, keine geeigneten Bedingungen für Topzeiten vorgefunden. Zum einen war es im Sepp-Herberger-Stadion viel zu heiß mit ständig drehenden Winden, zum anderen gab es erhebliche Verzögerungen im Zeitplan. Bei ihrem 100-Meter-Vorlauf der WJU20 sei sie »nicht wirklich in den Lauf reingekommen«. Gleichwohl reichten 12,04 Sekunden, um Zweite hinter Sophia Junk (11,56 sec) zu werden – zugleich die Finalqualifikation. »Dort war meine Beschleunigung dann ganz gut«, sagte Kathrin Grenda zufrieden. Im A-Finale wurde sie in 11,87 Sekunden Zweite hinter der Wattenscheiderin Keshia Kwadwo (11,48 sec). Die WM-Norm beträgt 11,75 Sekunden.

Anschließend lief sie auch noch die 200 Meter. Hier verschob sich die geplante Startzeit um eineinhalb Stunden. Auf Bahn drei laufend, setzte sich das TSVE-Ass in 24,54 Sekunden durch. Damit wurde Kathrin Grenda 19. im Gesamtklassement. Am kommenden Wochenende erwägt sie einen Start in Regensburg (100 Meter und 100 m-Staffel). Der entscheidende Normwettkampf steht Ende Juni in Mannheim an.

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